Demo-Flächen zu Öko-Ackerbaustrategien und Fruchtfolgegestaltung vom 12. - 14. Juni in Bernburg

dlg feldtage 250

Wie ökologischer Pflanzenbau in der Praxis erfolgreich funktioniert, das zeigt Naturland auf den DLG-Feldtagen vom 12. bis 14. Juni in Bernburg-Strenzfeld in Sachsen-Anhalt.

Auf den Naturland Demo-Flächen können Fachbesucher verschiedene Strategien in Ackerbau und Fruchtfolgegestaltung begutachten. MitarbeiterInnen der Fachberatung für Naturland und der Marktgesellschaft der Naturland Bauern stehen mit Praxisinformationen bereit.

Biodiversitt klein

Die Landwirtschaft ist weltweit einer der Hauptverursacher für den Verlust an biologischer Vielfalt. Monotonie und Intensivierung (der Landnutzung), Pestizide und ein sehr hoher Stickstoffeinsatz sind die Hauptgründe für den dramatischen Artenschwund in der heimischen Feldflur. Neue Zuchtmethoden und damit zu erzielende Fortschritte führen dazu, dass die genetische Verschiedenartigkeit der verwendeten Rassen bzw. Linien drastisch abnimmt.

Die ökologische Landwirtschaft dagegen schützt und fördert die biologische Vielfalt, wie unzählige Untersuchungen zeigen. Sie ist auch sehr viel stärker auf die Möglichkeiten der Selbstregulation angewiesen, die mit einer großen Vielfalt einhergeht.

Weltweites Bienensterben: Bienenhaltung in Mexiko durch illegalen Gensoja-Anbau bedroht – Brief der Honigimporteure an mexikanischen Präsidenten

Bienensterben Klein

Gräfelfing  – Das weltweite Bienensterben ist eine der bedrohlichsten Folgen der industriellen Landwirtschaft. Der Einsatz von Pestiziden bedroht die Bienen ebenso, wie der generelle Zustand der Agrarlandschaften. Diese sind auch in Deutschland immer leerer geräumt und bieten kaum noch Lebensraum für Bienen und andere Insekten.

„Statt Agro-Chemie brauchen wir generell wieder mehr ökologische Vielfalt auf unseren Wiesen und Feldern“, fordert Hubert Heigl, Präsident des Öko-Verbands Naturland, zum Weltbienentag am 20. Mai. Das gelte umso mehr im internationalen Rahmen, wo Bienen und Artenvielfalt zusätzlich durch Agro-Gentechnik und den damit einhergehenden massiven Pestizideinsatz bedroht sind.

Weltladen kleinDer Weltladentag 2018 nimmt dieses Jahr explizit Bezug auf die nachhaltigen Entwicklungsziele der Vereinten Nationen (UN). Die 193 UN-Mitgliedsstaaten haben sich mit der Agenda 2030 darauf geeinigt, die globalen sozialen, ökologischen und wirtschaftlichen Probleme gemeinsam anzugehen. Dazu haben sie sich 17 Ziele gesetzt, die für die Länder des globalen Nordens und Südens gleichermaßen gelten.

Auch der Schutz von Menschen- und Arbeitsrechten steht dabei auf der Agenda. Und im Nachhaltigkeitsziel 12 steht explizit, dass nachhaltige Produktions- und Konsummuster weltweit zu fördern sind. Naturland stellt in seiner Arbeit seit 2017 den Beitrag von Fairem Handel und Ökolandbau zur Agenda 2030 dar.

Forelle 250Fische, Krebstiere, Muscheln und Algen - Seit dem 4. Mai gibt es sie bei uns nur noch aus dem Ausland – rechnerisch. Denn mit diesem Freitag sind die Fischereierzeugnisse aus Nord- und Ostsee sowie aus heimischer Aquakultur für dieses Jahr aufgebraucht. Nach Berechnungen der britischen New Economics Foundation muss alles, was danach an Fisch und Fischprodukten in Deutschland verzehrt wird,– rechnerisch – importiert werden.

Das offenbart zwei große Probleme. Zum einen gehen wir immer noch nicht verantwortungsvoll mit den Fischbeständen und dem Ökosystem Meer um. Zum anderen stillen wird unser Fischbedarf durch zum Teil nicht nachhaltigen Fischfang in anderen Regionen der Welt.

PROVIEH und Naturland fordern verpflichtende staatliche Haltungskennzeichnung

PM Tierwohl klein

Kiel/Gräfelfing PROVIEH und Naturland fordern eine staatliche Haltungskennzeichnung für Fleisch und Wurstwaren. Die Kennzeichnung muss verpflichtend sein und sich an der Eier-Kennzeichnung orientieren, fordern die Tierschutzorganisation und der Öko-Verband gemeinsam im Vorfeld der Agrarministerkonferenz (AMK) in Münster. An der AMK (25.–27. April) nimmt auch die neue Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner teil, die im Gegensatz dazu ein staatliches Tierwohl-Label etablieren will, bei dem die Teilnahme freiwillig ist.

„Von unserer Bundesregierung erwarten wir mehr als ein freiwilliges Tierschutzlabel, das nur einen Bruchteil der in Deutschland gehaltenen Tiere erreicht. Sie schuldet den Verbrauchern flächendeckende Transparenz und den Nutztieren eine wirksame gesetzliche Basis“ sagte Angela Dinter von PROVIEH e.V. „Wenn die Bundesregierung hier weiterhin untätig bleibt, wird jede Handelskette ihr eigenes Kennzeichnungssystem etablieren. Damit ist dann das Chaos für Verbraucher und Landwirte perfekt“, warnte Öko-Landwirt und Naturland Präsident Hubert Heigl.