header Rooibos

Naturland Fair

Best Practice für eine zukunftsfähige Landwirtschaft

dwp artikelDie dwp eG Fairhandelsgenossenschaft aus Ravensburg gehört zu den Partnern, die sich in besonderem Maße für die Entwicklung der Naturland Fair Richtlinien eingesetzt haben. Ihre globalen Fair Trade Produkte fördern Kleinbauern im Süden ebenso wie kleine landwirtschaftliche Betriebe im Norden. Sie stehen für die Vision von einer Landwirtschaft der Zukunft, in der öko und fair weltweit eine starke Einheit bilden.

Für dwp-Vorstand Thomas Hoyer bietet Naturland Fair drei wesentliche Vorteile. Zum einen können sich Kleinbauern aus dem Süden nun aus einer Hand und damit kostengünstig öko und fair zertifizieren lassen. Zum anderen gibt der steigende Anteil öko und fairer Rohstoffe Fairhandelsorganisationen wie dwp die Möglichkeit, ihre Produkte noch fairer zu gestalten, indem sie bewusst Öko-Zutaten durch Zutaten in Naturland Fair-Qualität ersetzen. Und dann ist da noch ein ganz neues Feld entstanden: die Möglichkeit nämlich, Synergieprodukte mit Zutaten aus Nord und Süd zu entwickeln. dwp hat hier bereits zahlreiche Beispiele in seinem Sortiment wie Apfel-Mango-Mark, Pesto-Variationen oder eben die neuen Müsli-Sorten. Aber es entstehen auch langfristig angelegte Kooperationen wie mit den Milchwerken Berchtesgadener Land, die ihre Öko-Fruchtjoghurts und Alpenzwerg Öko-Schokomilch seit vergangenem Jahr mit Naturland Fair zertifiziertem Rohrohrzucker von dwp und deren Handelspartner Manduvira aus Paraguay süßen.

Naturland Bauern gesucht
„Unser Schwerpunkt ist und bleibt die Förderung von Partnern im Süden“, betont Thomas Hoyer. „Aber wir bauen auch zunehmend Kontakte zu bäuerlichen Landwirtschaftsbetrieben in Deutschland auf, um gemeinsam Neues zu entwickeln.“ Der Naturland Hof Schaffer aus dem hessischen Klein-Zimmern ist ein gutes Beispiel. Von dort bezieht dwp seit einiger Zeit Kürbiskerne, die für Nord-Süd-Produkte verwendet werden: Dazu gehören die Kürbiskerne in Vollmilchschokolade mit Kakao aus lateinamerikanischen Kooperativen, Rohrohrzucker von Manduvira aus Paraguay und Vollmilchpulver von den Milchwerken Berchtesgadener Land, aber auch Kürbiskern Pesto mit Naturland Fair zertifiziertem Olivenöl aus Palästina. „Diese Art von Synergien wollen wir ausbauen und suchen dafür weitere Bauern aus dem Norden“, erklärt der dwp-Vorstand. „Unter anderem brauchen wir mehr Getreide für Müsli, Gebäck und Nudeln oder Kräuter und Tomaten für unsere Feinkostprodukte und Saucen. Aber auch Wein könnte für uns künftig durchaus interessant sein.“

Gewinn für alle Beteiligten
Nicht immer handelt es sich dabei um große Mengen. Deshalb sollte es aus Thomas Hoyers Sicht mehr Austausch zwischen Naturland Fair Partnern geben, damit sie gemeinsam ausreichende Chargen an Naturland Fairen Rohstoffen abnehmen können. „Während unser Bedarf für einen Kräutergärtner eher groß ist, sind wir für einen Getreidebauern oft ein zu kleiner Abnehmer“, erklärt er. „Bündeln jedoch mehrere Verarbeiter ihre Nachfrage, bekommen die Bauern Planungssicherheit und profitieren von einer höchstmöglichen Wertschöpfung beim Anbau ihrer Ernteprodukte.“ Angesichts des Konkurrenzdrucks durch die Agrarindustrie ist die Umstellung auf Naturland Fair für kleinere landwirtschaftliche Betriebe in Deutschland ein verlässlicher Weg in die Zukunft. Die gesellschaftliche Verantwortung, die damit einhergeht, kann ganz verschieden aussehen. Der Gutshof Warstein aus Nordrhein-Westfalen beispielsweise wird diesem wesentlichen Aspekt der Zertifizierung gerecht, indem er Menschen mit Handicap beschäftigt, CO2 neutral wirtschaftet und sich durch Züchtung der vom Aussterben bedrohten Rinderrasse „Rotes Höhenvieh“ für den Erhalt der Artenvielfalt einsetzt.

Vegan wird zum Thema
Im neuen Produktkatalog von dwp hat Naturland Fair einen großen Stellenwert. Das Teesortiment beispielsweise ist nahezu komplett nach den Verbandsrichtlinien zertifiziert, und wo immer es geht werden in allen Sortimentsbereichen Naturland Faire Zutaten bevorzugt. Gleichzeitig tragen die Produktentwickler verstärkt dem Verbrauchertrend der veganen Ernährung Rechnung. Vieles aus dem umfangreichen dwp-Sortiment wie zum Beispiel Olivenöl, Kaffee, Tee, Kokosmilch oder Trockenfrüchte enthält ohnehin keine tierischen Inhaltsstoffe. Und bei besonders verkaufsstarken Produkten gibt es inzwischen auch vegane Alternativen. Einen besonderen Stellenwert hat das Thema jedoch im Feinkostbereich, wo sämtliche Saucen und Gewürzpasten, getrocknete Tomaten und Olivenprodukte, aber auch ein Großteil der Pesti und Aufstriche vegan hergestellt und entsprechend ausgelobt werden.

Auch für Naturland Bauern aus dem Norden gibt es zahlreiche Möglichkeiten, sich einzubringen. Bei Interesse wenden Sie sich bitte an
Agnes Bergmeister, Naturland Fair Ansprechpartnerin für Erzeuger in Deutschland

Email: a EP_DOT bergmeister EP_AT naturland EP_DOT de
Tel: 089-898082-89