Wir arbeiten ohne Gentechnik!
Nein zu Gentechnik im Saatgut!
Protest gegen Agro-Gentechnik im Saatgut war erfolgreich:
Am 18. März 2011 wurde im Bundesrat ein Antrag, die bisherige Nulltoleranz für die gentechnische Kontamination von Saatgut durch eine "technische Lösung" zu ersetzen, mehrheitlich abgelehnt. Die geplante Aufweichung der Saatgutreinheit war Anlass eines kurzfristigen, breit getragenen Protests gewesen.
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Filmtipp: "Gekaufte Wahrheit - Gentechnik im Magnetfeld des Geldes" - Ein Film über Geheimhaltung, Gefahr und Mut
Naturland unterstützt den Film "Gekaufte Wahrheit - Gentechnik im Magnetfeld des Geldes" von Bertram Verhaag.
In Verhaags aktuellem Film geht es um Einfluss und skrupellose Machtausübung multinationaler Konzerne wie etwa Monsanto und ihre Aktivitäten, die Freiheit der Wissenschaft zu untergraben und zu korrumpieren. Dieser politische Thriller deckt die Gefahr auf für Meinungsfreiheit und letztendlich für die Demokratie. Es ist aber auch ein Mut machender Film, denn er zeigt Zivilcourage von Wissenschaftlern, die sich unbeugsam der Freiheit und Unabhängigkeit ihrer Forschung verpflichtet fühlen.
Weitere Informationen zum Film und den Kinos finden Sie unter:
www.gekauftewahrheit.de
Erfolgreiche bundesweite Tagung der gentechnikfreien Regionen und Aktiven im Dezember 2010
Aktivitäten gegen Risiken der Gentechnik für 2011 geplant
2011 stehen zahlreiche wichtige Entscheidungen zur Agro-Gentechnik an, wie die von Monsanto beantragte EU-weite Neuzulassung der in Deutschland verbotenen Gentechnik-Maissorte MON810 oder die von der Bundesregierung angekündigte Novellierung des Gentechnikgesetzes. Eine zentrale Zukunftsfrage ist die Sicherstellung von GVO-freiem Saatgut und der Fortbestand der Nulltoleranzregelung. Ziel der Anti-Gentechnikbewegung ist es dabei, in breiten Bündnissen und auf allen politischen Ebenen von der Kommune bis nach Brüssel Druck auf die verantwortlichen Politiker auszuüben.
Ein wichtiger Meilenstein war die Großdemonstration „Wir haben es satt! Nein zu Gentechnik, zu Tierfabriken und zu Dumpingexporten – Ja zu einer bäuerlich ökologischen Landwirtschaft weltweit“ am 22. Januar 2011 in Berlin. Diese wurde von der Anti-Gentechnikbewegung unterstützt (siehe hierzu auch Seite xxx). Ein weiteres Ziel der Bewegung war ein Anbauverbot der gentechnisch veränderten Kartoffel Amflora in Deutschland. Als wichtige Bestätigung ihrer Arbeit wertet die Anti-Gentechnikbewegung das jüngste Urteil des Bundesverfassungsgerichts zum Gentechnikgesetz. Die obersten Richter in Karlsruhe wiesen nicht nur alle Klagepunkte des Landes Sachsen-Anhalt zurück, sondern stellten den Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen (Artikel 20 a des Grundgesetzes) besonders heraus.
Gentechnikfreie Regionen in Deutschland
In Deutschland gibt es insgesamt 202 gentechnikfreie Regionen und gentechnikfreie Initiativen, an der sich bundesweit 31.227 Bauern beteiligen (Stand Dezember 2010).
Die große Zahl der Initiativen macht eine umfassende Darstellung aller aktiven Gruppen schwierig. Daher stellen wir Ihnen hier eine Auswahl an übergeordneten Plattformen im Internet zusammen. Auf diesen Seiten finden Sie wertvolle Informationen zur Gentechnik, zu Veranstaltungen und zu den einzelnen Aktionsbündnissen – auch in Ihrer Region, Ihrem Landkreis oder Ihrer Stadt.
