Naturland.de


Wir arbeiten ohne Gentechnik!

6. Konferenz der Gentechnikfreien Regionen in Europa

In der Europäischen Union stehen in diesem Herbst wichtige Entscheidungen und Diskussionen über die Zukunft der Gentechnik in der Landwirtschaft an. Nach der BASF-Kartoffel „Amflora“ sollen weitere Gentechnikpflanzen für den Anbau zugelassen werden. Die Kommission will Mitgliedsstaaten gleichzeitig die Entscheidung über den Anbau selbst überlassen. Zudem bereitet sie Regelungen vor, die nicht zugelassene GVOs in Futtermitteln erlauben würden und arbeitet an sogenannten Grenzwerten zur gentechnischen Verunreinigung von herkömmlichem Saatgut.

Die Bewegung für gentechnikfreie Nahrung und Landwirtschaft wächst, nicht nur in Europa.  Am 16. September werden im Europäischen Parlament die Forderungen der Öffentlichkeit und den Institutionen in Brüssel präsentiert. Die folgenden zwei Tage werden sich die Gentechnik-Kritiker nach Gent zurückziehen, um Erfahrungen, Ideen und Strategien auszutauschen, kommende Herausforderungen zu diskutieren und gemeinsame Aktionen zu GVOs und anderen relevanten Themen vorzubereiten.

Um die erfolgreiche Arbeit vor Ort auch europäisch zu koordinieren, werden alle Organisationen, Initiativen und Institutionen, die sich für gentechnikfreie Lebensmittel und Landwirtschaft einsetzen, herzlich eingeladen, sich an der diesjährigen Konferenz “Gentechnikfreies Europa 2010” zu beteiligen.

Weitere Informationen:
 http://www.gmo-free-regions.org/de/conference2010.html

Sekretariat
Save Our Seeds
c/o Zukunftsstiftung Landwirtschaft
Marienstr. 19-20, 10117 Berlin, Deutschland
Tel +49 30 27590309, Fax +49 30 27590312
 info(at)gmo-free-regions.org


Säen Sie mit: Bantam Aktion "Blaues Wunder"

Pünktlich zur Frühjahrssaison startet zum fünften Mal die Bantam-Aktion. Auch wenn in Deutschland der Anbau von MON 810-Mais in diesem Jahr verboten ist, ist die Gefahr noch lange nicht gebannt. Es droht eine Neu-Zulassung des MON 810 auf EU-Ebene, womit die nationalen Verbote aufgehoben wären. Und die schwarz-gelbe Bundesregierung bringt sich eher mit gentechnikfreundlichen Vorhaben ins Gespräch. Deshalb unterstützen auch Sie die Bantam-Aktion "Blaues Wunder": Säen Sie gentechnikfreien Leinsamen und setzen Sie ein Zeichen gegen die Verunreinigung mit Gentechnik.
Nähere Informationen finden Sie hier:  www.bantam-mais.de/aktuelles/bantams-blaues-wunder.html


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Gentechnik-Kartoffel Amflora zugelassen

Kartoffeln

Europa lässt Amflora zu: trotz Antibiotikaresistenz und gentechnikfreier Alternativen

Kaum im Amt zeigt der neue Gesundheitskommissar der Europäischen Union - John Dalli - wie er den Wind in Sachen Gentechnik künftig wehen lassen will: Heute hat er den Anbau für die Gentechnik-Kartoffel Amflora der Firma BASF genehmigt. Während man sich in der Konzernzentrale in Ludwigshafen die Hände reibt, ist es ein schlechter Tag für Lebensmittelwirtschaft, Bauern und Verbraucher.

„Es ist völlig unverständlich, warum ein Gesundheitskommissar die Bedenken der Europäischen Behörde für Arzneimittelprüfung (EMEA) an der Antibiotika-Resistenz der Amflora übergeht und dann noch eine Vermischung mit Speisekartoffeln gestattet“, kommentiert Felix Prinz zu Löwenstein, Vorsitzender des Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW), den Vorgang. Dies sei besonders unverständlich, weil mittlerweile konventionell gezüchtete Sorten mit den gleichen technischen Eigenschaften wie Amflora zur Verfügung stünden.

Als dreist wertet Löwenstein die Grenzwertregelung, nach der Verbraucher tolerieren müssen, dass pro 25-kg Sack bis zu drei Knollen gentechnisch verändert sein können, obwohl Amflora gar nicht für den Verzehr geprüft oder zugelassen ist.

