Öko-Landbau endet nicht auf dem Acker oder an der Stalltür. Erst wenn die Bauern ihre Erzeugnisse auch zu einem angemessenen Preis verkaufen können, wird Öko zu einem wirklich nachhaltigen Erfolg. Damit das gelingt, gibt es neben dem Naturland Verband auch zwei Naturland Marktorganisationen, die Marktgesellschaft und die Marktgenossenschaft. In ihnen haben sich Naturland Bauern zusammengetan, um die Vermarktung ihrer Erzeugnisse zu organisieren. 

Die ältere der beiden Organisationen, die Naturland Marktgesellschaft, feiert in diesem Jahr ihr 25-jähriges Bestehen. Schon früh war sie als produktübergreifende und bundesweite Erzeugergemeinschaft tätig. Seit fast 22 Jahren steht Jörg Große-Lochtmann an der Spitze des Unternehmens, das heute den Namen „Marktgesellschaft der Naturland Bauern AG“ trägt.

Naturland Fair auf der Fair Handels Messe Bayern in Augsburg

FairHandelsMesseBayern250Immer mehr Label weisen Produkte als nachhaltig aus. Echte Nachhaltigkeit entsteht aber nur dann, wenn Produkte ökologisch erzeugt und fair gehandelt wurden. Beides vereint Naturland Fair seit 2010 in einem Zeichen. Wie das konkret wirkt, von Lateinamerika über die Türkei bis ins Voralpenland, macht Naturland auf der Fair Handels Messe Bayern am 15. und 16. Juli in Augsburg erlebbar.

Wie Nord und Süd zusammenkommen und welchen konkreten Nutzen die Erzeuger davon haben, zeigt sich an einem Produkt wie den Naturland Fair zertifizierten schokolierten Haselnüssen der Fair-Handelsgenossenschaft dwp eG. Auf der Fair Handels Messe Bayern beleuchtet Naturland u.a. dieses Beispiel und zeigt die ganze Vielfalt öko-fairer Produkte aus Nord und Süd.

„Dresdner Erklärung“: Öko-Erzeugerverbände werfen Schmidt mangelnde Glaubwürdigkeit vor

Felix Loewenstein 250Der Agrarhaushalt der Bundesregierung für das kommende Jahr ist aus Sicht der Öko-Branche von mangelndem Ehrgeiz und fehlenden Zukunftsperspektiven geprägt. Der Entwurf, der vom Bundeskabinett verabschiedet wurde, biete „keine Antworten auf die Krise der deutschen Landwirtschaft“, kritisierte Felix Prinz zu Löwenstein, BÖLW-Vorsitzender und langjähriges Naturland Präsidiumsmitglied. Die im BÖLW zusammengeschlossenen Öko-Erzeugerverbände verabschiedeten am Donnerstag (7. Juli) in Dresden eine gemeinsame Erklärung zu dem Haushaltsentwurf.

Darin werfen die Verbände, darunter Naturland, Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt mangelnde Glaubwürdigkeit in seinem Engagement zur Ausweitung des Öko-Landbaus vor. Hintergrund ist, dass Schmidt zwar einerseits eine „Zukunftsstrategie Ökologischer Landbau“ angekündigt hat, um das Ziel von 20 Prozent Öko-Landbau zu erreichen, genau dafür aber nun im Haushalt keine neuen Mittel zur Verfügung stellt, obwohl der Agraretat insgesamt um 300 Millionen Euro ansteigen soll.

95 Prozent aller Reisenden lesen Gäste-Bewertungen im Internet, bevor sie ihre Buchungsentscheidung treffen. Die Meinung von anderen Gästen für die eigene Urlaubsplanung war nie so wichtig wie heute.

Deshalb verleiht der Landesverband „Bauernhof- und Landurlaub Bayern e.V.“ dieses Jahr zum erste Mal den „Goldenen Gockel“ an bayerische Ferienhöfe, die von den Urlaubern als besonders gastfreundlich beurteilt wurden. Landwirtschaftsminister Helmut Brunner überreichte die Preise an die insgesamt 25 prämierten Ferienhöfe, darunter auch zwei Naturland Betriebe.

Naturland fordert zum Welttag der Schokolade am 7. Juli ein Umdenken im Kakaoanbau

Kakaobauer klein bearbeitet 1116 Tafeln Schokolade verdrückt jeder Deutsche im Durchschnitt pro Jahr. Gerade einmal rund zweieinhalb Tafeln davon sind Öko und Fair. Die Kleinbauern, die über 90 Prozent des weltweit erzeugten Kakaos anbauen, leben zumeist in bitterer Armut. Schlagzeilen wie süße Schokolade und bittere Bohnen haben die Verbraucher aufgeschreckt und daher wird Schokolade immer häufiger mit verschiedenen konventionellen Nachhaltigkeitssiegeln beworben. Eine wirkliche Alternative bietet aber nur der ökologische Anbau in Verbindung mit fairem Handel.

„Nachhaltig ist Kakaoanbau erst dann, wenn das Anbausystem ökologisch ist und der Kakao fair gehandelt wird, so dass die Bauern von den paar Hektar Land, das sie haben, leben können. Alles andere ist Augenwischerei und führt Verbraucher in die Irre,“ betont Naturland Präsident Hans Hohenester anlässlich des Welttages der Schokolade am 7. Juli.

Internationaler Bioweinpreis: 51 Naturland Weine ausgezeichnet – Vier Mal Großes Gold

Bioweinpreis 250Die hohe Qualität von Naturland Weinen ist beim 7. Internationalen Bioweinpreis eindrucksvoll bestätigt worden. Gleich neun Naturland Weingüter waren in diesem Jahr ganz vorne mit dabei. Für ihre Weine konnten sie insgesamt 51 der begehrten Auszeichnungen einstreichen, darunter auch vier Mal die Spitzenprämierung Großes Gold. „Dieser große Erfolg bei einem der bedeutendsten internationalen Wettbewerbe für Öko-Wein ist Ausdruck des generell hohen Qualitätsniveaus der Naturland-Winzer“, sagte der Naturland Präsidiumsvorsitzende Hans Hohenester in Gräfelfing.

Der Internationale Bioweinpreis wird seit 2009 von der WINE System AG in Frasdorf ausgerichtet. In diesem Jahr bewertete die Jury aus professionellen Verkostern 1.063 Bio-Weine aus 23 Ländern der Erde. Davon kamen 465 Weine aus Deutschland.