Vielfalt gegen Agro-Gentechnik
Vielfalterleben ist eine Initiative für mehr Vielfalt und gegen Gentechnik auf dem Acker und in unserem Essen. In einem breiten Bündnis haben sich Partner aus den Bereichen Umwelt- und Verbraucherschutz, Landwirtschaft, Lebensmittel-Verarbeitung und Handel zusammengeschlossen. Mit gebündelter Energie wenden sie sich zusammen mit den Verbrauchern direkt an die Verantwortlichen in der Politik. Naturland ist Partner der Initiative.
Thüringen tritt Verband gentechnikfreier Regionen bei
Erfurt/Wien. Thüringen wird zum Ende des Jahres als einziges deutsches Bundesland dem europäischen Netzwerk gentechnikfreier Regionen beitreten. Das für Verbraucherschutz zuständige Sozialministerium teilte am Donnerstag mit, dass der Freistaat am 23. November in Wien die "Charta gentechnikfreier Regionen" unterzeichnen werde.
Mit dem Beitritt zum Netzwerk entspreche die Landesregierung dem Willen der Mehrheit der Thüringer Bevölkerung, sagte Sozialministerin Heike Taubert (SPD). "Qualität ist ein Markenzeichen der Thüringer Landwirtschaft und Ernährungswirtschaft. Dies sollte nicht mit dem Merkmal Gentechnik verknüpft sein", sagte die Ministerin.
Das "Europäische Netzwerk gentechnikfreier Regionen" wurde im Jahr 2003 von zehn europäischen Regionen gegründet. Ihm gehören derzeit 51 europäische Regionen an. Darunter sind zahlreiche italienische und französische Regionen wie die Toskana beziehungsweise die Bourgogne, die Bretagne und die Normandie, aber auch österreichische Länder wie Kärnten, Niederösterreich und die Steiermark. Erklärtes Ziel des Verbandes ist, den Ruf und die Akzeptanz der Produkte aus heimischer Landwirtschaft zu schützen.
Thüringen, wo nach Angaben des Sozialministeriums seit zwei Jahren keine gentechnisch veränderten Pflanzen mehr angebaut werden, wäre mit dem Beitritt als einziges deutsches Bundesland vertreten. Bis vor zwei Jahren wurde in Dachwig im Landkreis Gotha auf einem Versuchsfeld gentechnisch veränderter Mais angebaut.
Im Frühjahr hatte die Umweltschutzorganisation Greenpeace Berichte veröffentlicht, laut denen in Thüringen eine von 36 untersuchten Saatgut-Proben genetisch verunreinigt war. In den aus Frankreich stammenden Mais-Saaten waren Bruchstücke der gentechnisch manipulierten Sorte MON810 des Herstellers Monsanto gefunden worden. Dessen Anbau ist auf EU-Ebene zwar erlaubt, die Aussaat in Deutschland aber seit 2009 verboten. Das Saatgut war daraufhin zurückgezogen worden.
Thüringer Allgemeine (11.11.2010)
http://www.gentechnikfreie-regionen.de
Gentechnik-Kartoffel Amflora zugelassen

Europa lässt Amflora zu: trotz Antibiotikaresistenz und gentechnikfreier Alternativen
Kaum im Amt zeigte der neue Gesundheitskommissar der Europäischen Union - John Dalli - wie er den Wind in Sachen Gentechnik künftig wehen lassen will: Im März 2010 hat er den Anbau für die Gentechnik-Kartoffel Amflora der Firma BASF genehmigt. Während man sich in der Konzernzentrale in Ludwigshafen die Hände reibt, ist es ein schlechter Tag für Lebensmittelwirtschaft, Bauern und Verbraucher.
