Naturland zum Weltbodentag am 5. Dezember

bodenpraktiker 250Gesunde Böden sind die Grundlage für eine langfristige Ernährungssicherung, in Deutschland wie auch weltweit. Sie sind weniger betroffen von Erosion, können mehr Wasser und CO2 speichern und sind so besser geeignet, den Herausforderungen des Klimawandels zu trotzen. Der Öko-Landbau leistet durch seine nachhaltige Wirtschaftsweise einen erheblichen Beitrag zum Aufbau und Erhalt gesunder Ackerböden.

Um das Wissen über den Boden und seine Pflege bei den Öko-Bauern zu vertiefen, hat Naturland als erster Öko-Verband in Deutschland die Ausbildung zum „Bodenpraktiker“ eingeführt. Dieses Jahr fand das Seminar zum vierten Mal statt.

Hohenester würdigt Verdienste des langjährigen Naturland Präsidiumsmitglieds

Felix Loewenstein 250Naturland gratuliert seinem langjährigen Präsidiumsmitglied Dr. Felix Prinz zu Löwenstein zur Verleihung des Verdienstkreuzes am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland durch Bundespräsident Joachim Gauck. „Felix Löwenstein ist seit vielen Jahren eine der prägendsten Persönlichkeiten für Naturland wie auch für die gesamte Öko-Branche. Es erfüllt mich persönlich mit großer Freude, dass sein herausragendes Engagement für den ökologischen Gedanken nun mit dem Bundesverdienstkreuz belohnt wird“, sagte der Naturland Präsidiumsvorsitzende Hans Hohenester am Donnerstag (03.12.) in Gräfelfing.

Hohenester würdigte insbesondere auch die Verdienste Löwensteins als Gründungsvorsitzender des Branchenverbands BÖLW. „Wenn die Ziele des Öko-Landbaus heute allgemein anerkannt sind als ein gesamtgesellschaftliches Anliegen, so ist dies zu einem ganz erheblichen Teil auch Felix Löwenstein zu verdanken", unterstrich der Naturland Präsidiumsvorsitzende.

Hohenester 2015 250Verantwortung nicht auf die Verbraucher abwälzen

Naturland fordert von der Politik in Bund und Ländern endlich eine klare Linie auf dem Weg zu einer nachhaltigen und tiergerechten Landwirtschaft. „Wir brauchen eine ganzheitliche Agrarwende, keine Teillösungen mit immer neuen Siegeln für verschiedene Einzelaspekte“, sagte Hans Hohenester, Öko-Bauer und Naturland Präsidiumsvorsitzender, auf der Delegierten-versammlung des Öko-Verbands in Gräfelfing. „Denn tatsächlich wird damit immer nur die Verantwortung auf den Verbraucher abgewälzt, während sich am System selbst nicht wirklich etwas ändert“, kritisierte Hohenester.

Als Beispiel für eine solche Teillösung nannte Hohenester den Vorschlag des Wissenschaftlichen Beirats Agrarpolitik der Bundesregierung (WBA) für ein mehrstufiges staatliches Tierschutzlabel.

Naturland zur 21. UN-Klimakonferenz vom 30. November bis 11. Dezember in Paris

Hans Hohenester 250Der ökologische Umbau der Landwirtschaft muss ein zentraler Bestandteil der Strategie im Kampf gegen den Klimawandel werden. „Konventionelle Landwirtschaft und exzessiver Fleischkonsum sind für mehr als ein Viertel der weltweiten Treibhausgasemissionen verantwortlich. Dass es auch anders geht, macht der Öko-Landbau seit Jahrzehnten erfolgreich vor“, sagte Hans Hohenester, Öko-Landwirt und Naturland Präsidiumsvorsitzender, am Dienstag (24.11.) in Gräfelfing mit Blick auf die anstehende UN-Klimakonferenz in Paris.

„Wenn wir dieses Potenzial endlich konsequent nutzen, kann die Landwirtschaft einen maßgeblichen Beitrag zum Erreichen der Klimaschutzziele beitragen“, unterstrich Hohenester.

BOELW Vorstand Plagge Loewenstein Roeder 250Der Spitzenverband der ökologischen Lebensmittelwirtschaft wird mit Kontinuität und neuen Impulsen weitergeführt. Bei der Vorstandswahl am 11. November in Berlin bestätigte die Mitgliederversammlung das langjährige Naturland Präsidiumsmitglied Felix Prinz zu Löwenstein mit großer Mehrheit als Vorsitzenden des Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW).

Jan Plagge, Bioland-Präsident und seit 2011 Vorstand mit Schwerpunkt Landwirtschaft im BÖLW, wurde – ebenfalls mit großer Mehrheit – im Amt bestätigt. Der Schwerpunkt Handel und Verarbeitung wird künftig von Elke Röder, Geschäftsführerin Bundesverband Naturkost Naturwaren (BNN), im dreiköpfigen BÖLW-Vorstand vertreten.

imker klein

Die Maya-Gemeinden auf der Halbinsel Yucatan in Mexiko haben vor Gericht einen wichtigen Sieg erstritten. Der Oberste Mexikanische Gerichtshof, der einem Verfassungsgericht gleich kommt, hat Monsanto die Anbaugenehmigung für die kommerzielle Aussaat von Gensoja auf der Halbinsel Yucatan entzogen.

Das Gericht kam in einer am 4. November einstimmig gefassten Entscheidung zu dem Schluss, dass die dem Monsanto-Konzern erteilte Genehmigung keine Gültigkeit besitze, da Verfassungsrechte der indigenen Völker verletzt worden seien, berichtete die mexikanische Zeitung La Jornada. Die mexikanischen Behörden hätten zuvor eine Konsultation der betroffenen, indigenen Gemeinden durchführen müssen.