Wald & Holz
Ökologische Waldnutzung

Ein Drittel der Fläche Deutschlands ist bewaldet. Gerade in unserem dicht besiedelten Land haben Wälder eine große Bedeutung für Mensch und Natur:
- Wälder stellen auf den allermeisten Standorten die natürliche Vegetationsform dar und bieten Lebensraum für die eine vielfältige Flora und Fauna;
- sie regulieren den Wasserhaushalt, sichern die Trinkwasserversorgung und schützen vor Erosion, Steinschlag und Lawinen;
- sie beeinflussen nicht nur Luft und Klima positiv sondern auch das Wohlbefinden des Ruhe und Erholung suchenden Menschen;
- sie liefern den nachwachsenden und kohlendioxidneutralen Rohstoff Holz und sichern Arbeitsplätze gerade in strukturschwachen Gegenden.

… und doch ist etwas faul im deutschen Wald, denn
- naturnah ist unser Wald nur selten: statt standortheimischer Laubwälder dominieren heute vielerorts standortsfremde Nadel- oder Nadelmischwälder;
- dem Wald wird viel zugemutet: z.B. Trockenlegung der Auwälder, Stickstoffdusche aus Landwirtschaft und Verkehr und überhöhte Wildbestände;
- maschinengerecht und hochproduktiv soll er sein, statt vielfältig: der Rohstoffhunger der hochtechnisierten Holzwirtschaft geht vor Stabilität, Qualität, Ästhetik und Naturschutz im Wald

Naturland will gegensteuern und Verantwortung gegenüber Mensch und Natur bei der Waldbewirtschaftung fördern.
Wald ökologisch bewirtschaften heißt:
- strukturreiche naturnahe Wälder aus standortheimischen Baumarten wiederherstellen bzw. erhalten
- natürliche Waldverjüngung anstreben und waldverträgliche Wilddichten schaffen
- Waldboden sowie Flora und Fauna schonen bei Erschließung und Bewirtschaftung
- natürliche Artenvielfalt und die dazu notwendigen Strukturen, wie z.B. alte Bäume oder starkes Totholz schützen
