Naturland Obstbaubetrieb Blank erhält Besuch von Minister Alexander Bonde

Minister Bonde besucht NatuFildenmoos – Deutsche Öko-Obstbauern nähern sich einer 100-prozentigen Versorgung des Marktes mit heimischen Öko-Äpfeln. Jedoch könnte die von der EU-Kommission geplante Totalrevision der EU-Öko-Verordnung diese Entwicklung gefährden. „Die Nachfrage nach gesunden und ökologisch erzeugten Lebensmitteln steigt seit Jahren kontinuierlich an. Öko-Obst hat seinen Marktanteil auch dank der Innovationskraft und des Engagements von Betrieben wie dem der Familie Blank kontinuierlich gesteigert.

Dass die deutschen Verbraucherinnen und Verbraucher fast ausschließlich mit heimischen Öko-Äpfeln versorgt werden können, unterstreicht den Erfolg der regionalen Erzeugung“, sagte der Minister für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Alexander Bonde, nach der Besichtigung des Naturland Betriebs Blank in Ravensburg. Bonde besuchte den Öko-Obstbaubetrieb der Familie Blank am Dienstag (26. August) auf seiner diesjährigen Sommertour. Die Nachfrage nach Öko-Obst aus dem Südwesten sei sehr groß, sagte Heinrich Blank, Betriebsleiter und Sprecher Naturland Obstbau. „Im Südwesten werden die meisten Öko-Äpfel in Deutschland produziert, davon fast 50 Prozent alleine in Baden-Württemberg“, so Blank.

Der September wird fair

fairer september 250Gräfelfing - Mit Veranstaltungen und Mitmach-Aktionen macht Naturland den September zum rundum fairen Monat. Der Verband unterstreicht damit die sinnvolle und notwendige Verbindung von Öko-Landbau und Fairem Handel - in der Region sowie weltweit. "Die ökologische Landwirtschaft bewahrt unsere Lebensgrundlagen. Sie hat aber nur dann eine Zukunft, wenn die Bauern auch von ihrer Arbeit leben können. Das gilt für unsere heimischen Bauern genauso wie für ihre Kollegen in den Ländern des Südens.", betont Hans Hohenester, Öko-Bauer und Naturland Präsidiumsvorsitzender.
Den Auftakt für den Fairen September macht Naturland auf der Landesgartenschau Baden Württemberg in Schwäbisch Gmünd mit einem öko-fairen Snack-Automaten und einem Gewinnspiel. Mit Genuss und Spiel bringt Naturland auch auf der BioErleben in München öko und fair in Position. Besucher bekommen hier die Möglichkeit, sich beim Melken und Buttermachen zu versuchen. Ein "Profi" in diesen Disziplinen, der Naturland Bauer Heinrich Schwabenbauer, bringt öko und fair klar auf den Punkt: "Ich möchte mit meiner Arbeit meinem Boden, den Tieren und der Gesellschaft nutzten. Mit Naturland Fair werden neben den Leistungen des Öko-Landbaus auch unser gesellschaftliches Engagement und ein faires Miteinander transportiert."

Naturland fordert Bekenntnis zur Gentechnik-Freiheit Sachsens

ohne gentechnik 250Weisschlitz/Sachsen – Naturland gratuliert der CDU zum Wahlerfolg und fordert von der neuen wie alten Landesregierung ein klares Bekenntnis zur Gentechnik-Freiheit Sachsens sowie zum Öko-Landbau. „Die CDU-Regierung hat in der letzten Legislaturperiode eine klare Positionierung gegen den Einsatz von genetisch veränderten Saatgut auf sächsischen Äckern vermieden“, so Dirk Rudert, Öko-Bauer und Naturland Landesvorsitzender in Sachsen.

