Verbraucher
Ein Netzwerk von mehr als 200 Biohöfen

Von Apfelanbau über Rosenzucht bis Ziegenhof – In Deutschland wirtschaften mehr als 23.000 Betriebe nach ökologischen Richtlinien. Aus dieser Vielfalt hat das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft 242 Biohöfe zu Demonstrationsbetrieben ernannt, darunter 40 Naturland Höfe. Diese Biobetriebe öffnen ihre Türen für alle Interessierten sowie die Presse und zeigen wie der Ökolandbau in der Praxis funktioniert.

Das Angebot richtet sich an Fachleute genauso wie an Vereine oder Schulklassen. Die Biohöfe bieten in der Regel Hof- und Feldführungen und führen auch Veranstaltungen zu speziellen Fragestellungen durch. Eine Koordinationsstelle unterstützt Besuchergruppen bei der Betriebsauswahl, informiert über die Schwerpunkte der Höfe und berät die Presse bei Recherchen und Anfragen.


Weitere Informationen:

www.demonstrationsbetriebe.de
www.bio-live-erleben.de


Kontakt:

Koordinationsstelle Demonstrationsbetriebe
Ökologischer Landbau
Tel: 0228 - 41 00 28 - 3
E-Mail: info EP_AT demonstrationsbetriebe EP_DOT de

 

Hier einige der Naturland Demonstrationsbetriebe im Kurzporträt:

Der Betrieb von Heinrich und Peter Blank liegt an der nord-östlichen Grenze des Bodensee-Obstanbaugebietes. Im Herbst 1993 haben sie sich entschieden, ihren zuvor konventionellen Obstanbau auf biologische Anbauweise umzustellen.

Die Betriebsfläche steigerte sich in der Zwischenzeit auf mehr als 20 Hektar.

Der landwirtschaftliche Familienbetrieb Asbacherhof befindet sich am Rande des Nördlinger-Rieses auf der Monheimer Alb, dem Grenzgebiet zwischen schwäbischer und fränkischer Alb.

Hier ist vor 15 Millionen Jahren ein Meteorit eingeschlagen. Die Böden rund um den Asbacherhof sind daher stark vom Zeitalter des Jura und dem Ries-Auswurf geprägt.

Als Amadé „Mogli“ Billesberger 2007 den Betrieb von seinem Vater gepachtet hatte, wusste noch keiner, wie vielseitig sich der Hof in den nächsten Jahren entwickeln würde.

Vorher wurden die Flächen noch von konventionellen Nachbarn bearbeitet, aber für den jungen Betriebsleiter war sofort klar: Er wird den Hof wieder bewirtschaften – und zwar ökologisch!

Im Naturpark Wildeshauser Geest liegt der Biohof Bakenhus, der seit 1997 nach Naturland Richtlinien ökologisch bewirtschaftet wird.
Der OOWV, Oldenburgisch Ostfriesischer Wasserverband, hat den Hof gekauft, um die Auswirkungen von Bewirtschaftungsänderungen insbesondere der ökologischen Bewirtschaftung zu erforschen und den Nitratgehalt im Grundwasser zu senken.

Markenzeichen des im Jahr 1991 gegründeten Unternehmens war von Anfang an die Umstellung des gesamten Landwirtschaftsbetriebes der alten LPG Vachdorf auf ökologischen Landbau und damit das Einschlagen völlig neuer Wege bei der Schaffung alternativer Produktionsstrukturen in der Landwirtschaft.

Ziel war es dabei, in unserem wirtschaftlich benachteiligtem Naturraum standortgerecht zu produzieren, nachhaltig und naturnah zu wirtschaften,

Das Rindergut Apenburg liegt inmitten der Altmark im Nordwesten von Sachsen-Anhalt. Durchzogen von Bachläufen, Mischwäldern, Wiesen und Ackerflächen gehört die Region zu den am dünnsten besiedelten Gebieten Deutschlands.
1993 übernahm der heutige Besitzer Paul-Werner von der Schulenburg den landwirtschaftlichen Betrieb seiner Familie und wirtschaftet seitdem ökologisch.

Die Agrargenossenschaft Großzöbern liegt im sächsischen Vogtland zwischen Plauen und Hof. Die über 1200 Hektar große Betriebsfläche erstreckt sich über mehrere Dörfer. 2001 stellte der Betrieb auf ökologischen Landbau um und schloss sich dem Naturland-Verband an.
Schwerpunkte sind die Milchviehhaltung und die Marktfruchtproduktion. Ein weiterer Produktionszweig ist die Saatgutvermehrung. Daneben wird eine Biogasanlage zur Energieerzeugung betrieben.

Das Naturland-Weingut Seck liegt im Herzen des Weinanbaugebietes Rheinhessen, 25 Kilometer südlich von Mainz, im Weindorf Dolgesheim, wo seit über 1.200 Jahren Wein angebaut wird.
Das moderne Weingut am Dorfrand wurde 2007 auf ökologische Bewirtschaftung umgestellt.

Als Integrationsbetrieb bietet der Hof 18 Mitarbeitern mit Behinderungen in der ökologischen Landwirtschaft oder in den nachgeordneten Aufgabenfeldern einen Arbeitsplatz. Der Naturland Betrieb hält Zucht- und Mastschweine, eine kleine Mutterkuhherde und circa 400 Legehennen.

Neben den sechs betriebseigenen Pferden, die unter anderem zu therapeutischen Zwecken eingesetzt werden, wird eine von der Deutschen Reiterlichen Vereinigung anerkannte Pensionspferdehaltung betrieben.

Maria und Martin Büning kauften 1990 den landwirtschaftlichen Betrieb im nördlichen Münsterland. Der in einer parkähnlichen Landschaft liegende Gutshof wird nach Naturland-Richtlinien bewirtschaftet.
Die Bünings halten verschiedene Haustierrassen zur Fleischerzeugung. Einige davon zählen zu bedrohten Rassen, die der Betrieb als so genannter „Arche-Hof“ züchtet und vor dem Aussterben schützen will.