Zur Zeit findet die zweitägige Inspektorenschulung in der Naturland Geschäftsstelle in Gräfelfing. Inspektoren können gar nicht genug von Naturland wissen. Stellen sie doch sicher, dass die Naturland Richtlinien auch überall auf der Welt eingehalten werden.

Da dürfen schon mal die Köpfe rauchen, wenn wie diese Tage vierzehn VertreterInnen von acht Kontrollstellen aus sieben europäischen Ländern zusammengekommen, um an einem interaktiven zweitägigen Training zu den Naturland Richtlinien teilzunehmen.

Naturland zum Welternährungstag am 16. Oktober 2018:

Mais PG 250x166Gräfelfing – Die Zahl der Hungernden steigt und im Kampf gegen den Klimawandel sind bislang nicht einmal die Ziele der Weltgemeinschaft ausreichend. Diese zwei Nachrichten der vergangenen Woche machen aus Sicht des Öko-Verbands Naturland den engen Zusammenhang zwischen Landwirtschaft, Ernährungssicherung und Klimawandel deutlich.

„Wir müssen gegen beides zusammen vorgehen: den Hunger und den Klimawandel“, fordert deshalb Naturland Präsident Hubert Heigl zum Tag der Welternährung am 16. Oktober.

Der Soja-Boom mit riesigen Monokulturen und dem Anbau von genveränderten Pflanzen hat Argentinien in den letzten Jahren zu einem der größten Agrar-Exporteure der Welt gemacht. Aber dazu gehört ein massiver Einsatz an Pestiziden wie Glyphosat und anderen. Am Donnerstag, den 4. Oktober waren der argentinische Jurist Juan Ignacio Pereyra und der Arzt Damián Verzeñassi zusammen mit der Münchner Öko-Aktivistin Christiane Lüst von der „Aktion Gen-Klage" zu Gast bei Naturland.

Unter dem Motto „Mia ham’s satt“ demonstrierten eine Woche vor der Landtagswahl 18.000 Menschen auf Münchens Straßen gemeinsam mit einem Bündnis aus über 80 Organisationen für eine ökologische, tiergerechte, bäuerliche Landwirtschaft und gesundes Essen, für nachhaltige Mobilität, für saubere Luft und Klimaschutz, lebenswerte Städte und den Erhalt unserer vielfältigen Kultur- und Naturlandschaft.

Mit Botschaften wie "Mia ham Glypho satt" und "Bienen würden Öko kaufen" auf Fahnen und Bannern hat auch Naturland klar Stellung genommen.

Langjähriger Naturland Wegbegleiter und Kämpfer für das Tierwohl

Postler 250Die Öko-Tierzucht war sein Lebensthema. Mehr als drei Jahrzehnte lang hat Dr. Günter Postler die Entwicklung einer speziellen Tierzucht für den Öko-Landbau propagiert und aktiv vorangetrieben, insbesondere im Bereich der Rinderzucht und darüber hinaus. Praktisch ebenso lang bestand seine enge Verbindung mit Naturland, die bereits kurz nach der Gründung des Öko-Verbands 1983 ihren Anfang nahm und über die Jahre immer enger wurde.

Am 9. September 2018 ist Günter Postler völlig überraschend im Alter von 60 Jahren verstorben.

Mit der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung haben die Mitgliederstaaten der Vereinten Nationen am 25. September vor drei Jahren ein ehrgeiziges Aktionsprogramm für die Zukunft des Planeten verabschiedet. Das Kernstück der Agenda bilden die 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals, SDG).

Anlässlich des dritten Jahrestages der Verabschiedung der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung wurde die neue Internationale Charta des Fairen Handels veröffentlicht.