Praxiserprobte Alternativen längst vorhanden - REWE, Naturland und PROVIEH zur Ferkelkastration

Ferkel2 250x166Der Ausstieg aus der betäubungslosen Ferkelkastration ist bei REWE bereits seit zwei Jahren bei den Produkten der Eigenmarke REWE Bio Realität. Daran wird auch die nun geplante Verschiebung des endgültigen Verbots dieser Praxis nichts ändern. Damit genießt das Tierwohl bei den Fleisch- und Wurstprodukten der Eigenmarke REWE Bio weiterhin höchste Priorität, bekräftigen Dirk Heim, Bereichsleiter Bio & Nachhaltigkeit Ware bei der REWE Group, und der Präsident des Öko-Verbands Naturland, Hubert Heigl. Die Tierschutzorganisation PROVIEH begrüßte die Ankündigung als klares Signal, dass mehr Tierschutz schon heute möglich ist, wenn alle Partner in der Wertschöpfungskette dies wirklich wollen und an einem Strang ziehen.

Dagegen will die Bundesregierung die betäubungslose Ferkelkastration um weitere zwei Jahre verlängern. Ein entsprechender Gesetzentwurf ist am Mittwoch im Bundeskabinett verabschiedet worden.

Diskussion über Alternativen zur betäubungslosen Ferkelkastration auf der Fachmesse EuroTier

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Schwerer Rückschlag für den Tierschutz: Union und SPD wollen das Verbot der betäubungslosen Ferkelkastration kurzfristig um weitere zwei Jahre verschieben. Dabei war das Ausstiegsdatum 1. Januar 2019 der Branche lange genug bekannt, um Alternativen zur erproben.

Naturland ist genau diesen Weg auch gegangen, betont Naturland Präsident Hubert Heigl: „Bereits seit 2016 arbeiten viele Naturland Betriebe mit der Impfung gegen den Ebergeruch."

Ökologischer Landbau vereint mit sozialer Verantwortung und fairem Handel

Foto Blank Facebook Ernte 250Der Demonstrationsbetrieb für ökologischen Landbau erzeugt und vermarktet nun die ersten Äpfel (als Tafelobst) in Naturland Fair Qualität. Faire Preise werden an die Erzeuger gezahlt, daneben legt Familie Blank besonders Wert auf langjährige, verlässliche und faire Handelsbeziehungen.

Heinrich Blank betont: „Neben dem Apfel steht bei uns der Mensch im Mittelpunkt“. Dazu zählt neben der guten Zusammenarbeit mit Partnern vor allem auch der faire und vertrauensvolle Umgang mit den Mitarbeitern. Familie Blank steht in ständigem Austausch mit allen Handelspartnern und pflegt das Netzwerk Sommer wie Winter. Freundlich und respektvoll sind die Arbeitsbeziehungen – und das rückt Blank immer wieder in den Fokus.

Zur Zeit findet die zweitägige Inspektorenschulung in der Naturland Geschäftsstelle in Gräfelfing. Inspektoren können gar nicht genug von Naturland wissen. Stellen sie doch sicher, dass die Naturland Richtlinien auch überall auf der Welt eingehalten werden.

Da dürfen schon mal die Köpfe rauchen, wenn wie diese Tage vierzehn VertreterInnen von acht Kontrollstellen aus sieben europäischen Ländern zusammengekommen, um an einem interaktiven zweitägigen Training zu den Naturland Richtlinien teilzunehmen.

Naturland zum Welternährungstag am 16. Oktober 2018:

Mais PG 250x166Gräfelfing – Die Zahl der Hungernden steigt und im Kampf gegen den Klimawandel sind bislang nicht einmal die Ziele der Weltgemeinschaft ausreichend. Diese zwei Nachrichten der vergangenen Woche machen aus Sicht des Öko-Verbands Naturland den engen Zusammenhang zwischen Landwirtschaft, Ernährungssicherung und Klimawandel deutlich.

„Wir müssen gegen beides zusammen vorgehen: den Hunger und den Klimawandel“, fordert deshalb Naturland Präsident Hubert Heigl zum Tag der Welternährung am 16. Oktober.

Der Soja-Boom mit riesigen Monokulturen und dem Anbau von genveränderten Pflanzen hat Argentinien in den letzten Jahren zu einem der größten Agrar-Exporteure der Welt gemacht. Aber dazu gehört ein massiver Einsatz an Pestiziden wie Glyphosat und anderen. Am Donnerstag, den 4. Oktober waren der argentinische Jurist Juan Ignacio Pereyra und der Arzt Damián Verzeñassi zusammen mit der Münchner Öko-Aktivistin Christiane Lüst von der „Aktion Gen-Klage" zu Gast bei Naturland.