Wichtiges Signal für mehr Bio in Bayern

3PM 250Gräfelfing – Naturland begrüßt die Neugestaltung der Öko-Förderung in Bayern als ein wichtiges Zukunftssignal für die heimische Landwirtschaft. „Der Öko-Landbau trägt mit seinen Leistungen für Umwelt-, Boden- und Gewässerschutz ganz wesentlich zum Erhalt unserer bayerischen Kulturlandschaft bei“, sagte Hubert Heigl, Öko-Bauer und Naturland Landesvorsitzender, am Freitag in Gräfelfing.

Die Bauern könnten diese gesellschaftlichen Mehrleistungen aber nur dann erbringen, wenn ihnen die Mehrkosten auch vergütet werden. „Die geplante Erhöhung der Fördersätze ab 2015 setzt einen wichtigen Anreiz für mehr Öko aus Bayern und ist ein wichtiges Signal für die Zukunftsfähigkeit unserer heimischen Landwirtschaft insgesamt“, unterstrich Heigl.

Öko-Landbau stärkt Kleinbauern im Kampf gegen den Welthunger

Welternhrung 250Gräfelfing - Naturland warnt davor, die Lösung des Hungerproblems im Export von Lebensmitteln und agrochemiebasierter Landwirtschaft in die armen Regionen der Welt zu suchen. „70 Prozent der weltweiten Ernte wird von Kleinbauern erwirtschaftet. Erfolgreiche Konzepte zur Ernährungssicherung müssen diese Kleinbauern stärken.

Ein wesentlicher Aspekt dabei ist der Öko-Landbau, weil er die Kleinbauern unabhängig macht von teurem Dünger und Pestiziden“, sagte Hans Hohenester, Öko-Bauer und Naturland Präsidiumsvorsitzender, anlässlich des Welternährungstags am 16. Oktober. Damit ist die Unterstützung von Kleinbauern bei der Umstellung auf eine ökologische Wirtschaftsweise ein wesentlicher Beitrag zur Sicherung der weltweiten Ernährungssouveränität. Nach Angaben der Welternährungsorganisation FAO sind weltweit 805 Millionen Menschen akut von Hunger betroffen.

Landwirtschaft nach Naturland Richtlinien sichert Münchens erstklassige Trinkwasserqualität: Öko-Landbau ist vorausschauender Umwelt- und Gewässerschutz. Deshalb wird das Mangfalltal als Haupteinzugsgebiet für Münchens Trinkwasserversorgung fast vollständig ökologisch bewirtschaftet - weit überwiegend von Naturland Bauern.

Auch die kommunalen Waldflächen in der Region sind Naturland zertifiziert. Die ökologische Nutzung stabilisiert die Böden in ihrer Funktion, Wasser zu speichern und zu filtern. So gilt das Trinkwasser der Münchner zu Recht als eines der saubersten in ganz Europa.

Fair wird Mehrwert für Öko-Bäcker

suedback 250Gräfelfing – Ein Öko-Sortiment ist für Bäckereien und Konditoreien in den vergangenen Jahren zum wichtigen Wettbewerbsvorteil geworden. Zugleich steigt das Interesse der Verbraucher an regional erzeugten und fair gehandelten Produkten. Für all das steht Naturland Fair: Ökologische Produktion, faire Handelsbeziehungen und soziale Verantwortung in der Region werden mit einem Zeichen sichtbar gemacht.

Auf der südback können sich Bäcker und Konditoren vom 18. bis 21.10.2014 am Naturland Stand in Halle 7, Stand 7D18 ausführlich informieren und Kontakte knüpfen. Vor Ort ist auch die Meyermühle aus Landhut, die als führende Öko-Mühle Premiummehl, Backmischungen und Zutaten in Naturland Fair Qualität liefert.

Kaffeeproduzenten aus Burundi suchen einen Markt und finden ein neues Wertesystem

2014 09 21 Fair 250Gräfelfing – Öko-Landbau hat nur dann Zukunft, wenn die Bauern davon leben können. Naturland hat deshalb mit dem Naturland Fair Zeichen eine freiwillige Zusatzzertifizierung geschaffen, die beides – öko und fair – aus einer Hand bietet.

Welchen konkreten Nutzen das für die Bauern bietet, darüber haben sich am Samstag zwei Vertreter von Kaffee-Kleinbauern aus Burundi mit einem Naturland Milchbauern aus Oberbayern ausgetauscht. Dabei wusste der Bayer zu berichten, dass Faire Partnerschaften auch für die Bauern im Norden wichtig sind, während die burundischen Gäste betonten, dass Fair auf Dauer auch im Süden nur mit Öko ein wirkliches Zukunftsmodell ist.

Wichtiges Signal gegen Brüsseler Pläne zur Reform der EU-Öko-Verordnung

3PM 250Gräfelfing/Potsdam – Naturland begrüßt das klare Nein der deutschen Länderagrarminister zu den Plänen der EU-Kommission für eine Total-Revision der EU-Öko-Verordnung. „Jetzt kommt es darauf an, dass Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt sich bei den Verhandlungen in Brüssel genauso klar und unmissverständlich an die Seite der Öko-Bauern stellt, damit dieser unsinnige Kommissionsentwurf vom Tisch gewischt werden kann“, sagte Hans Hohenester, Öko-Bauer und Naturland Präsidiumsvorsitzender, am Freitag in Gräfelfing.

„Wir brauchen keine neue Verordnung, sondern eine gezielte Weiterentwicklung des bestehenden Rechtsrahmens, um Öko zugleich klarer und einfacher sowie noch sicherer zu machen. Vorschläge hierfür hat die Öko-Branche längst vorgelegt“, unterstrich Hohenester. Der Entwurf der EU-Kommission hingegen genügt diesen Ansprüchen in keinster Weise und hätte weniger statt mehr Öko zur Folge.