Nach Ansicht des BÖLW unterstreicht die Amflora-Genehmigung die Notwendigkeit, den bereits im Dezember 2008 von den EU-Umweltministern gefassten Beschluss umzusetzen, wonach auch eine Bewertung der sozio-ökonomischen Folgen des Anbaus von Gentechnik-Pflanzen vorzunehmen ist. „Ein Aspekt der im Zulassungsverfahren bislang völlig ausgeblendet wird“, so Löwenstein.

Da bislang lediglich 20 ha Anbaufläche für die Gentechnikknolle im zentralen Register angemeldet worden sind, ist für 2010 praktisch nicht mit der Erzeugung von Amflora zu rechnen. „Wir können jetzt nur noch auf die Vernunft der Erzeuger zählen, auch ab 2011 dem Risiko von Vermischung und daraus resultierendem Streit zwischen Nachbarn aus dem Weg zu gehen“, hofft der BÖLW-Vorsitzende.
(BÖLW Presemitteilung vom 02.03.2010)

Weitere Informationen:  www.keine-gentechnik.de

Die neue globale Internetbewegung AVAAZ sammelt Unterschriften, um die Einführung von genmanipulierten Pflanzen und Produkten auf den Europäischen Markt zu stoppen. Die Petition kann unterzeichnet werden unter:
 http://www.avaaz.org/de/eu_health_and_biodiversity/97.php?cl_tta_sign=f2ad5ea2c5089360b51f0d9171b1807e


Keine Agro-Gentechnik auf Deutschlands Feldern

Wichtiger Etappensieg für Umwelt, Bauern und Verbraucher

Jetzt ist es offiziell: In Deutschland wird es im Jahr 2009 keinen kommerziellen Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen geben! Das Oberverwaltungsgericht Lüneburg hat am 28. Mai 2009 das Eilurteil des Verwaltungsgerichts Braunschweig bestätigt, das die Rechtmäßigkeit des Anbauverbots von MON 810 durch das Landwirtschaftsministerium (BMELV) feststellte. Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner verkündete am 14. April 2009 das Anbauverbot für den Genmais MON 810 mit der Begründung, „dass es berechtigten Grund zu der Annahme gibt, dass der genetisch veränderte Mais der Linie Mon810 eine Gefahr für die Umwelt darstellt“. Naturland begrüßt die zukunftsweisende Entscheidung als richtigen Schritt in eine nachhaltige, ökologisch orientierte Landwirtschaft in Deutschland. Wissenschaftliche Studien, die das Risiko des Anbaus belegen sowie der massive Protest der Verbraucher in Einheit mit den Landwirten und Verarbeitern führten zu dieser Entscheidung.

 Lesen Sie mehr in unserer Pressemitteilung (pdf-Datei, 79 KB)

Naturland fordert in der Presseinfo zum Genmais-Verbot, die EU-weite Zulassung der weiteren Genmaissorten Bt11 und 1507 ebenfalls zu verhindern. Die Bundesregierung kann dies im EU-Ministerrat noch mit verhindern - scheint bisher aber wenig entschlossen.

Das Online-Netzwerk Campact und ein breites Bündnis von Umweltorganisationen, darunter Naturland, fordern mit einer Online-Aktion von der Regierung, in Brüssel gegen die Zulassungen von Gen-Mais zu stimmen.

Fordern Sie von der Bundesregierung ein Nein zum Gen-Mais:

 http://www.campact.de/gentec/sn6/signer


Naturland Landwirte und Verarbeiter arbeiten ohne Gentechnik!

Naturland Bauer Hans Hohenester auf seinem Feld mit dem "Naturland - wir arbeiten ohne Gentechnik" Schild

Der Ansatz der Gentechnik widerspricht den grundlegenden Werten der Ökologischen Wirtschaftsweise. Gentechnische Verfahren konzentrieren sich allein auf den genetischen Aufbau ohne den Organismus oder das System zu berücksichtigen, innerhalb dessen ein Organismus funktioniert. Generell braucht die Landwirtschaft keine Gentechnik, insbesondere der Öko-Landbau bezieht eine klare Position: Die Ablehnung der Gentechnik ist in den Naturland Richtlinien, sowohl in der Erzeugung wie in der Verarbeitung, verankert.


Wie erkennt der Verbraucher gentechnisch veränderte Lebensmittel?

Nach geltendem Recht müssen seit dem 18.04.2004 alle Lebensmittel mit gentechnisch veränderten Zutaten erkennbar gekennzeichnet sein. Die Zutatenliste muss den Zusatz „Gentechnisch verändert“ oder „enthält genetisch veränderten...“ enthalten.

