Starkes Signal für den Schutz von Menschen- und Arbeitsrechten weltweit

2016 WLT Briefkasten 250

20.000 Menschen haben in den vergangenen Wochen in Briefen an Bundeskanzlerin Merkel verbindliche menschenrechtliche Sorgfaltspflichten für deutsche Unternehmen im Ausland gefordert. Die Briefaktion fand im Rahmen der Kampagne „Mensch. Macht. Handel. Fair.“ des Forum Fairer Handel und des Weltladen-Dachverbandes statt. 

„Die Einführung einer verbindlichen unternehmerischen Sorgfaltspflicht ist längst überfällig. Das Thema genießt allgemein einen starken Rückhalt in der Bevölkerung“, betont Armin Massing, Geschäftsführer des Forum Fairer Handel, dem auch Naturland als Mitgliedsverband angehört.

Naturland unterstützt Kinderprogramm beim Tollwood-Festival in München

Tollwood2016 250Unter dem Motto „Dein blaues Wunder!” widmet sich das Münchener Kulturfestival Tollwood in diesem Sommer dem Meer als Quelle allen Lebens. Passend dazu dreht sich auch im Kinderprogramm des Festivals, das von Naturland als offiziellem Partner unterstützt wird, alles rund um die Ozeane.

Das Sommer Tollwood 2016 findet vom 29. Juni bis 24. Juli im Münchner Olympiapark Süd statt. Das Kulturfestival mit bio-zertifizierter Gastronomie versteht sich als Forum für Ökologie und Umweltbewusstsein. Naturland unterstützt bereits seit 2008 das Tollwood Kinderprogramm.

Öko-Pionier und Naturland Partner der ersten Stunde

HR.STOCKER 250Siegfried Stocker (Foto: privat)Mehl, Wasser und Salz, dazu vielleicht ein paar Gewürze: Mehr braucht ein gutes Brot nicht. Bereits Ende der 1970er Jahre formulierte Siegfried Stocker den Anspruch, dass die Brote der Münchner Hofpfisterei nur aus möglichst naturbelassenen Rohstoffen zu backen seien. Das bedeutete für ihn schon damals auch die Förderung des Anbaus von ökologischem Getreide in der Region.

Damit war Siegfried Stocker seiner Zeit weit voraus. Seine damals mutige Entscheidung, die Hofpfisterei auf Öko umzustellen, gab einen wesentlichen und bis heute fortdauernden Impuls für die positive Entwicklung des Öko-Landbaus in Bayern und weit darüber hinaus.

Podiumsdiskussion auf der Woche der Umwelt im Schloss Bellevue

Mango Preda 250Die Pläne der EU-Kommission für eine neue Regelung der Importe von Öko-Produkten aus Nicht-EU-Staaten gefährden erfolgreiche Öko-Kooperationen. „Öko-Exporte in die EU sind für viele unserer Bauern in den Partnerorganisationen des Südens eine wichtige Einkommensquelle im täglichen Kampf ums Überleben. Dahinter stehen vielerorts erfolgreiche Modelle partnerschaftlicher und sozialer Entwicklung, die jetzt von den Plänen der EU Kommission bedroht sind,“ sagte Naturland Geschäftsführer Steffen Reese auf einer Podiumsdiskussion zum Thema nachhaltiger Liefer- und Absatzketten.

Die Diskussion fand im Rahmen der Woche der Umwelt statt, zu der Bundespräsident Joachim Gauck zusammen mit der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) vom 07.-08. Juni 2016 in den Park von Schloss Bellevue eingeladen hatte. Am Beispiel von vier öko-fairen Projekten und Partnerschaften in Burundi, auf den Philippinen, in Costa Rica sowie Ägypten wurden dabei innovative Modelle internationaler und regionaler, sozial fördernder Zusammenarbeit aufgezeigt, die weit über gängige Zertifizierungs- und Labelling-Praktiken hinausgehen.

Naturland zeigt ökologischen Landbau auf den DLG-Feldtagen vom 14. bis 16. Juni in Haßfurt

DLG Feldtage 250Wie ökologischer Pflanzenbau in der Praxis erfolgreich funktioniert, das zeigt Naturland interessierten Fachbesuchern auf den DLG-Feldtagen auf dem Gut Mariaburghausen im unterfränkischen Haßfurt. Auf mehreren Demo-Parzellen können verschiedene ökologische Sortenversuche und neue Anbaustrategien begutachtet werden.

Naturland ist der einzige Öko-Verband unter den Ausstellern bei den DLG-Feldtagen. „Es ist wichtig, dass wir als erfahrene Öko-Bauern auch auf stark konventionell geprägte Messen gehen, um den Öko-Landbau voran zu bringen“, erläutert Naturland Fachberater Werner Vogt-Kaute, der vor Ort als Ansprechpartner für die Fachbesucher zur Verfügung steht: „Nur so kommen wir zu der dringend notwendigen Ausweitung der Öko-Anbaufläche in Deutschland.“

Tropische Früchte werden im deutschen Einzelhandel immer häufiger mit verschiedenen konventionellen Nachhaltigkeitssiegeln beworben. Aus Sicht der Menschenrechtsorganisation Oxfam ist das jedoch meist nichts anderes als „Etikettenschwindel im Supermarkt“. In der Studie „Süße Früchte, bittere Wahrheit“ kritisiert Oxfam die Produktionsbedingungen und den Pestizideinsatz auf Bananen- und Ananasplantagen in Costa Rica und Ecuador, die das Siegel der Rainforest Alliance tragen.

Naturland sieht sich durch die Oxfam-Studie einmal mehr darin bestätigt, dass nur Öko wirklich nachhaltig ist. Diese Einschätzung war erst kürzlich auch von den Prüfern der Stiftung Warentest bestätigt worden, die insgesamt sechs verschiedene Nachhaltigkeitssiegel bewertet hatten. „Den höchsten Standard setzt das Siegel Naturland Fair“, so das klare Fazit der Tester. Rainforest Alliance hingegen wurde von den Prüfern als das Siegel mit den geringsten Ansprüchen beurteilt: Es setze vor allem auf Produktionssteigerung, garantiere den Kleinbauern aber beispielsweise keine Mindestpreise oder Prämien.