Der am 21. Dezemer von der Bundesregierung verabschiedete Nationale Aktionsplan Wirtschaft und Menschenrechte (NAP) bleibt weit hinter den Erwartungen der Fair-Handels-Organisationen und von 83 Prozent der deutschen Bevölkerung zurück. Deutsche Unternehmen können damit weiter von Menschenrechtsverletzungen in ihren Lieferketten profitieren, ohne rechtliche Konsequenzen fürchten zu müssen.

„Der Nationale Aktionsplan ist eine Enttäuschung. Die Interessen großer Unternehmen sind der Bundesregierung offensichtlich wichtiger, als das Wohlergehen von Menschen in anderen Teilen der Welt, die unsere Alltagsgüter produzieren“, so Armin Massing, Geschäftsführer des Forum Fairer Handel. Im Aktionsplan hat die Bundesregierung die Unternehmen nicht per Gesetz dazu verpflichtet, ihrer menschenrechtlichen Sorgfaltspflicht nachzukommen, sondern sie drückt lediglich eine entsprechende Erwartung aus. Nicht einmal die Unternehmen im Eigentum des Bundes werden zu menschenrechtlicher Sorgfaltspflicht verpflichtet.

Saatgutverteilung 250Anfang Oktober traf Hurrikan Matthew das Land Haiti schwer. Mit der vernichteten Ernten, ist auch das Saatgut verloren gegangen, das traditionell für die kommende Aussaat zurückgelegt wird. Der Bundesverband Naturkost Naturwaren (BNN) und Naturland haben daher die Spendeninitiative „Saatgut Hilfe für Haiti“ ins Leben gerufen, die erfolgreich angelaufen ist.

Bisher sind schon 35.160 Euro zusammengekommen. Einige Tonnen Saatgut konnten dadurch ausgehändigt und damit eine erste Lebensgrundlage für viele Menschen geschaffen werden. Für die anstehende Aussaat wird noch weiteres Saatgut benötigt, weshalb weiterhin Spenden gesammelt werden.

Bundesminister Schmidt muss im EU-Ministerrat auf Aussetzen der Verhandlungen bestehen

EU Organic Logo Colour 250Bioland, Demeter und Naturland begrüßen den Stopp der Verhandlungen zur EU-Ökoverordnung durch das Europäische Parlament. Damit setzt Berichterstatter Martin Häusling das richtige Signal, betonen die drei wichtigsten Bio-Verbände unisono.

Die Verbände fordern nun Bundeslandwirtschaftsminister Schmidt auf, auch im EU-Agrarministerrat am kommenden Montag (12. Dezember) dem Verordnungsvorschlag die Rote Karte zu zeigen.

kenyan delegation 250Zum Auftakt ihrer einwöchigen Deutschlandreise besuchten kenianische Vertreter der Trilateral Tilapia Cooperation die Naturland Zentrale in Gräfelfing zu einem fachlichen Austausch über nachhaltige Fischerei und ökologische Aquakultur.

Auf Einladung von Bundesminister Dr. Gerd Müller bereiste die Delegation in Begleitung mehrerer GIZ-Mitarbeiter (Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit GmbH) vom 26. November bis 4. Dezember verschiedene Anlaufstellen in Deutschland um sich mit Experten über unterschiedliche Aquakultursysteme sowie die Fischerei auszutauschen.

Bei der diesjährigen Staffel der Sendung "Landfrauenküche" des Bayerischen Rundfunks belegte Anne Leichtenstern vom Naturland Betrieb "Texas Longhorn Ranch" aus Altencreußen den ersten Platz. Sie überzeugte die aus sechs weiteren Landfrauen bestehende Jury mit ihrem Burger vom hofeigenen Texas Longhorn.

Auch mit der Vorspeise konnte die Naturland Bäuerin aus Oberfranken punkten und wurde somit zur Gesamtsiegerin erklärt. Im Restaurant von Alfons Schuhbeck übergab der Profi-Koch höchstpersönlich die Urkunde an die stolze Gewinnerin.

Reese Faires Fruehstueck 250Am 02.12.2016 veranstalteten das Forum Fairer Handel und Hans-Joachim Fuchtel, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), das jährliche „Faire Frühstück“ im Deutschen Bundestag. Parlamentarier/innen nutzten die Gelegenheit, sich aus erster Hand über den Fairen Handel zu informieren.

Naturland Geschäftsführer Steffen Reese verwies auf die notwendige globale Gültigkeit des Fairen Handels:„ Bäuerinnen und Bauern, die beispielsweise Kakao in Südamerika produzieren, haben ein Anrecht, fair behandelt zu werden – wie auch beispielsweise heimische Milchviehbetriebe. Mit einer öko-fairen Landwirtschaft muss das Dumping der Erzeugerpreise beendet werden, global wie lokal!“