„Es ist genug da. Für alle.“ – Neues Buch von Naturland Bauer Felix Prinz zu Löwenstein

Felix Loewenstein 250Gut zwei Milliarden Menschen weltweit leiden an Hunger oder Mangelernährung. Und die Weltbevölkerung wächst weiter. Die Lösung dieser Hungerkatastrophe ist eine der zentralen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts. Doch der Kampf gegen den Hunger kann nicht gegen die Natur stattfinden, sondern nur mit ihr.

Der Glaube, man könne den Hunger durch eine Steigerung der Produktivität mithilfe von immer mehr Chemie und Gentechnik auf den Äckern bekämpfen, ist ein Irrglaube, argumentiert Dr. Felix Prinz zu Löwenstein, Öko-Bauer und langjähriges Naturland Präsidiumsmitglied, in seinem neuen Buch „Es ist genug da. Für alle“. Notwendig ist laut Löwenstein vielmehr eine grundlegende Ökologisierung der gesamten Landwirtschaft.

Löwenstein fordert Bundesregierung zum Handeln auf

KeineGentechnik 01Skandalöse Entscheidung des Europäischen Patentamts (EPA) in München: Im langwierigen Patentstreit um Tomaten und Brokkoli hat die Große Beschwerdekammer  des EPA nun abschließend befunden, dass Patente auf Pflanzen und Tiere, die konventionell gezüchtet sind, auch weiterhin erteilt werden dürfen. Der Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW) kritisiert Entscheidung des EPA scharf. Nun muss die Bundesregierung bei der EU-Kommission auf eine Novellierung der EU-Bio-Patentrichtlinie drängen, forderte Felix Prinz zu Löwenstein, BÖLW-Vorsitzender und langjähriges Naturland Präsidiumsmitglied, am Freitag in Berlin.

"Die Entscheidung des EPA, Patente auf konventionell gezüchtete Pflanzen auszusprechen, ist verheerend und dient ausschließlich den Interessen multinationaler Saatgutkonzerne! Züchter und Landwirte brauchen den freien Zugriff auf die genetische Vielfalt aller Pflanzensorten und Tierrassen", sagte Löwenstein: "Das bestehende Sortenschutzrecht reicht völlig aus, um die geistige Leistung zu schützen, die in dieser Arbeit steckt. Patente blockieren die Weiterentwicklung, auf die wir in der Landwirtschaft weltweit dringend angewiesen sind!"

Am 21. März hat ganz offiziell der Frühling begonnen - und damit auch die Pflanzsaison 2015. Erwartungsvoll widmen sich Privathaushalte jetzt wieder der Garten- und Balkonbepflanzung. Dabei ist aber Umsicht geboten.

Laut einer von Greenpeace veröffentlichten Studie sind 79 Prozent der in den Gartencentern sowie Bau- und Supermärkten angebotenen Pflanzen erheblich mit Pestiziden belastet und haben einen unverhältnismäßig langen Transportweg hinter sich. Die umweltschonende Alternative hierzu ist der Einkauf beim Naturland Gärtner vor Ort.

Naturland Gärtner und Baumschulen in Ihrer Region

Naturland auf der Fair Handeln 2015 in Stuttgart

2015 Fair Handeln

Fairer Handel ist ein wichtiger Schritt zu mehr Selbstbestimmung der Erzeuger. Naturland Fair fügt diesem ökonomischen Nachhaltigkeitsaspekt die ökologische Dimension hinzu. Auf der Fair Handeln 2015 in Stuttgart steht Naturland für die wichtige Verbindung von Ökologischem Landbau und Fairem Handel.

Regional, national und international setzt sich der Öko-Verband dafür ein, dass Öko-Bauern weltweit eine Zukunft haben. Das geht nur, wenn sie von ihren Erzeugnissen leben können. Faire Preise, verlässliche Handelsbeziehungen und soziale Verantwortung legen dafür die Grundlage. Sie sind die tragende Säulen der Naturland Fair Zertifizierung, mit der Unternehmen seit nunmehr 5 Jahren ihr Bekenntnis zu engagiertem Miteinander im wirtschaftlichen Handeln sowie in der Gesellschaft verdeutlichen.

2015 ist das Jahr der Böden

Gesunde Böden sind der Schlüssel zur Ernährungssicherung. Sie schützen Klima und Wasser und beherbergen ein Viertel der Biodiversität unseres Planeten. Ihre Bedeutung soll das Internationale Jahr der Böden vergegenwärtigen, das die UNO für 2015 ausgerufen hat. Weil für den Ökolandbau die Bewahrung der lebenswichtigen Ressource Boden seit jeher im Mittelpunkt steht, veranstaltet die Naturland Fachberatung regelmäßig die „Ausbildung zum Bodenpraktiker“ und die Naturland Ackerbautagung.

Auch 2015 können Naturland Bauern erneut ihr Wissen über den Boden und seine Pflege vertiefen. Als Startschuss dreht sich auf der Grünen Woche im Januar auf der Naturland Aktionsfläche alles um das Thema Boden.

Auf der diesjährigen BIOFACH in Nürnberg hat Naturland gleich 15 internationale Mitglieder für ihr langjähriges Engagement für den Öko-Landbau ausgezeichnet. Diese beständigen Mitgliedschaften stehen für Vertrauen, anhaltendes gegenseitiges Interesse und Wertschätzung und zeigen, dass der Öko-Landbau nicht nur ökologisch, sondern auch ökonomisch nachhaltig ist.

Samabeong Tea Estate, Darjeeling, Tea Promoters (India) unterzeichnete vor 25 Jahren einen Vertrag mit Naturland. Das markierte zugleich den Beginn des ökologischen Teeanbaus in Indien.