Naturland fordert klares Signal für Ausbau des Öko - Landbaus in Bayern

Dachau/Hohenbercha – Nach der Verabschiedung des Nachtragshaushalts der bayerischen Landesregierung für 2014 fordert Naturland nun ein klares Signal für den Ausbau des Öko-Landbaus im Freistaat. „Mit der Einführung des BioRegio-Programms hat Landwirtschaftsminister Helmut Brunner bereits den richtigen Kurs eingeschlagen, jetzt kann er auch Gas geben“, sagte Arthur Stein, Naturland Landesvorsitzender in Bayern, am Mittwoch in Dachau.

„Die Aufstockung des KULAP-Förderprogramms um insgesamt zehn Millionen Euro gibt dem Ministerium den notwendigen Gestaltungsspielraum, um die geplante Verdoppelung des Öko-Anteils an unserer bayerischen Landwirtschaft bis 2020 offensiv anzugehen“, betonte der Naturland Landesvorsitzende. Stein begrüßte in diesem Zusammenhang ausdrücklich, dass Brunner am Mittwoch im Agrarausschuss des Landtags im Grundsatz bereits angekündigt hat, die Öko-Prämien deutlich anheben zu wollen.

Laut Berichten des Umweltinstitut München könnte schon in diesem Herbst Gen-Raps der amerikanischen Firma Cibus in Deutschland angebaut werden. Da Raps sich sehr schnell in der Natur auskreuzt, könnte es zu einer unkontrollierbaren Ausbreitung des gentechnisch manipulierte Raps kommen.

Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) hatte am 5. Februar der Firma Cibus mitgeteilt, dass deren herbizidresistente Rapslinien nicht unter die Auflagen des Gentechnik-Gesetzen fallen, sie also normale Verbreitung finden könnten. Tatsächlich sind die Linien nach einer neuen Technik genetisch verändert.

Am Samstag, dem 09. Mai 2015, finden der Weltladentag und auch der International World Fair Trade Day statt. Dieses Datum werden bundesweit verschiedene Akteure nutzen, um auf soziale und ökonomische Defizite in der Produktion unserer Alltagsgüter hinzuweisen.

Im Rahmen der Kampagne „Mensch.Macht.Handel.Fair.“ vom Forum Fairer Handel und dem Weltladen-Dachverband werden viele Weltläden und Aktionsgruppen "Haftbefehle" verteilen. Naturland unterstützt als Mitglied des Forums und Unterstützer der Kampagne die Kritik an Menschenrechtsverletzungen von Unternehmen und animiert zur Teilnahme an dem Aktionstag.

Naturland bietet Landesregierung Unterstützung an – Mitgliederversammlung in Lich
Lich – Die Weiterentwicklung des ökologischen Landbaus in Hessen muss im engen Schulterschluss zwischen der schwarz-grünen Landesregierung und den Öko-Verbänden erfolgen. „Es ist gut, dass die Stärkung des Öko-Landbaus als klares Ziel im Koalitionsvertrag formuliert ist.

Die Landesregierung kann hierbei auf die Unterstützung der Öko-Verbände zählen und sollte dies auch tun“, sagte der hessische Naturland Landesvorsitzende Christoph Förster nach der Mitgliederversammlung der hessischen Naturland Bauern in Lich.

Naturland auf der agra 2015 in Leipzig – Fachinformationen für Landwirte

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Die Chancen für eine erfolgreiche Umstellung auf Öko-Landbau sind derzeit so gut wie lange nicht. Während die Nachfrage nach regionaler Öko-Ware ungebrochen hoch ist, haben die meisten Bundesländer ihre Öko-Förderung deutlich erhöht. Entscheidend für einen dauerhaften wirtschaftlichen Erfolg als Öko-Betrieb ist aber auch unter diesen günstigen Rahmenbedingungen das richtige Betriebskonzept. Um das zu finden, bedarf es einer umfassenden und individuellen Beratung gerade in der Umstellungsphase.

Auf der Landwirtschaftsmesse agra 2015 in Leipzig informiert Naturland in Halle 2 an Stand B011 der Neuen Messe Leipzig umstellungsinteressierte Erzeuger über die Chancen des Öko-Landbaus und bietet Informationen zur Vermarktung von Öko-Lebensmitteln. Öko-faire Kaffeespezialitäten, natürlich Naturland zertifiziert, erwarten alle Standbesucher. Die Messe ist vom 23. bis 26. April täglich von 9.00 bis 18.00 Uhr geöffnet.

Öko-Verbände fordern Neuausrichtung der Förderung von Biogas

3PM 250Mainz/Gräfelfing 24. März 2014. Bioland und Naturland kritisieren die Pläne von Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel zur Biogasförderung im Energie-Einspeise-Gesetz (EEG). „Mit der pauschalen Kürzung der Biogasförderung verbaut Gabriel einen Systemwechsel hin zu einer ökologisch nachhaltigen Biogasproduktion.

Es ist gut, dass die Förderung von Biogas-Mais gestoppt wird – es ist aber schlecht, wenn gleichzeitig der energetischen Verwertung von Reststoffen wie Gülle und Mist die Wirtschaftlichkeit entzogen wird. Damit konterkariert die Bundesregierung ihre eigenen Ziele, Reststoffe energetisch zu nutzen. Die noch großen Potentiale einer Biogasgewinnung aus Gülle, Mist sowie anderer Reststoffe bleiben so ungenutzt“, kritisierten Jan Plagge, Präsident von Bioland, und Hans Hohenester, Naturland Präsidiumsvorsitzender, die Pläne zum EEG.