Erste deutsche Binnenfischerei Naturland zertifiziert
Zertifikat binnenfischerei

Groß Zecher/Zarrentin – Naturland zertifiziert die erste nachhaltige Binnenfischerei in Deutschland. Das Projekt am Schaalsee, einem Großschutzgebiet an der Landesgrenze zwischen Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern, wurde auf Grundlage der Naturland Wildfisch Richtlinien gemeinsam mit Fischern, Naturschützern, Seeeigentümern, Gastronomen und den Umweltministerien beider Länder entwickelt. „Das Ergebnis ist erfolgreicher Naturschutz durch eine kontrolliert nachhaltige Nutzung, was durch das Naturland Wildfisch Zeichen garantiert wird“, sagte der Naturland Präsidiumsvorsitzende Hans Hohenester am Mittwoch am Schaalsee. Die Nachhaltigkeit der Fischerei im Großschutzgebiet Schaalsee wird künftig durch strenge Auflagen gesichert, die die Projektpartner nach den Vorgaben der Naturland Wildfisch Richtlinien gemeinsam entwickelt haben. Nach erfolgreich bestandener Erstkontrolle konnte der Naturland Präsidiums-vorsitzende den drei beteiligten handwerklichen Fischereibetrieben am Mittwoch die bundesweit ersten Nachhaltigkeitszertifikate für eine Binnenfischerei in Deutschland überreichen.

Landesprogramm „Erlebnisbauernhof“: Minister Brunner zieht Bilanz auf Naturland Hof
Minister Brunner 250

Hilgertshausen – Erfolg durch Engagement: Auf dem Naturland Kunst- und Erlebnisbauernhof Ferlhof in Hilgertshausen (LK Dachau) können Kinder Öko-Landwirtschaft hautnah erfahren. Mit der Ausbildung zur Erlebnisbäuerin hat Erika Demmelmair ein zweites Standbein für sich und den gemeinsam mit Ehemann Max bewirtschafteten Betrieb geschaffen.

Mit großem Erfolg: Vor wenigen Wochen erst wurde die Naturland Bäuerin von Landwirtschaftsminister Helmut Brunner für ihr Konzept als „Unternehmerin des Jahres 2014” ausgezeichnet. Am Donnerstag nun war der Minister zusammen mit rund 320 Schülern und 60 Ehrengästen auf dem Ferlhof zu Gast, um Bilanz des von der Staatsregierung geförderten Programms „Erlebnisbauernhof” zu ziehen.
„Dass unser Programm ein so großer Erfolg geworden ist, verdanken wir vor allem auch den engagierten Bäuerinnen und Bauern, die ihre Höfe zum attraktiven Lernort machen”, sagte Brunner. Hier könnten die Schüler nachhaltige Eindrücke bekommen.

Öko-Kartoffelsaison läuft – Preise decken Kosten nicht

Ferber Hinz Foerster 250

Gräfelfing – Am heutigen Freitag eröffnete Umweltministerin Priska Hinz die Öko-Kartoffelsaison auf der Hessischen Staatsdomäne Marienborn in Büdingen. Zusammen mit Christoph Förster, Betriebsleiter des Naturland Hofes, und Johann Ferber von der Marketinggesellschaft Gutes aus Hessen (MGH), holten sie die tollen Knollen aus dem Acker. „Regional und Bio sind zusammen ein unschlagbares Team“, mit diesem Statement betonte die Ministerin den Wert von heimischer Öko-Ware.

Doch parallel zur Kartoffelernte sacken derzeit die Preise im Lebensmitteleinzelhandel in den Keller. "Zu den aktuellen Kartoffel-Preisen kann kein Bio-Bauer kostendeckend arbeiten. Wir brauchen dringend verlässliche Handelsbeziehungen, die regionale Ware zu fairen Preisen garantieren“, erläutert Christoph Förster die derzeitige kritische Lage. Zusätzliche Umweltleistungen, wie Boden-, Wasser- und Artenschutz, die der ökologische Landbau durch seine umweltschonende Anbauweise generiert, müssen sich im Preisgefüge widerspiegeln. Nach dem Öko-Verband Naturland sind die Säulen Ökologie, Soziales, Ökonomie und Kultur Grundlage jeglicher nachhaltiger Lebens- und Wirtschaftsweise.