„Es ist völlig unverständlich, warum ein Gesundheitskommissar die Bedenken der Europäischen Behörde für Arzneimittelprüfung (EMEA) an der Antibiotika-Resistenz der Amflora übergeht und dann noch eine Vermischung mit Speisekartoffeln gestattet“, kommentiert Felix Prinz zu Löwenstein, Vorsitzender des Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW), den Vorgang. Dies sei besonders unverständlich, weil mittlerweile konventionell gezüchtete Sorten mit den gleichen technischen Eigenschaften wie Amflora zur Verfügung stünden.
Als dreist wertet Löwenstein die Grenzwertregelung, nach der Verbraucher tolerieren müssen, dass pro 25-kg Sack bis zu drei Knollen gentechnisch verändert sein können, obwohl Amflora gar nicht für den Verzehr geprüft oder zugelassen ist.
Nach Ansicht des BÖLW unterstreicht die Amflora-Genehmigung die Notwendigkeit, den bereits im Dezember 2008 von den EU-Umweltministern gefassten Beschluss umzusetzen, wonach auch eine Bewertung der sozio-ökonomischen Folgen des Anbaus von Gentechnik-Pflanzen vorzunehmen ist. „Ein Aspekt der im Zulassungsverfahren bislang völlig ausgeblendet wird“, so Löwenstein.
Da bislang lediglich 20 ha Anbaufläche für die Gentechnikknolle im zentralen Register angemeldet worden sind, ist für 2010 praktisch nicht mit der Erzeugung von Amflora zu rechnen. „Wir können jetzt nur noch auf die Vernunft der Erzeuger zählen, auch ab 2011 dem Risiko von Vermischung und daraus resultierendem Streit zwischen Nachbarn aus dem Weg zu gehen“, hofft der BÖLW-Vorsitzende.
(BÖLW Presemitteilung vom 02.03.2010)
Weitere Informationen:
www.keine-gentechnik.de
Keine Agro-Gentechnik auf Deutschlands Feldern
Wichtiger Etappensieg für Umwelt, Bauern und Verbraucher
In Deutschland gibt es seit 2009 keinen kommerziellen Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen! Das Oberverwaltungsgericht Lüneburg hatte am 28. Mai 2009 das Eilurteil des Verwaltungsgerichts Braunschweig bestätigt, das die Rechtmäßigkeit des Anbauverbots von MON 810 durch das Landwirtschaftsministerium (BMELV) feststellte. Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner verkündete am 14. April 2009 das Anbauverbot für den Genmais MON 810 mit der Begründung, „dass es berechtigten Grund zu der Annahme gibt, dass der genetisch veränderte Mais der Linie Mon810 eine Gefahr für die Umwelt darstellt“. Naturland begrüßte die zukunftsweisende Entscheidung als richtigen Schritt in eine nachhaltige, ökologisch orientierte Landwirtschaft in Deutschland. Wissenschaftliche Studien, die das Risiko des Anbaus belegen sowie der massive Protest der Verbraucher in Einheit mit den Landwirten und Verarbeitern führten zu dieser Entscheidung.
Lesen Sie mehr in unserer Pressemitteilung (pdf-Datei, 79 KB)
Naturland fordert in der Presseinfo zum Genmais-Verbot, die EU-weite Zulassung der weiteren Genmaissorten Bt11 und 1507 ebenfalls zu verhindern. Die Bundesregierung kann dies im EU-Ministerrat noch mit verhindern - scheint bisher aber wenig entschlossen.
Das Online-Netzwerk Campact und ein breites Bündnis von Umweltorganisationen, darunter Naturland, fordern mit einer Online-Aktion von der Regierung, in Brüssel gegen die Zulassungen von Gen-Mais zu stimmen.
Fordern Sie von der Bundesregierung ein Nein zum Gen-Mais:
http://www.campact.de/gentec/sn6/signer
Naturland Landwirte und Verarbeiter arbeiten ohne Gentechnik!

Der Ansatz der Gentechnik widerspricht den grundlegenden Werten der Ökologischen Wirtschaftsweise. Gentechnische Verfahren konzentrieren sich allein auf den genetischen Aufbau ohne den Organismus oder das System zu berücksichtigen, innerhalb dessen ein Organismus funktioniert. Generell braucht die Landwirtschaft keine Gentechnik, insbesondere der Öko-Landbau bezieht eine klare Position: Die Ablehnung der Gentechnik ist in den Naturland Richtlinien, sowohl in der Erzeugung wie in der Verarbeitung, verankert.
