BOELW Vorstand Plagge Loewenstein Roeder 250Der Spitzenverband der ökologischen Lebensmittelwirtschaft wird mit Kontinuität und neuen Impulsen weitergeführt. Bei der Vorstandswahl am 11. November in Berlin bestätigte die Mitgliederversammlung das langjährige Naturland Präsidiumsmitglied Felix Prinz zu Löwenstein mit großer Mehrheit als Vorsitzenden des Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW).

Jan Plagge, Bioland-Präsident und seit 2011 Vorstand mit Schwerpunkt Landwirtschaft im BÖLW, wurde – ebenfalls mit großer Mehrheit – im Amt bestätigt. Der Schwerpunkt Handel und Verarbeitung wird künftig von Elke Röder, Geschäftsführerin Bundesverband Naturkost Naturwaren (BNN), im dreiköpfigen BÖLW-Vorstand vertreten.

imker klein

Die Maya-Gemeinden auf der Halbinsel Yucatan in Mexiko haben vor Gericht einen wichtigen Sieg erstritten. Der Oberste Mexikanische Gerichtshof, der einem Verfassungsgericht gleich kommt, hat Monsanto die Anbaugenehmigung für die kommerzielle Aussaat von Gensoja auf der Halbinsel Yucatan entzogen.

Das Gericht kam in einer am 4. November einstimmig gefassten Entscheidung zu dem Schluss, dass die dem Monsanto-Konzern erteilte Genehmigung keine Gültigkeit besitze, da Verfassungsrechte der indigenen Völker verletzt worden seien, berichtete die mexikanische Zeitung La Jornada. Die mexikanischen Behörden hätten zuvor eine Konsultation der betroffenen, indigenen Gemeinden durchführen müssen. 

In Hessen gibt es zukünftig eine weitere Fläche für wichtige Versuche im ökologischen Landbau. Mit dem neuen Standort in Ober-Erlenbach sind es jetzt insgesamt vier Versuchsflächen in unterschiedlichen Boden-Klima-Räumen. Die Öko-Versuchsfelder sind ein wichtiger Baustein des hessischen Ökoaktionsplanes und sollen den Öko-Landbau voranbringen.

Der Nutzungsvertrag für das neue Öko-Versuchsfeld wurde von der hessischen Landwirtschaftsministrein Priska Hinz, Direktor Andreas Sandhäger vom Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen (LLH) und Naturland Landesvorsitzender von Hessen, Christoph Förster, unterzeichnet

Der NABU und Alnatura unterstützen ab sofort Landwirte bei der Umstellung von konventioneller Produktion auf Öko-Qualität. Mit der „Alnatura Bio-Bauern-Initiative“ geben der Umweltverband und der Bio-Händler künftigen Öko-Bauern finanzielle Starthilfe. Bewerben können sich Betriebe aus allen landwirtschaftlichen Sparten bis zum 30. November 2015.

Um sich für den Förderpreis zu bewerben, müssen interessierte Landwirte folgende Voraussetzungen erfüllen: Der gesamte Betrieb muss auf biologische Bewirtschaftung umstellen, er muss sich einem der Öko-Anbauverbände, z.B. Naturland, anschließen und für die Dauer von mindestens fünf Jahren ökologisch produzieren.

Felix Loewenstein 250

Der Bund muss mehr Geld in die Forschung zum Öko-Landbau investieren. Der Agrarhaushalt 2016 enthalte zwar auch einige richtige Ansätze, greife jedoch insgesamt zu kurz, kritisierte Felix Prinz zu Löwenstein, Vorsitzender des Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW), den Entwurf, den der Haushaltsausschuss des Bundestags am Mittwoch (4.11.) in Berlin verabschiedet hat.

„Das Ziel 20 Prozent Öko-Landbau, das in der deutschen Nachhaltigkeitsstrategie festgelegt ist, wird unerreichbar, wenn nicht schon heute 20 Prozent der Forschungsmittel in den Öko-Bereich fließen. Davon sind wir weit entfernt“, unterstrich das langjährige Naturland Präsidiumsmitglied Löwenstein.

Fair verköstigt in den parlamentarischen Arbeitstag hieß es am Donnerstag (5.11.) für insgesamt 18 Abgeordnete des Deutschen Bundestags. Das Forum Fairer Handel (FFH) und der Parlamentarische Staatssekretär im Entwicklungsministerium, Hans-Joachim Fuchtel, hatten gemeinsam zum Fairen Frühstück in die Parlamentskantine im Berliner Reichstagsgebäude geladen.

Dabei konnten sich die Abgeordneten aus erster Hand über den Fairen Handel informieren. So stellte Naturland Geschäftsführer Steffen Reese, der zugleich Vorstandsmitglied des FFH ist, unter anderem die aktuellen Entwicklungen beim Naturland Fair Zeichen dar.