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Erzeuger
Naturland Öko-Kuh mit Kalb

Weltweit die Nr. 1 der Rindfleischerzeugung

Mutterkuhhaltung gilt in Deutschland noch immer als Sonderform der Rindfleischerzeugung. Obwohl weltweit das führende Verfahren in der extensiven Fleischrinderhaltung, wird die Mutterkuhhaltung hierzulande meist nachrangig zur intensiven Bullenmast angesehen.

 

Mutterkuhhaltung ist weltweit die am weitesten verbreitete Form der Rindfleischerzeugung. In Deutschland gilt diese jedoch nach wie vor als Sonderform, wird aber im ökologischen Landbau zunehmend beliebter. Durch die Mutterkuhhaltung kann ohne großen Aufwand oder Investitionen Kleegras verwertet werden und die Tiere liefern im Gegenzug wertvollen Mist.

 

Weltweit die Nr. 1 der Rindfleischerzeugung

Mutterkuhhaltung gilt in Deutschland noch immer als Sonderform der Rindfleischerzeugung. Obwohl weltweit das führende Verfahren in der extensiven Fleischrinderhaltung, wird die Mutterkuhhaltung hierzulande meist nachrangig zur intensiven Bullenmast angesehen.

 

Mutterkuhhaltung ist weltweit die am weitesten verbreitete Form der Rindfleischerzeugung. In Deutschland gilt diese jedoch nach wie vor als Sonderform, wird aber im ökologischen Landbau zunehmend beliebter. Durch die Mutterkuhhaltung kann ohne großen Aufwand oder Investitionen Kleegras verwertet werden und die Tiere liefern im Gegenzug wertvollen Mist.

 

Herausforderungen

Herausforderungen für umstellungsinteressierte Landwirte sind zum einen der Einsatz von ökologischem Futter, die Erfüllung des vorgeschriebenen Platzbedarfs im Stall und auf der Weide/im Auslauf, der Verzicht auf mineralische Düngung sowie synthetische Pflanzenschutzmittel und Medikamente, die nur bechränkt zulässig sind. Für die Wirtschaftlichkeit der Mutterkuhhaltung sind hohe Reproduktionsraten, ebenso wie die Gewichtszunahme der Jungtiere von hoher Bedeutung. Bei ausreichend hohen Preisen für Absetzer und ausgemästete Tiere sollten Kosten und Aufwand für Futter und Stall möglichst niedrig gehalten werden.

Ökologische Mutterkuhhaltung kann extensiv oder intensiv betrieben werden. Eine Umstellung von konventionell bereits intensiv wirtschaftenden Betrieben ist betriebswirtschaftlich etwas schwieriger, da meist Stallumbaukosten und verringerter Tierbestand unumgänglich sind.

Freilandhaltung

Ganzjährige Freilandhaltung ist möglich und in Nord- und Ostdeutschland üblich. Dabei sollten jedoch Herbst- und Winterabkalbungen vermieden werden, da die Kälber noch keine hohe Kältetoleranz besitzen. Die Erlöse aus der Freilandhaltung sind meist geringer gegenüber der Stallhaltung, dem sei jedoch gegenüberzustellen, dass Gebäudekosten wegfallen, wodurch die gelungene Freilandhaltung unterm Strich wirtschaftliche besser abschneiden kann. Dennoch sollte auch hier den Tieren besonders im Winter eine trockene, windgeschützte Liegefläche angeboten werden.

Rassen

Die Rasse sollte sich nach den Anforderungen an das Produkt, den Gegebenheiten des Standortes und der Qualität der Futteraufwüchse richten. Im Nebenerwerb oder als nachrangiger Betriebszweig werden oft seltene Haustierrassen gehalten, z.B. Pinzgauer, Murnau Werdenfelser, Tiroler Grauvieh, Gelbvieh, Vogelsberger Rind, etc.
Erfolgt die Rassenwahl mit Blick auf die Bedingungen am Markt, sollten gerade im ökologischen Landbau bei der Rassenwahl die spezifischen Erzeugungsbedingungen (höhere Kraftfutterkosten, geringere Bedeutung von Maissilage als Grundfutter etc.) beachtet werden.

Wenn die Rassenwahl mit Blick auf die aktuelle Marktbedingungen erfolgt, haben sich bei Direktvermarktern folgende Rassen bewährt: Angus, Hereford, Fleckvieh, Limousin, Pinzgauer, Salers, Galloway, Hochlandrind. Wer Absetzer für die Weitermast erzeugen will, dem werden Charolais, Fleckvieh, Limousin, Pinzgauer, Gelbvieh, oder Blonde d’Aquitaine empfohlen.

Für extensives Grünland eignen sich besonders auf einer Ganzjahresweide Galloway, Hochlandrindund Salers. Auf mittleren Grünlandstandorten und/ oder Kleegrassilagen haben sich Angus, Fleckvieh, Gelbvieh, Limousin, Pinzgauer, Salers, Blonde d’Aquitaine, Charolais bewährt.

Tierwohl

Im Herbst sind Mutterkühe mehreren Studien nach einem besonders hohen Weidetetanie-Risiko ausgesetzt. Neben Magnesium-Mangel im Aufwuchs kommen als zusätzliche Belastungen niedrigere Temperaturen, hohe Niederschläge mit teilweise hohen Windgeschwindigkeiten. Magnesium kann vorbeugend mittels Lecksteinen direkt den Kühen zugeführt werden.

Hohes Augenmerk sollte auch auf die Auswahl des Deckstieres gelegt werden. Denn neben einem möglichst ruhigen Temperament für den ruhigen Umgang und niedriges Verletzungsrisiko sind auch Kriterien wie Leichtkalbigkeit, Frohwüchsigkeit und guter Fleischansatz der Kälber von hoher wirtschaftlicher Bedeutung. Der Wahlspruch hierbei lautet immer: „Der Bulle ist die halbe Herde!“

Bei der Frage ob behornte oder unbehornte Tiere gehalten werden sind vor allem die Vorlieben und das Geschick des Tierhalters im Umgang mit seinen Rindern von Bedeutung. Bei behornten Tieren muss ein höherer Platzbedarf bei Stallplanung und Neu- bzw. Umbauten unbedingt berücksichtigt werden. Genetisch hornlose Rassen oder Zuchtlinien ersparen den Tieren und dem Landwirt viel Stress, Aufwand und Schmerzen die mit einer Enthornung einhergehen.

Titel Weidemanagement
Hier können Sie das Merkblatt file ico Innere Parasiten der Rinder mit Weidemanagement nachhaltig regulieren (PDF, 863 kB) runterladen.