Erzeuger

Frisches Schnittgras stellt für Wiederkäuer ohne Weidemöglichkeit die wichtigste Sommer-Grundfutterkomponente dar. Konserviert ist es der Hauptrationsbestandteil der Winterfütterung in Form von Silage oder Heu.

Grünland kann zur Schnittnutzung (Konservierung in Form von Heu- und Silage, Frischgrasfütterung im Sommer) oder in Form von Weidehaltung dienen. Es stellt jedoch immer die Futtergrundlage von Wiederkäuern dar. Ökologisch bewirtschaftete Flächen sind reich an verschiedenen Pflanzenarten und bieten damit auch vielen Tieren Anreize, sich anzusiedeln.

 

Frisches Schnittgras stellt für Wiederkäuer ohne Weidemöglichkeit die wichtigste Sommer-Grundfutterkomponente dar. Konserviert ist es der Hauptrationsbestandteil der Winterfütterung in Form von Silage oder Heu.

Grünland kann zur Schnittnutzung (Konservierung in Form von Heu- und Silage, Frischgrasfütterung im Sommer) oder in Form von Weidehaltung dienen. Es stellt jedoch immer die Futtergrundlage von Wiederkäuern dar. Ökologisch bewirtschaftete Flächen sind reich an verschiedenen Pflanzenarten und bieten damit auch vielen Tieren Anreize, sich anzusiedeln.

 

Schnittnutzung

Naturland Öko-Grünland mit KleegrasJe nach Art der Nutzung steigen die Bröckelverluste mit zunehmender Trocknung; vor allem bei Klee-, Kräuter und blattreiche Gräser. Die Grünlandnarbe benötigt eine gewisse Aufmerksamkeit. Narbenschäden dienen Unkräutern als Eintrittspforte und sollten daher vermieden werden, bzw. sofort nachgesät. Im Frühjahr empfiehlt es sich, für einen guten Bodenschluss von aufgefrorenen Flächen durch walzen zu sorgen. Mit einer Wiesenschleppe sollten Maulwurfshügel verteilt werden, so dass das Erntegut nicht durch Erde verschmutzt wird.
Je nach Standort, Düngung und Nutzungsintensität ist die Artenzusammensetzung auf dem Grünland sehr unterschiedlich. Im Ökologischen Landbau wird auf mineralischen Stickstoff-Dünger verzichtet, daher wird sehr auf Leguminosen, wie z.B. Weißklee geachtet. Durch die Anzahl der Schnitte pro Jahr und durch Nachsaat mit verschiedenen Wiesenmischungen kann die Artenzusammensetzung beeinflusst werden.

Für die Wintermonate kann das Futter durch zwei unterschiedliche Verfahren konserviert werden: Die Heugewinnung durch Wasserentzug und die Silagebereitung als Gärung unter Luftabschluss. Aufgrund der extremen Witterungsbedingungen stößt eine Heutrocknung auf immer mehr Interesse, außerdem werden dabei Bröckelverluste verringert. Dabei wird das Heu mit kalter oder auch angewärmter Luft getrocknet. Je nach Anlage kann das Heu lose oder zu Rundballen gepresst eingefahren werden, bei manchen Ausführungen sogar mit einem Wassergehalt von über 65 %. In den Grünlandregionen stehen zum Teil genossenschaftliche Trocknungsanlagen zur Verfügung, in denen das frische Gras mit bis zu 600 °C heißer Luft zu Trocknungsheu oder so genannten Graskobs verarbeitet wird. Bei dieser sehr schnellen (und energieaufwendigen) Konservierungsart bleiben besonders viele Inhaltsstoffe und Vitamine im Futter erhalten.

 

Weidenutzung

Naturland Öko-Kuh auf der WeideDie billigste und artgerechteste Futterquelle im Sommer stellt für Wiederkäuer das Weidegras dar. Die Rationsplanung ist jedoch nicht so exakt wie die bei Stallfütterung. Auch hier stellen Leguminosen eine wichtige Stickstoffquelle dar, es sollte aber auf tritt- und verbissfeste Arten geachtet werden.

Viele Naturland Betriebe praktizieren die so genannte Kurzrasenweide („intensive Standweide"). Hier wird im Gegensatz zur „Portionsweide" nicht täglich die Weide um eine Tagesration langes Gras erweitert, sondern der Herde eine große Fläche mit kurzem (5-7cm) Gras zugeteilt. Ziel ist es, den Weidedruck (Tiere/Fläche) so einzustellen, dass die Tiere in etwa den täglichen Zuwachs auf der Fläche fressen, das Gras also immer gleich lang, bzw. kurz bleibt.

Kurzrasenweiden eignen sich für arrondierte Betriebe mit ausreichenden Niederschlägen, die über die ganze Vegetationsperiode verteilt sein sollten, oder mit Beregnungsmöglichkeit. Die Wuchshöhe des Grases wird regelmäßig gemessen, um die Weidegröße bei Bedarf anzupassen. Ideal wäre die Vollweide, bei der den Tieren während der Hauptvegetationszeit nichts zugefüttert werden muss. Bei Betrieben mit zu wenig hofnahen Flächen steuert man die Aufwuchshöhe der Weide mit der Menge der Zufütterung. Es empfiehlt sich für Vollweidebetriebe generell die saisonale Abkalbung im Winter, da frischmelkende Kühe im Sommer über Weide kaum ausgefüttert werden können. Auf ausreichend viele Tränkebecken (eines pro 2-4 ha) ist zu achten. Neben Einsparungen von Arbeitszeit und Geld für die Futterbergung kommt ein weiterer Vorteil zum tragen: die Dichte der Grasnarbe wird durch den ständigen Verbiss deutlich verbessert. Auch junger Ampfer wird mitgefressen und somit nach und nach verdrängt.

 

Weitere Informationen und Links

Weitere Informationen zur Kurzrasenweide: Betriebsschwerpunkt Milchviehhaltung

Weitere interessante Links der LfL Bayern:

Mehr Milch aus Gras: www.lfl.bayern.de/ite/gruenlandnutzung
Wasserversorgung: www.lfl.bayern.de/ite/gruenlandnutzung
Ampfer-Bekämpfung: www.lfl.bayern.de/ite/gruenlandnutzung/ampfer
Gräser-Bestimmung: www.lfl.bayern.de/iab/gruenland/gräser
Führung und Verbesserung Grünland: www.lfl.bayern.de/ipz/gruenland/verbesserung