Der weltweite Klimaschutz ist eines der Themen auf der Tagesordnung des G7-Gipfels am 7. und 8. Juni in Schloss Elmau. Kritiker befürchten allerdings, dass Bundeskanzlerin Angela Merkel den G7-Gipfel bei München vor allem auch dafür nutzen will, um TTIP und CETA voranzubringen. Die Transatlantische Handels- und Investitionspartnerschaft (TTIP) sowie das Umfassende Wirtschafts- und Handelsabkommen (CETA) mit Kanada stehen in der Kritik, dass sie die Demokratie untergraben sowie Umweltschutz und Verbraucherschutz gefährden. 

Der massive Widerstand, den es in der Bevölkerung gegen die Handelsabkommen gibt, soll am 4. Juni - Fronleichnam - in München auf die Straße getragen werden. Tausenden Menschen gehen direkt bevor die G7-Regierungschefs zusammenkommen mit den drei zentralen Forderungen der G7-Demo auf die Straße: TTIP stoppen, Klima retten, Armut bekämpfen.

Naturland auf der „Milano Fair City“ in Mailand

2015 Milano Fair City 250 Gräfelfing/Mailand – Die internationale Fair Trade Gemeinschaft trifft sich vom 28.-31. Mai 2015 in Mailand. Auf der „Milano Fair City“ stellen rund 200 Produzenten, Verarbeiter und Importeure aus 30 verschiedenen Ländern aus und geben dem Fairen Handel ein Gesicht.

Naturland stellt an Stand C05 in der Halle Cattedrale mit Naturland Fair die Verbindung zwischen Fair und Öko her und rückt damit zwei zentrale Säulen einer nachhaltigen an Mensch und Natur ausgerichteten Wirtschaftsweise in den Fokus.

Infotage für umstellungsinteressierte Landwirte – Delegiertenversammlung in Gräfelfing

DV0 05.2015 250Gräfelfing – Die Rahmenbedingungen für Öko-Bauern sind derzeit so gut wie lange nicht. „Während die Nachfrage nach regionaler Öko-Ware ungebrochen hoch ist, haben die meisten Bundesländer ihre Öko-Förderung deutlich erhöht. Diese Chance müssen wir nutzen, um weitere Betriebe für eine Umstellung zu gewinnen“, sagte der Naturland Präsidiumsvorsitzende Hans Hohenester auf der Delegiertenversammlung der Naturland Bauern am Donnerstag in Gräfelfing.

Unter dem Motto „Öko jetzt!“ bietet Naturland deshalb auf Mitgliedsbetrieben in verschiedenen Regionen Infotage an, um umstellungsinteressierte Landwirte praxisnah über den Öko-Landbau zu informieren.

Einmal im Jahr trifft sich der Internationale Beirat von Naturland im Vorfeld der Naturland Delegiertenversammlung in Gräfelfing. In diesem Jahr diskutierte er vom 19. bis 20. Mai gemeinsam mit dem Naturland Team Herausforderungen und Chancen für den Ökologischen Landbau in verschiedenen Regionen der Welt.

Es wurde berichtet aus Südamerika, Afrika, Indien, Süd-Ostasien und Europa. Auch die Situationen auf dem deutschen, europäischen und den jeweiligen heimischen Öko-Märkten wurden beleuchtet. Leitfaden aller Berichte war die Frage der Ökologischen Intensivierung.

Startschuss für „Zukunftsstrategie Öko-Landbau“ - Hohenester: Zeitplan zu wenig ambitioniert

Hans Hohenester 250Naturland begrüßt die geplante „Zukunftsstrategie Öko-Landbau“ der Bundesregierung als eine lange überfällige Initiative, die nun auch mit dem notwendigen Nachdruck vorangetrieben werden müsse. „Es ist gut, dass Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt mit dieser Zukunftsstrategie das bereits vor Jahren formulierte Ziel der Bundesregierung von mindestens 20 Prozent Öko-Landbau nun endlich ernsthaft aufgreift“, sagte der Öko-Bauer und Naturland Präsidiumsvorsitzende Hans Hohenester am Rande der Kick-off-Veranstaltung am Dienstag (19.5.) im Berliner Agrarministerium.

„Es braucht aber eine klare Festlegung, bis wann dieses Ziel erreicht werden soll. Nur so bekommt die Strategie eine Verbindlichkeit, die über das Ende dieser Legislaturperiode hinaus trägt“, unterstrich Hohenester.

Klimaschutz ist die zentrale Aufgabe unserer und nachfolgender Generationen. Der Klimawandel ist eine Bedrohung für die gesamte Weltbevölkerung und nicht nur in den Regionen, in denen er bereits jetzt  – in zum Teil verheerendem Ausmaß zu spüren ist .

Vielerorts kommt es zu Extremwetterlagen, Unwettern und Dürren, die als direkte Folge des Klimawandels zu betrachten sind - mit gravierenden Auswirkungen auf die Lebensmittelproduktion. Somit bedroht der Klimawandel direkt die politische Stabilität und den Frieden von ganzen Ländern und Regionen. Klimawandel betrifft uns alle. Er ist jetzt und nur durch gemeinsame Lösungsansätze lässt sich anhaltend etwas ändern.