Herausragende Führungspersönlichkeit des Öko-Landbaus

hans hohenester sw 250Der Öko-Landbau war sein Beruf und seine Berufung. Seit 26 Jahren Öko-Bauer und Naturland Mitglied, hat Hans Hohenester den Verband als Präsidiumsvorsitzender und in zahlreichen weiteren Ämtern entscheidend geprägt. Auch die Entwicklung des ökologischen Landbaus insgesamt hat er, vor allem in Bayern, wesentlich mit vorangebracht. Nach schwerer Krankheit ist Hans Hohenester am Sonntag im Alter von 59 Jahren im Kreise seiner Familie verstorben.

Dr. Felix Prinz zu Löwenstein, Vorsitzender des Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW) und 16 Jahre lang gemeinsam mit Hans Hohenester Mitglied im Naturland Präsidium, würdigte den Verstorbenen als herausragende Führungspersönlichkeit des ökologischen Landbaus. „Als praktischer Landwirt hat er in hohem Maße Authentizität und Glaubwürdigkeit unserer Bewegung verkörpert“, sagte Löwenstein.

Der am 21. Dezemer von der Bundesregierung verabschiedete Nationale Aktionsplan Wirtschaft und Menschenrechte (NAP) bleibt weit hinter den Erwartungen der Fair-Handels-Organisationen und von 83 Prozent der deutschen Bevölkerung zurück. Deutsche Unternehmen können damit weiter von Menschenrechtsverletzungen in ihren Lieferketten profitieren, ohne rechtliche Konsequenzen fürchten zu müssen.

„Der Nationale Aktionsplan ist eine Enttäuschung. Die Interessen großer Unternehmen sind der Bundesregierung offensichtlich wichtiger, als das Wohlergehen von Menschen in anderen Teilen der Welt, die unsere Alltagsgüter produzieren“, so Armin Massing, Geschäftsführer des Forum Fairer Handel. Im Aktionsplan hat die Bundesregierung die Unternehmen nicht per Gesetz dazu verpflichtet, ihrer menschenrechtlichen Sorgfaltspflicht nachzukommen, sondern sie drückt lediglich eine entsprechende Erwartung aus. Nicht einmal die Unternehmen im Eigentum des Bundes werden zu menschenrechtlicher Sorgfaltspflicht verpflichtet.

Saatgutverteilung 250Anfang Oktober traf Hurrikan Matthew das Land Haiti schwer. Mit der vernichteten Ernten, ist auch das Saatgut verloren gegangen, das traditionell für die kommende Aussaat zurückgelegt wird. Der Bundesverband Naturkost Naturwaren (BNN) und Naturland haben daher die Spendeninitiative „Saatgut Hilfe für Haiti“ ins Leben gerufen, die erfolgreich angelaufen ist.

Bisher sind schon 35.160 Euro zusammengekommen. Einige Tonnen Saatgut konnten dadurch ausgehändigt und damit eine erste Lebensgrundlage für viele Menschen geschaffen werden. Für die anstehende Aussaat wird noch weiteres Saatgut benötigt, weshalb weiterhin Spenden gesammelt werden.

Bundesminister Schmidt muss im EU-Ministerrat auf Aussetzen der Verhandlungen bestehen

EU Organic Logo Colour 250Bioland, Demeter und Naturland begrüßen den Stopp der Verhandlungen zur EU-Ökoverordnung durch das Europäische Parlament. Damit setzt Berichterstatter Martin Häusling das richtige Signal, betonen die drei wichtigsten Bio-Verbände unisono.

Die Verbände fordern nun Bundeslandwirtschaftsminister Schmidt auf, auch im EU-Agrarministerrat am kommenden Montag (12. Dezember) dem Verordnungsvorschlag die Rote Karte zu zeigen.

kenyan delegation 250Zum Auftakt ihrer einwöchigen Deutschlandreise besuchten kenianische Vertreter der Trilateral Tilapia Cooperation die Naturland Zentrale in Gräfelfing zu einem fachlichen Austausch über nachhaltige Fischerei und ökologische Aquakultur.

Auf Einladung von Bundesminister Dr. Gerd Müller bereiste die Delegation in Begleitung mehrerer GIZ-Mitarbeiter (Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit GmbH) vom 26. November bis 4. Dezember verschiedene Anlaufstellen in Deutschland um sich mit Experten über unterschiedliche Aquakultursysteme sowie die Fischerei auszutauschen.

Rund 29 Millionen Weihnachtsbäume werden jährlich in Deutschland verkauft. Der allergrößte Teil stammt aus Weihnachtsbaumkulturen. Nur etwa 15 Prozent aller in Deutschland gehandelten Weihnachtsbäume werden noch von Waldbetrieben verkauft, der Rest kommt von Plantagen. Was viele nicht wissen: Konventionelle Christbaum-Plantagen bedeuten auch Pestizide und viel Mineraldünger und damit eine Belastung von Böden sowie von Grund- und Oberflächengewässern.

Eine gute Alternative sind daher Weihnachtsbäume aus ökologischer Erzeugung. Sie werden ohne jeglichen Mineraldünger- und Pestizideinsatz angebaut.