„Für die Zukunft des sächsischen Öko-Landbaus stellt die Gentechnik-Freiheit eine Grundvoraussetzung dar. Wir fordern daher, dass sich die neue sächsische Landesregierung auf Landes- und Bundesebene eindeutig gegen Gentechnik ausspricht und sich damit auch klar zum Öko-Landbau bekennt“, unterstreicht Rudert. Auf europäischer- und Bundesebene wird gegenwärtig noch um die Möglichkeit nationaler Anbauverbote gerungen. Die sächsische Landesregierung hat sich hierzu bislang im Bundesrat nicht klar positioniert. Die Gentechnik-Freiheit stellt in der Vermarktung für viele Produkte ein wichtiges Alleinstellungsmerkmal dar.

Wichtiges Signal gegen Brüsseler Pläne zur Reform der EU-Öko-Verordnung

3PM 250Gräfelfing/Potsdam – Naturland begrüßt das klare Nein der deutschen Länderagrarminister zu den Plänen der EU-Kommission für eine Total-Revision der EU-Öko-Verordnung. „Jetzt kommt es darauf an, dass Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt sich bei den Verhandlungen in Brüssel genauso klar und unmissverständlich an die Seite der Öko-Bauern stellt, damit dieser unsinnige Kommissionsentwurf vom Tisch gewischt werden kann“, sagte Hans Hohenester, Öko-Bauer und Naturland Präsidiumsvorsitzender, am Freitag in Gräfelfing.

„Wir brauchen keine neue Verordnung, sondern eine gezielte Weiterentwicklung des bestehenden Rechtsrahmens, um Öko zugleich klarer und einfacher sowie noch sicherer zu machen. Vorschläge hierfür hat die Öko-Branche längst vorgelegt“, unterstrich Hohenester. Der Entwurf der EU-Kommission hingegen genügt diesen Ansprüchen in keinster Weise und hätte weniger statt mehr Öko zur Folge.

Öko-Landbau stärkt Kleinbauern im Kampf gegen den Welthunger

Welternhrung 250Gräfelfing - Naturland warnt davor, die Lösung des Hungerproblems im Export von Lebensmitteln und agrochemiebasierter Landwirtschaft in die armen Regionen der Welt zu suchen. „70 Prozent der weltweiten Ernte wird von Kleinbauern erwirtschaftet. Erfolgreiche Konzepte zur Ernährungssicherung müssen diese Kleinbauern stärken.

Ein wesentlicher Aspekt dabei ist der Öko-Landbau, weil er die Kleinbauern unabhängig macht von teurem Dünger und Pestiziden“, sagte Hans Hohenester, Öko-Bauer und Naturland Präsidiumsvorsitzender, anlässlich des Welternährungstags am 16. Oktober. Damit ist die Unterstützung von Kleinbauern bei der Umstellung auf eine ökologische Wirtschaftsweise ein wesentlicher Beitrag zur Sicherung der weltweiten Ernährungssouveränität. Nach Angaben der Welternährungsorganisation FAO sind weltweit 805 Millionen Menschen akut von Hunger betroffen.

Wichtiges Signal für mehr Bio in Bayern

3PM 250Gräfelfing – Naturland begrüßt die Neugestaltung der Öko-Förderung in Bayern als ein wichtiges Zukunftssignal für die heimische Landwirtschaft. „Der Öko-Landbau trägt mit seinen Leistungen für Umwelt-, Boden- und Gewässerschutz ganz wesentlich zum Erhalt unserer bayerischen Kulturlandschaft bei“, sagte Hubert Heigl, Öko-Bauer und Naturland Landesvorsitzender, am Freitag in Gräfelfing.

Die Bauern könnten diese gesellschaftlichen Mehrleistungen aber nur dann erbringen, wenn ihnen die Mehrkosten auch vergütet werden. „Die geplante Erhöhung der Fördersätze ab 2015 setzt einen wichtigen Anreiz für mehr Öko aus Bayern und ist ein wichtiges Signal für die Zukunftsfähigkeit unserer heimischen Landwirtschaft insgesamt“, unterstrich Heigl.