Zusammen mit seinen Partnern Fairtrade International und dem Forum Fairer Handel, in dem auch Naturland Mitglied ist, investiert das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) in einen Hilfsfonds. Mit über 13 Millionen Euro werden nachhaltig produzierende kleinbäuerliche Betriebe in Entwicklungsländern unterstützt, um in der Corona-Krise Jobs zu erhalten.

Die Initiative ist ein wichtiges Beispiel für eine gelungene Kooperation von zivilgesellschaftlichen Akteuren und dem BMZ. Bundesentwicklungsminister Dr. Gerd Müller: „Corona macht deutlich, wie eng wir auf der Welt verbunden und wie verwundbar wir sind. Die Ärmsten in den Entwicklungs- und Schwellenländern brauchen unsere Solidarität – erst recht in Krisenzeiten. Ich bin dankbar, dass es uns gemeinsam mit unseren langjährigen Partnern im Fairen Handel gelungen ist, nachhaltig produzierende kleinbäuerliche Betriebe schnell zu unterstützen.“

Naturland zu GAP-Verhandlungen im Europäischen Rat und Parlament

hubert heigl 250Gräfelfing, 16.10.2020 – In Brüssel wird Anfang der Woche über die künftige Ausrichtung der gemeinsamen europäischen Agrarpolitik (GAP) entschieden. Der Öko-Verband Naturland fordert vom EU-Parlament, dem EU-Agrarrat und der deutschen Ratspräsidentschaft endlich klare Signale für eine enkeltaugliche Landwirtschaft. Sonst droht ein jahrelanger Stillstand - und damit mehr Artensterben, mehr Höfesterben und weniger Klimaschutz.

„Der Umbau der Landwirtschaft ist lange überfällig und die EU-Kommission hat mit ihrem Green Deal auch die richtige Richtung vorgegeben. Aber der Umbau wird nicht gelingen, wenn die GAP nicht wirklich an den Zielen des Green Deals ausgerichtet ist. Und da reicht das, was bislang an Vorschlägen auf dem Tisch liegt, bei weitem nicht aus“, sagte Naturland Präsident Hubert Heigl am Freitag in Gräfelfing mit Blick auf die bevorstehenden Abstimmungen im EU-Agrarrat und im EU-Parlament.

Elisabeth Peters Naturland AHV

Seit Anfang September hat Elisabeth Peters die Leitung des AHV-Bereichs bei Naturland übernommen. In dieser Funktion wird sie den Bereich Gastronomie bei Naturland weiterentwickeln und eine stärkere Positionierung von Bio-Lebensmitteln in der Außer-Haus-Verpflegung (AHV) unterstützen.

"Wir freuen uns sehr, dass wir mit Elisabeth Peters eine Gastronomieexpertin und erfahrene Netzwerkerin für unser Team gewinnen konnten", sagt Michael Stienen, Geschäftsführer der Naturland Zeichen GmbH. "Mit ihrer Fachkompetenz im Bereich Außer-Haus-Verpflegung und insbesondere in der Betriebsgastronomie ist Elisabeth Peters eine Bereicherung für Naturland."

 

Das Zusammenspiel von Mensch und Natur im Ökologischen Landbau war für Friedrun Sachs ein besonderes Herzensanliegen. Seit 15 Jahren hat sie sich für Naturland höchst engagiert und motiviert eingesetzt – den Bereich Naturland Fair ins Leben gerufen und geführt.

Im Februar diesen Jahres wurde sie mit Krebs diagnostiziert. Im engsten Familienkreis ist Friedrun am Sonntag den 30. August im Alter von 58 Jahren verstorben.

Naturland zur Länder-Agrarministerkonferenz am 23.-25.09. in Weiskirchen

hubert heigl 250Gräfelfing – Naturland sieht Bund und Länder in der Pflicht, die Pläne für ein freiwilliges deutsches Tierwohlkennzeichen zu beerdigen und auf eine europäische Lösung zu setzen. Denn spätestens seit der Europäischen Agrarministerkonferenz Ende August in Koblenz ist klar, dass die Mehrheit der EU-Mitgliedsstaaten und die EU-Kommission ein europäisches Tierwohlkennzeichen wollen.

Mit der Eier-Kennzeichnung existiert schon heute eine erfolgreiche, im Markt erprobte Systematik. Diese müsse jetzt auf eine verpflichtende europäische Kennzeichnung für Fleisch übertragen werden, forderte der Naturland Präsident Hubert Heigl. 

Die ökologische Land- und Lebensmittelwirtschaft in Bayern hat eine neue Botschafterin: Annalena I. wurde am Sonntag, 20. September in Vilsbiburg von Hubert Heigl, Naturland Präsident und erster Vorsitzender der Landesvereinigung für den ökologischen Landbau in Bayern e.V. (LVÖBayern) feierlich zur Bayerischen Bio-Königin gekrönt.
Annalena I. hat für ihre zweijährige Amtszeit ein klares Ziel: „Als bayerische Bio-Königin liegt es mir am Herzen, den Menschen in Bayern zu zeigen: Die Arbeit der Bio-Bäuerinnen und Bio-Bauern und der gesamten Bio-Branche ist wertvoll für uns alle. Und: Bio aus Bayern schmeckt einfach gut!“