Naturland Obstbaubetrieb Blank erhält Besuch von Minister Alexander Bonde

Minister Bonde besucht NatuFildenmoos – Deutsche Öko-Obstbauern nähern sich einer 100-prozentigen Versorgung des Marktes mit heimischen Öko-Äpfeln. Jedoch könnte die von der EU-Kommission geplante Totalrevision der EU-Öko-Verordnung diese Entwicklung gefährden. „Die Nachfrage nach gesunden und ökologisch erzeugten Lebensmitteln steigt seit Jahren kontinuierlich an. Öko-Obst hat seinen Marktanteil auch dank der Innovationskraft und des Engagements von Betrieben wie dem der Familie Blank kontinuierlich gesteigert.

Dass die deutschen Verbraucherinnen und Verbraucher fast ausschließlich mit heimischen Öko-Äpfeln versorgt werden können, unterstreicht den Erfolg der regionalen Erzeugung“, sagte der Minister für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Alexander Bonde, nach der Besichtigung des Naturland Betriebs Blank in Ravensburg. Bonde besuchte den Öko-Obstbaubetrieb der Familie Blank am Dienstag (26. August) auf seiner diesjährigen Sommertour. Die Nachfrage nach Öko-Obst aus dem Südwesten sei sehr groß, sagte Heinrich Blank, Betriebsleiter und Sprecher Naturland Obstbau. „Im Südwesten werden die meisten Öko-Äpfel in Deutschland produziert, davon fast 50 Prozent alleine in Baden-Württemberg“, so Blank.

Der September wird fair

fairer september 250Gräfelfing - Mit Veranstaltungen und Mitmach-Aktionen macht Naturland den September zum rundum fairen Monat. Der Verband unterstreicht damit die sinnvolle und notwendige Verbindung von Öko-Landbau und Fairem Handel - in der Region sowie weltweit. "Die ökologische Landwirtschaft bewahrt unsere Lebensgrundlagen. Sie hat aber nur dann eine Zukunft, wenn die Bauern auch von ihrer Arbeit leben können. Das gilt für unsere heimischen Bauern genauso wie für ihre Kollegen in den Ländern des Südens.", betont Hans Hohenester, Öko-Bauer und Naturland Präsidiumsvorsitzender.
Den Auftakt für den Fairen September macht Naturland auf der Landesgartenschau Baden Württemberg in Schwäbisch Gmünd mit einem öko-fairen Snack-Automaten und einem Gewinnspiel. Mit Genuss und Spiel bringt Naturland auch auf der BioErleben in München öko und fair in Position. Besucher bekommen hier die Möglichkeit, sich beim Melken und Buttermachen zu versuchen. Ein "Profi" in diesen Disziplinen, der Naturland Bauer Heinrich Schwabenbauer, bringt öko und fair klar auf den Punkt: "Ich möchte mit meiner Arbeit meinem Boden, den Tieren und der Gesellschaft nutzten. Mit Naturland Fair werden neben den Leistungen des Öko-Landbaus auch unser gesellschaftliches Engagement und ein faires Miteinander transportiert."

Naturland fordert Bekenntnis zur Gentechnik-Freiheit Sachsens

ohne gentechnik 250Weisschlitz/Sachsen – Naturland gratuliert der CDU zum Wahlerfolg und fordert von der neuen wie alten Landesregierung ein klares Bekenntnis zur Gentechnik-Freiheit Sachsens sowie zum Öko-Landbau. „Die CDU-Regierung hat in der letzten Legislaturperiode eine klare Positionierung gegen den Einsatz von genetisch veränderten Saatgut auf sächsischen Äckern vermieden“, so Dirk Rudert, Öko-Bauer und Naturland Landesvorsitzender in Sachsen.

„Für die Zukunft des sächsischen Öko-Landbaus stellt die Gentechnik-Freiheit eine Grundvoraussetzung dar. Wir fordern daher, dass sich die neue sächsische Landesregierung auf Landes- und Bundesebene eindeutig gegen Gentechnik ausspricht und sich damit auch klar zum Öko-Landbau bekennt“, unterstreicht Rudert. Auf europäischer- und Bundesebene wird gegenwärtig noch um die Möglichkeit nationaler Anbauverbote gerungen. Die sächsische Landesregierung hat sich hierzu bislang im Bundesrat nicht klar positioniert. Die Gentechnik-Freiheit stellt in der Vermarktung für viele Produkte ein wichtiges Alleinstellungsmerkmal dar.