Niedersächsische Agrarwende ist eine gesellschaftliche Notwendigkeit

3PM 250Verden – Der stellvertretende niedersächsische Naturland Landesvorsitzende Everhard Hüseman fordert die konventionellen Bauernvertreter auf, ihre Verweigerungshaltung gegen die „sanfte Agrarwende“ der Landesregierung endlich aufzugeben und zu einer konstruktiven Haltung zurückzufinden. „Wer das Kupieren von Schweineschwänzen oder das Kürzen von Hühnerschnäbeln allen Ernstes als Tierschutz bezeichnet, der möchte offenbar weiterhin die Tiere für bestehende Haltungssysteme und Größenordnungen ‚passend‘ zurechtstutzen.

Die Gesellschaft ist zu Recht nicht länger bereit, solche Praktiken zu tolerieren“, sagte Hüseman auf der Landesmitgliederversammlung der niedersächsischen Naturland Bauern in Verden.
Der Präsident des Deutschen Bauernverbandes, Joachim Rukwied, hatte unlängst bei einer Veranstaltung vor Bauern in Niedersachsen massiv gegen den Öko-Landbau und die Reformpolitik der grünen Länderagrarminister polemisiert.

Bundesregierung muss Allianz gegen die Totalrevision der EU-Öko-Verordnung schmieden

2014 11 27 deleg 250Gräfelfing – Im Streit um die von Brüssel geplante Totalrevision der EU-Öko-Verordnung warnt Naturland vor falschen Kompromissen zu Lasten der Zukunft des Öko-Landbaus. „Der derzeit diskutierte Vorschlag der italienischen Ratspräsidentschaft ist nicht mehr als ein Scheinkompromiss. An der grundsätzlich falschen Ausrichtung der Brüsseler Pläne ändert sich dadurch gar nichts“, sagte Hans Hohenester, Öko-Bauer und Naturland Präsidiumsvorsitzender, auf der Delegiertenversammlung des Öko-Verbandes am Donnerstag in Gräfelfing.
In einem einstimmig gefassten Beschluss forderten die Naturland Delegierten die Bundesregierung auf, alles daran zu setzen, um bis zur Sitzung des EU-Agrarministerrats am 15. Dezember Allianzen gegen die geplante Totalrevision und für eine Rettung des Öko-Landbaus in Europa zu schmieden. „Die Verbraucher wollen mehr heimisches Öko. Viele Landesregierungen in Deutschland unterstützen dies, indem sie die Rahmenbedingungen für Öko-Bauern verbessern. Diese positiven Ansätze werden aber durch die Entwicklung auf europäischer Ebene komplett konterkariert“, heißt es in dem Beschluss der Naturland Delegiertenversammlung.

 

Im „Internationalen Jahr der Böden“: Naturland auf der Internationalen Grünen Woche

IGW 250Gräfelfing/Berlin – Gesunde Böden sind der Schlüssel zur Sicherung der Welternährung. Sie leisten einen unverzichtbaren Beitrag zum Klimaschutz und zum Erhalt der Artenvielfalt. Im Öko-Landbau steht der Schutz des Bodens deshalb seit jeher im Mittelpunkt. Allerdings gehen jedes Jahr weltweit rund sechs Millionen Hektar fruchtbares Ackerland verloren. Aus diesem Grund hat die UNO 2015 zum „Internationalen Jahr der Böden“ erklärt.

Auf der Internationalen Grünen Woche vom 16. bis 25. Januar in Berlin können sich die Messebesucher am Naturland Stand in der Bio-Halle (1.2b) darüber informieren, was gesunde Böden alles leisten und was Öko-Bauern tun, um diese lebenswichtige Ressource zu schützen. „Bio – mehr Platz für Leben“ lautet das diesjährige Motto der Bio-Halle, wo Naturland mit einer Aktionsfläche sowie einem Gemeinschaftsstand mit insgesamt acht Naturland Partnern präsent sein wird. Besucher können sich auf der Aktionsfläche (Stand 214) informieren, wie viel Leben in einem gesunden Öko-Boden steckt.

50.000 Menschen demonstrieren für eine umfassende Agrarwende

WirHabensSatt2015Berlin – 50.000 Menschen haben zur Internationalen Grünen Woche in Berlin gegen Gentechnik, gegen das Freihandelsabkommen TTiP und für eine umfassende Agrarwende demonstriert. Sie forderten einen Kurswechsel in Richtung einer Landwirtschaft, die Bauern eine Zukunft gibt, damit sie ihrer Verantwortung gegenüber Verbrauchern, Tieren, Umwelt und Klima gerecht werden können.

Das machten bei der Abschlusskundgebung am Samstag vor dem Bundeskanzleramt zahlreiche Redner unterschiedlicher Organisationen deutlich, darunter auch Felix Prinz zu Löwenstein, Vorsitzender des Bundes Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW) und langjähriges Naturland Präsidiumsmitglied.

Kaffeeproduzenten aus Burundi suchen einen Markt und finden ein neues Wertesystem

2014 09 21 Fair 250Gräfelfing – Öko-Landbau hat nur dann Zukunft, wenn die Bauern davon leben können. Naturland hat deshalb mit dem Naturland Fair Zeichen eine freiwillige Zusatzzertifizierung geschaffen, die beides – öko und fair – aus einer Hand bietet.

Welchen konkreten Nutzen das für die Bauern bietet, darüber haben sich am Samstag zwei Vertreter von Kaffee-Kleinbauern aus Burundi mit einem Naturland Milchbauern aus Oberbayern ausgetauscht. Dabei wusste der Bayer zu berichten, dass Faire Partnerschaften auch für die Bauern im Norden wichtig sind, während die burundischen Gäste betonten, dass Fair auf Dauer auch im Süden nur mit Öko ein wirkliches Zukunftsmodell ist.

Fair wird Mehrwert für Öko-Bäcker

suedback 250Gräfelfing – Ein Öko-Sortiment ist für Bäckereien und Konditoreien in den vergangenen Jahren zum wichtigen Wettbewerbsvorteil geworden. Zugleich steigt das Interesse der Verbraucher an regional erzeugten und fair gehandelten Produkten. Für all das steht Naturland Fair: Ökologische Produktion, faire Handelsbeziehungen und soziale Verantwortung in der Region werden mit einem Zeichen sichtbar gemacht.

Auf der südback können sich Bäcker und Konditoren vom 18. bis 21.10.2014 am Naturland Stand in Halle 7, Stand 7D18 ausführlich informieren und Kontakte knüpfen. Vor Ort ist auch die Meyermühle aus Landhut, die als führende Öko-Mühle Premiummehl, Backmischungen und Zutaten in Naturland Fair Qualität liefert.