Fleisch, Eier und Milch von Tieren, die gentechnisch verändertes Futter bekommen haben, müssen nicht gekennzeichnet werden. Der Verbraucher erhält somit keine Information darüber, ob die fleisch-, eier-, und milchliefernden Tiere mit Genfutter versorgt wurden.

Vollständige Sicherheit bieten nur Bio-Produkte, wie z. B. von Naturland. Denn auf Öko-Betrieben darf generell kein gentechnisch verändertes Futter verwendet werden.


Wo kann man gentechnikfreie Lebensmittel einkaufen?

Eine Biene sitzt auf einer Ökorapsblüte

Über 70 Prozent der Verbraucher in Deutschland lehnt Gen-Food entschieden ab. Für viele ein Grund (mehr) zu Bio-Produkten zu greifen, denn alle Lebensmittel aus ökologischer Landwirtschaft werden ohne Gentechnik erzeugt und verarbeitet. Auch das Naturland Zeichen kennzeichnet Bio-Lebensmittel von Landwirten, die ohne Gentechnik arbeiten. Regelmäßige, unabhängige Kontrollen sorgen für die Einhaltung der Naturland Richtlinien.
Naturland zertifizierte Produkte bekommen sie bei

  • Bio-Direktvermarktern
  • Bio-Bäckern und -Metzgern
  • Naturkostläden + Bio-Supermärkten
  • Lebensmittel-Einzelhandel

Einkauf auf dem Naturland Hof

 Naturland Partner

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Das Argument Welternährung!

Da nicht die zu geringe Produktion, sondern die falsche Verteilung der Nahrungsmittel die Ursache des Welthungers ist, ist die Gentechnologie keine Strategie zur Sicherung der Welternährung. Das hohe Risiko der Agro-Gentechnik liegt nicht nur in den unabsehbaren ökologischen Folgen. Auch in der Verschärfung der Abhängigkeiten - durch Patente und Lizenzgebühren für teures Saatgut - und Ungerechtigkeiten, die Armut und Hunger in der Dritten Welt eigentlich zugrunde liegen. Die neue Technologie wird den Strukturwandel im Landbau weiter beschleunigen. Statt eines Endes des Welthungers ist also eher eine Verschlechterung der Versorgungslage vor allem der Armen und der Landbevölkerung in Übersee zu erwarten. Nachhaltigen Schutz vor Hunger bietet - nach Lösung der politischen und sozialen Probleme - nur ein nachhaltiges Agrarsystem, das eine standortangepasste Produktion und den gleichzeitigen Schutz von Böden, Wasser und Klima erlaubt.

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Werden Sie aktiv!

Demonstranten mit "Naturland - wir arbeiten ohne Gentechnik" Schildern

Es gibt viele Möglichkeiten für Verbraucher, sich gegen die Gentechnik zu

  • Wenn sie Bio-Produkte kaufen, unterstützen Sie eine Landwirtschaft ohne Gentechnik.
  • Schließen sie sich einem der vielen Aktionsbündnisse gegen Gentechnik an
  • Machen Sie bei Aktionen gegen Gentechnik mit. Termine finden Sie unter  www.keine-gentechnik.de und auf unserer  Termine Seite.
  • Werden Sie Naturland-Fördermitglied

Weitere Links zum Thema Agro-Gentechnik:
 www.gentechnikfreie-regionen.de
 www.zivilcourage.ro
 www.saveourseeds.org
 www.bantam-mais.de
 www.mein-nein.de
 www.gentechnik-stoppen.de
 www.infoXgen.com
 www.bioXgen.de

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Letzte Änderung 17.06.09

© 2010 Naturland


Ihre Ansprechperson

Pressesprecher

Carsten Veller

Tel.: +49 (0) 89-89 80 82-31

 c.veller(at)naturland.de

Weitere Informationen unter:

Downloads

 Naturland Kundeninfo Agro-Gentechnik (pdf-Datei, 300 KB)

 Positionspapier Gentechnik und Imkerei (pdf-Datei, 152 KB)

Downloads Pressemitteilungen

 Keine Agro-Gentechnik auf Deutschlands Feldern (pdf-Datei, 83 KB)

 Naturland fordert gentechnikfreies Bayern (pdf-Datei, 76 KB)

 Naturland Bauern fordern Genmais-Verbot in Deutschland (pdf-Datei, 59 KB)

 Agro-Gentechnik entzweit Bauern (pdf-Datei, 95 KB)

 Naturland  fordert Nachbesserungen im Gentechnikgesetz (pdf-Datei, 91 KB)

 Seehofer enttäuscht Bauern und Verarbeiter (pdf-Datei, 92 KB)

 Bio muss auch auf heimischen Feldern boomen (pdf-Datei, 110 KB)