Staatsminister Glauber zeichnet Öko-Ochsenmäster mit Ammenaufzucht für besonders hohes Tierwohl-Engagement aus

tierschutzpreis mayr 250München – Der Naturland Betrieb von Familie Mayr aus Riegsee im Landkreis Garmisch-Partenkirchen erhält den diesjährigen Tierschutzpreis der Bayerischen Staatsregierung. Der Öko-Betrieb wird damit für seine besonderen Verdienste um den Tierschutz in der Nutztierhaltung geehrt.

Auf dem Öko-Betrieb werden die Kälber von Ammenkühen auf der Weide aufgezogen, dabei setzen Mayrs auf regionale Rassen wie Fleckvieh und die vom Aussterben bedrohte Nutztierrasse Murnau-Werdenfelser. Das Bio-Ochsenfleisch wird unter der Marke "Riegseer Weideochse" an die regionale Gastronomie vermarktet.

Zusammen mit seinen Partnern Fairtrade International und dem Forum Fairer Handel, in dem auch Naturland Mitglied ist, investiert das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) in einen Hilfsfonds. Mit über 13 Millionen Euro werden nachhaltig produzierende kleinbäuerliche Betriebe in Entwicklungsländern unterstützt, um in der Corona-Krise Jobs zu erhalten.

Die Initiative ist ein wichtiges Beispiel für eine gelungene Kooperation von zivilgesellschaftlichen Akteuren und dem BMZ. Bundesentwicklungsminister Dr. Gerd Müller: „Corona macht deutlich, wie eng wir auf der Welt verbunden und wie verwundbar wir sind. Die Ärmsten in den Entwicklungs- und Schwellenländern brauchen unsere Solidarität – erst recht in Krisenzeiten. Ich bin dankbar, dass es uns gemeinsam mit unseren langjährigen Partnern im Fairen Handel gelungen ist, nachhaltig produzierende kleinbäuerliche Betriebe schnell zu unterstützen.“

Naturland zu GAP-Verhandlungen im Europäischen Rat und Parlament

hubert heigl 250Gräfelfing, 16.10.2020 – In Brüssel wird Anfang der Woche über die künftige Ausrichtung der gemeinsamen europäischen Agrarpolitik (GAP) entschieden. Der Öko-Verband Naturland fordert vom EU-Parlament, dem EU-Agrarrat und der deutschen Ratspräsidentschaft endlich klare Signale für eine enkeltaugliche Landwirtschaft. Sonst droht ein jahrelanger Stillstand - und damit mehr Artensterben, mehr Höfesterben und weniger Klimaschutz.

„Der Umbau der Landwirtschaft ist lange überfällig und die EU-Kommission hat mit ihrem Green Deal auch die richtige Richtung vorgegeben. Aber der Umbau wird nicht gelingen, wenn die GAP nicht wirklich an den Zielen des Green Deals ausgerichtet ist. Und da reicht das, was bislang an Vorschlägen auf dem Tisch liegt, bei weitem nicht aus“, sagte Naturland Präsident Hubert Heigl am Freitag in Gräfelfing mit Blick auf die bevorstehenden Abstimmungen im EU-Agrarrat und im EU-Parlament.

Elisabeth Peters Naturland AHV

Seit Anfang September hat Elisabeth Peters die Leitung des AHV-Bereichs bei Naturland übernommen. In dieser Funktion wird sie den Bereich Gastronomie bei Naturland weiterentwickeln und eine stärkere Positionierung von Bio-Lebensmitteln in der Außer-Haus-Verpflegung (AHV) unterstützen.

"Wir freuen uns sehr, dass wir mit Elisabeth Peters eine Gastronomieexpertin und erfahrene Netzwerkerin für unser Team gewinnen konnten", sagt Michael Stienen, Geschäftsführer der Naturland Zeichen GmbH. "Mit ihrer Fachkompetenz im Bereich Außer-Haus-Verpflegung und insbesondere in der Betriebsgastronomie ist Elisabeth Peters eine Bereicherung für Naturland."

 

Das Zusammenspiel von Mensch und Natur im Ökologischen Landbau war für Friedrun Sachs ein besonderes Herzensanliegen. Seit 15 Jahren hat sie sich für Naturland höchst engagiert und motiviert eingesetzt – den Bereich Naturland Fair ins Leben gerufen und geführt.

Im Februar diesen Jahres wurde sie mit Krebs diagnostiziert. Im engsten Familienkreis ist Friedrun am Sonntag den 30. August im Alter von 58 Jahren verstorben.

Naturland zur Länder-Agrarministerkonferenz am 23.-25.09. in Weiskirchen

hubert heigl 250Gräfelfing – Naturland sieht Bund und Länder in der Pflicht, die Pläne für ein freiwilliges deutsches Tierwohlkennzeichen zu beerdigen und auf eine europäische Lösung zu setzen. Denn spätestens seit der Europäischen Agrarministerkonferenz Ende August in Koblenz ist klar, dass die Mehrheit der EU-Mitgliedsstaaten und die EU-Kommission ein europäisches Tierwohlkennzeichen wollen.

Mit der Eier-Kennzeichnung existiert schon heute eine erfolgreiche, im Markt erprobte Systematik. Diese müsse jetzt auf eine verpflichtende europäische Kennzeichnung für Fleisch übertragen werden, forderte der Naturland Präsident Hubert Heigl.