Naturland fordert zum Welttag der Schokolade am 7. Juli ein Umdenken im Kakaoanbau

Kakaobauer klein bearbeitet 1116 Tafeln Schokolade verdrückt jeder Deutsche im Durchschnitt pro Jahr. Gerade einmal rund zweieinhalb Tafeln davon sind Öko und Fair. Die Kleinbauern, die über 90 Prozent des weltweit erzeugten Kakaos anbauen, leben zumeist in bitterer Armut. Schlagzeilen wie süße Schokolade und bittere Bohnen haben die Verbraucher aufgeschreckt und daher wird Schokolade immer häufiger mit verschiedenen konventionellen Nachhaltigkeitssiegeln beworben. Eine wirkliche Alternative bietet aber nur der ökologische Anbau in Verbindung mit fairem Handel.

„Nachhaltig ist Kakaoanbau erst dann, wenn das Anbausystem ökologisch ist und der Kakao fair gehandelt wird, so dass die Bauern von den paar Hektar Land, das sie haben, leben können. Alles andere ist Augenwischerei und führt Verbraucher in die Irre,“ betont Naturland Präsident Hans Hohenester anlässlich des Welttages der Schokolade am 7. Juli.

Internationaler Bioweinpreis: 51 Naturland Weine ausgezeichnet – Vier Mal Großes Gold

Bioweinpreis 250Die hohe Qualität von Naturland Weinen ist beim 7. Internationalen Bioweinpreis eindrucksvoll bestätigt worden. Gleich neun Naturland Weingüter waren in diesem Jahr ganz vorne mit dabei. Für ihre Weine konnten sie insgesamt 51 der begehrten Auszeichnungen einstreichen, darunter auch vier Mal die Spitzenprämierung Großes Gold. „Dieser große Erfolg bei einem der bedeutendsten internationalen Wettbewerbe für Öko-Wein ist Ausdruck des generell hohen Qualitätsniveaus der Naturland-Winzer“, sagte der Naturland Präsidiumsvorsitzende Hans Hohenester in Gräfelfing.

Der Internationale Bioweinpreis wird seit 2009 von der WINE System AG in Frasdorf ausgerichtet. In diesem Jahr bewertete die Jury aus professionellen Verkostern 1.063 Bio-Weine aus 23 Ländern der Erde. Davon kamen 465 Weine aus Deutschland.

Starkes Signal für den Schutz von Menschen- und Arbeitsrechten weltweit

2016 WLT Briefkasten 250

20.000 Menschen haben in den vergangenen Wochen in Briefen an Bundeskanzlerin Merkel verbindliche menschenrechtliche Sorgfaltspflichten für deutsche Unternehmen im Ausland gefordert. Die Briefaktion fand im Rahmen der Kampagne „Mensch. Macht. Handel. Fair.“ des Forum Fairer Handel und des Weltladen-Dachverbandes statt. 

„Die Einführung einer verbindlichen unternehmerischen Sorgfaltspflicht ist längst überfällig. Das Thema genießt allgemein einen starken Rückhalt in der Bevölkerung“, betont Armin Massing, Geschäftsführer des Forum Fairer Handel, dem auch Naturland als Mitgliedsverband angehört.

Naturland unterstützt Kinderprogramm beim Tollwood-Festival in München

Tollwood2016 250Unter dem Motto „Dein blaues Wunder!” widmet sich das Münchener Kulturfestival Tollwood in diesem Sommer dem Meer als Quelle allen Lebens. Passend dazu dreht sich auch im Kinderprogramm des Festivals, das von Naturland als offiziellem Partner unterstützt wird, alles rund um die Ozeane.

Das Sommer Tollwood 2016 findet vom 29. Juni bis 24. Juli im Münchner Olympiapark Süd statt. Das Kulturfestival mit bio-zertifizierter Gastronomie versteht sich als Forum für Ökologie und Umweltbewusstsein. Naturland unterstützt bereits seit 2008 das Tollwood Kinderprogramm.

Öko-Pionier und Naturland Partner der ersten Stunde

HR.STOCKER 250Siegfried Stocker (Foto: privat)Mehl, Wasser und Salz, dazu vielleicht ein paar Gewürze: Mehr braucht ein gutes Brot nicht. Bereits Ende der 1970er Jahre formulierte Siegfried Stocker den Anspruch, dass die Brote der Münchner Hofpfisterei nur aus möglichst naturbelassenen Rohstoffen zu backen seien. Das bedeutete für ihn schon damals auch die Förderung des Anbaus von ökologischem Getreide in der Region.

Damit war Siegfried Stocker seiner Zeit weit voraus. Seine damals mutige Entscheidung, die Hofpfisterei auf Öko umzustellen, gab einen wesentlichen und bis heute fortdauernden Impuls für die positive Entwicklung des Öko-Landbaus in Bayern und weit darüber hinaus.

Podiumsdiskussion auf der Woche der Umwelt im Schloss Bellevue

Mango Preda 250Die Pläne der EU-Kommission für eine neue Regelung der Importe von Öko-Produkten aus Nicht-EU-Staaten gefährden erfolgreiche Öko-Kooperationen. „Öko-Exporte in die EU sind für viele unserer Bauern in den Partnerorganisationen des Südens eine wichtige Einkommensquelle im täglichen Kampf ums Überleben. Dahinter stehen vielerorts erfolgreiche Modelle partnerschaftlicher und sozialer Entwicklung, die jetzt von den Plänen der EU Kommission bedroht sind,“ sagte Naturland Geschäftsführer Steffen Reese auf einer Podiumsdiskussion zum Thema nachhaltiger Liefer- und Absatzketten.

Die Diskussion fand im Rahmen der Woche der Umwelt statt, zu der Bundespräsident Joachim Gauck zusammen mit der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) vom 07.-08. Juni 2016 in den Park von Schloss Bellevue eingeladen hatte. Am Beispiel von vier öko-fairen Projekten und Partnerschaften in Burundi, auf den Philippinen, in Costa Rica sowie Ägypten wurden dabei innovative Modelle internationaler und regionaler, sozial fördernder Zusammenarbeit aufgezeigt, die weit über gängige Zertifizierungs- und Labelling-Praktiken hinausgehen.