Naturland fordert Bekenntnis zur Gentechnik-Freiheit Sachsens

ohne gentechnik 250Weisschlitz/Sachsen – Naturland gratuliert der CDU zum Wahlerfolg und fordert von der neuen wie alten Landesregierung ein klares Bekenntnis zur Gentechnik-Freiheit Sachsens sowie zum Öko-Landbau. „Die CDU-Regierung hat in der letzten Legislaturperiode eine klare Positionierung gegen den Einsatz von genetisch veränderten Saatgut auf sächsischen Äckern vermieden“, so Dirk Rudert, Öko-Bauer und Naturland Landesvorsitzender in Sachsen.

„Für die Zukunft des sächsischen Öko-Landbaus stellt die Gentechnik-Freiheit eine Grundvoraussetzung dar. Wir fordern daher, dass sich die neue sächsische Landesregierung auf Landes- und Bundesebene eindeutig gegen Gentechnik ausspricht und sich damit auch klar zum Öko-Landbau bekennt“, unterstreicht Rudert. Auf europäischer- und Bundesebene wird gegenwärtig noch um die Möglichkeit nationaler Anbauverbote gerungen. Die sächsische Landesregierung hat sich hierzu bislang im Bundesrat nicht klar positioniert. Die Gentechnik-Freiheit stellt in der Vermarktung für viele Produkte ein wichtiges Alleinstellungsmerkmal dar.

Wichtiges Signal gegen Brüsseler Pläne zur Reform der EU-Öko-Verordnung

3PM 250Gräfelfing/Potsdam – Naturland begrüßt das klare Nein der deutschen Länderagrarminister zu den Plänen der EU-Kommission für eine Total-Revision der EU-Öko-Verordnung. „Jetzt kommt es darauf an, dass Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt sich bei den Verhandlungen in Brüssel genauso klar und unmissverständlich an die Seite der Öko-Bauern stellt, damit dieser unsinnige Kommissionsentwurf vom Tisch gewischt werden kann“, sagte Hans Hohenester, Öko-Bauer und Naturland Präsidiumsvorsitzender, am Freitag in Gräfelfing.

„Wir brauchen keine neue Verordnung, sondern eine gezielte Weiterentwicklung des bestehenden Rechtsrahmens, um Öko zugleich klarer und einfacher sowie noch sicherer zu machen. Vorschläge hierfür hat die Öko-Branche längst vorgelegt“, unterstrich Hohenester. Der Entwurf der EU-Kommission hingegen genügt diesen Ansprüchen in keinster Weise und hätte weniger statt mehr Öko zur Folge.

Öko-Landbau stärkt Kleinbauern im Kampf gegen den Welthunger

Welternhrung 250Gräfelfing - Naturland warnt davor, die Lösung des Hungerproblems im Export von Lebensmitteln und agrochemiebasierter Landwirtschaft in die armen Regionen der Welt zu suchen. „70 Prozent der weltweiten Ernte wird von Kleinbauern erwirtschaftet. Erfolgreiche Konzepte zur Ernährungssicherung müssen diese Kleinbauern stärken.

Ein wesentlicher Aspekt dabei ist der Öko-Landbau, weil er die Kleinbauern unabhängig macht von teurem Dünger und Pestiziden“, sagte Hans Hohenester, Öko-Bauer und Naturland Präsidiumsvorsitzender, anlässlich des Welternährungstags am 16. Oktober. Damit ist die Unterstützung von Kleinbauern bei der Umstellung auf eine ökologische Wirtschaftsweise ein wesentlicher Beitrag zur Sicherung der weltweiten Ernährungssouveränität. Nach Angaben der Welternährungsorganisation FAO sind weltweit 805 Millionen Menschen akut von Hunger betroffen.

Wichtiges Signal für mehr Bio in Bayern

3PM 250Gräfelfing – Naturland begrüßt die Neugestaltung der Öko-Förderung in Bayern als ein wichtiges Zukunftssignal für die heimische Landwirtschaft. „Der Öko-Landbau trägt mit seinen Leistungen für Umwelt-, Boden- und Gewässerschutz ganz wesentlich zum Erhalt unserer bayerischen Kulturlandschaft bei“, sagte Hubert Heigl, Öko-Bauer und Naturland Landesvorsitzender, am Freitag in Gräfelfing.

Die Bauern könnten diese gesellschaftlichen Mehrleistungen aber nur dann erbringen, wenn ihnen die Mehrkosten auch vergütet werden. „Die geplante Erhöhung der Fördersätze ab 2015 setzt einen wichtigen Anreiz für mehr Öko aus Bayern und ist ein wichtiges Signal für die Zukunftsfähigkeit unserer heimischen Landwirtschaft insgesamt“, unterstrich Heigl.

Niedersächsische Agrarwende ist eine gesellschaftliche Notwendigkeit

3PM 250Verden – Der stellvertretende niedersächsische Naturland Landesvorsitzende Everhard Hüseman fordert die konventionellen Bauernvertreter auf, ihre Verweigerungshaltung gegen die „sanfte Agrarwende“ der Landesregierung endlich aufzugeben und zu einer konstruktiven Haltung zurückzufinden. „Wer das Kupieren von Schweineschwänzen oder das Kürzen von Hühnerschnäbeln allen Ernstes als Tierschutz bezeichnet, der möchte offenbar weiterhin die Tiere für bestehende Haltungssysteme und Größenordnungen ‚passend‘ zurechtstutzen.

Die Gesellschaft ist zu Recht nicht länger bereit, solche Praktiken zu tolerieren“, sagte Hüseman auf der Landesmitgliederversammlung der niedersächsischen Naturland Bauern in Verden.
Der Präsident des Deutschen Bauernverbandes, Joachim Rukwied, hatte unlängst bei einer Veranstaltung vor Bauern in Niedersachsen massiv gegen den Öko-Landbau und die Reformpolitik der grünen Länderagrarminister polemisiert.

Bundesregierung muss Allianz gegen die Totalrevision der EU-Öko-Verordnung schmieden

2014 11 27 deleg 250Gräfelfing – Im Streit um die von Brüssel geplante Totalrevision der EU-Öko-Verordnung warnt Naturland vor falschen Kompromissen zu Lasten der Zukunft des Öko-Landbaus. „Der derzeit diskutierte Vorschlag der italienischen Ratspräsidentschaft ist nicht mehr als ein Scheinkompromiss. An der grundsätzlich falschen Ausrichtung der Brüsseler Pläne ändert sich dadurch gar nichts“, sagte Hans Hohenester, Öko-Bauer und Naturland Präsidiumsvorsitzender, auf der Delegiertenversammlung des Öko-Verbandes am Donnerstag in Gräfelfing.
In einem einstimmig gefassten Beschluss forderten die Naturland Delegierten die Bundesregierung auf, alles daran zu setzen, um bis zur Sitzung des EU-Agrarministerrats am 15. Dezember Allianzen gegen die geplante Totalrevision und für eine Rettung des Öko-Landbaus in Europa zu schmieden. „Die Verbraucher wollen mehr heimisches Öko. Viele Landesregierungen in Deutschland unterstützen dies, indem sie die Rahmenbedingungen für Öko-Bauern verbessern. Diese positiven Ansätze werden aber durch die Entwicklung auf europäischer Ebene komplett konterkariert“, heißt es in dem Beschluss der Naturland Delegiertenversammlung.