Wie erkennt der Verbraucher gentechnisch veränderte Lebensmittel?
Nach geltendem Recht müssen seit dem 18.04.2004 alle Lebensmittel mit gentechnisch veränderten Zutaten erkennbar gekennzeichnet sein. Die Zutatenliste muss den Zusatz „Gentechnisch verändert“ oder „enthält genetisch veränderten...“ enthalten.
Fleisch, Eier und Milch von Tieren, die gentechnisch verändertes Futter bekommen haben, müssen nicht gekennzeichnet werden. Der Verbraucher erhält somit keine Information darüber, ob die fleisch-, eier-, und milchliefernden Tiere mit Genfutter versorgt wurden.
Vollständige Sicherheit bieten nur Bio-Produkte, wie z. B. von Naturland. Denn auf Öko-Betrieben darf generell kein gentechnisch verändertes Futter verwendet werden.
Wo kann man gentechnikfreie Lebensmittel einkaufen?

Über 70 Prozent der Verbraucher in Deutschland lehnt Gen-Food entschieden ab. Für viele ein Grund (mehr) zu Bio-Produkten zu greifen, denn alle Lebensmittel aus ökologischer Landwirtschaft werden ohne Gentechnik erzeugt und verarbeitet. Auch das Naturland Zeichen kennzeichnet Bio-Lebensmittel von Landwirten, die ohne Gentechnik arbeiten. Regelmäßige, unabhängige Kontrollen sorgen für die Einhaltung der Naturland Richtlinien.
Naturland zertifizierte Produkte bekommen sie bei
- Bio-Direktvermarktern
- Bio-Bäckern und -Metzgern
- Naturkostläden + Bio-Supermärkten
- Lebensmittel-Einzelhandel
Einkauf auf dem Naturland Hof
Das Argument Welternährung!
Da nicht die zu geringe Produktion, sondern die falsche Verteilung der Nahrungsmittel die Ursache des Welthungers ist, ist die Gentechnologie keine Strategie zur Sicherung der Welternährung. Das hohe Risiko der Agro-Gentechnik liegt nicht nur in den unabsehbaren ökologischen Folgen. Auch in der Verschärfung der Abhängigkeiten - durch Patente und Lizenzgebühren für teures Saatgut - und Ungerechtigkeiten, die Armut und Hunger in der Dritten Welt eigentlich zugrunde liegen. Die neue Technologie wird den Strukturwandel im Landbau weiter beschleunigen. Statt eines Endes des Welthungers ist also eher eine Verschlechterung der Versorgungslage vor allem der Armen und der Landbevölkerung in Übersee zu erwarten. Nachhaltigen Schutz vor Hunger bietet - nach Lösung der politischen und sozialen Probleme - nur ein nachhaltiges Agrarsystem, das eine standortangepasste Produktion und den gleichzeitigen Schutz von Böden, Wasser und Klima erlaubt.
Werden Sie aktiv!

Es gibt viele Möglichkeiten für Verbraucher, sich gegen die Gentechnik zu
- Wenn sie Bio-Produkte kaufen, unterstützen Sie eine Landwirtschaft ohne Gentechnik.
- Schließen sie sich einem der vielen Aktionsbündnisse gegen Gentechnik an
- Machen Sie bei Aktionen gegen Gentechnik mit. Termine finden Sie unter
www.keine-gentechnik.de und auf unserer
Termine Seite. - Werden Sie Naturland-Fördermitglied
Weitere Links zum Thema Agro-Gentechnik:
www.gentechnikfreie-regionen.de
www.zivilcourage.ro
www.saveourseeds.org
www.bantam-mais.de
www.mein-nein.de
www.gentechnik-stoppen.de
www.infoXgen.com
www.bioXgen.de
