Mit 1,14 Milliarden Euro erzielte der Faire Handel in Deutschland 2015 einen neuen Rekordumsatz. Eine Ursache dafür sind neue Käufergruppen, die zu fair gehandelten Produkten greifen. Das gab das Forum Fairer Handel, der Verband des Fairen Handels in Deutschland, auf seiner Jahrespressekonferenz am Donnerstag (25.08.) in Berlin bekannt.

Naturland ist Mitglied im Forum Fairer Handel, das sich als die politische Stimme der Fair-Handels-Bewegung in Deutschland versteht.

Naturland, Bioland und Demeter: EU-Agrargelder jetzt zugunsten von Umwelt, Tier- und Klimaschutz umwidmen

Hans Hohenester 250Mainz/Darmstadt/Gräfelfing, 17. August 2016. Bioland, Demeter und Naturland fordern die Bundesregierung auf, jetzt 15 Prozent der Agrar-Direktzahlungen der 1. Säule zugunsten von Umwelt, Tier- und Klimaschutzmaßnahmen in die 2. Säule umzuschichten. Dieser Spielraum der Gemeinsamen EU-Agrarpolitik (GAP) muss genutzt werden, um die nationalen Umwelt-, Klima- und Nachhaltigkeitsziele zu erreichen und die Einkommen nachhaltig wirtschaftender Betriebe langfristig zu sichern.

Für eine Agrarwende hin zu mehr Nachhaltigkeit ermöglicht es die EU, 15 Prozent der Agrar-Direktzahlungen aus der 1. Säule für gezielte Agrarumweltmaßnahmen in die 2. Säule umzuschichten. In Deutschland werden bisher nur 4,5 Prozent umgewidmet. So verpasst die Bundesregierung bislang die Chance, wichtige Ziele ihrer Umwelt-, Klima- und Nachhaltigkeitsstrategien umzusetzen.

Landwirtschaftsministerin Priska Hinz zeichnet erfolgreiche Rinderzucht aus

hessen staatsehrenpreis 250Die hessische Landwirtschaftsministerin Priska Hinz besuchte den Naturland Betrieb Eselsmühle in Lohra, um den Betriebsleitern Claudia und Dieter Hoffarth persönlich den Staatsehrenpreis für eine besonders erfolgreiche Rinderzucht zu überreichen. „Die Tierzucht ist vorbildlich und der Betrieb ist in seiner vielseitigen Struktur ein innovativer ökologischer Betrieb und somit beispielhaft für den ökologischen Landbau in Hessen“, würdigte Priska Hinz die Arbeit der Familie Hoffarth.

Der Betrieb im Landkreis Marburg-Biedenkopf wird damit für sein langjähriges Engagement in der nachhaltigen Nutztierhaltung ausgezeichnet. Familie Hoffarth betriebt seit Anfang der 90er Jahre eine erfolgreiche Angus-Rinderzucht, die auf zahlreiche Prämierungen und Körungen zurückblicken kann.

Heiveld Gruppe 250Seit vielen Jahren bauen in Südafrika Kleinbauern der Kooperative Heiveld Rooibos-Tee nach Naturland Richtlinien an. Seit Ende 2015 unterstützt ein Zusammenschluss mehrerer Partner die Rooibos-Kooperative dabei, die 2.549 ha große Blomfontein-Farm zu kaufen.

Heiveld benötigt Unterstützung, um das Land ihrer Vorfahren zu erwerben und so zur Existenzsicherung vieler Familien beizutragen, nachhaltigen Bio-Rooibos-Tee anbauen zu können und die einmalige Landschaft und Artenvielfalt erhalten zu können. Für die Kleinbauern von Heiveld ist der Landkauf ein bedeutender Schritt in eine selbstbestimmte Zukunft. Schon jetzt ist enorm viel gesammelt worden.

Workshop auf Einladung von Naturland und der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL)

16 Forellenteichanlage 250Auf gemeinsame Einladung der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL) und Naturland diskutierten am Donnerstag, den 28. Juli, Experten aus Behörden, Verbänden, Forschungseinrichtungen und Öko-Kontrollstellen aus ganz Deutschland über die gegenwärtige Situation und drängende Zukunftsfragen im Bereich der Ökologischen Aquakultur.

Dabei ging es unter anderem um die problematischen rechtlichen Rahmenbedingungen, in der sich die Öko-Teichwirte durch die Revision der EU-Öko-Verordnung befinden und die Förderungen im Rahmen des Europäischen Meeres- und Fischereifonds (EMFF).

Erste Bundesländer haben mit der Umsetzung des Europäischen Meeres- und Fischereifonds (EMFF) begonnen. Der Fond soll die Finanzierung der zukünftigen Gemeinsamen Fischereipolitik unterstützen und zur Umsetzung der Ziele der reformierten Gemeinsamen Fischereipolitik sowie der integrierten Meerespolitik beitragen.

Mit dem EMFF soll eine ökologisch nachhaltige, wettbewerbsfähige und innovative Aquakultur und Fischerei vor dem Hintergrund der Gemeinsamen Fischereipolitik gefördert werden. Erstmalig ist damit auch die Umstellung auf ökologische Aquakultur förderfähig.