Erzeuger

Wertschöpfungsketten für Körnerleguminosen entwickeln

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Als Tierfutter und zur Steigerung der Bodenfruchtbarkeit finden Körnerleguminosen schon lange im Öko-Landbau Verwendung, sind sie doch die ideale Alternative zu Import-Soja und Mineraldünger. Mit ihrem hohen Eiweißgehalt werden heimische Hülsenfrüchte wie Erbse und Bohne auch für die menschliche Ernährung wieder zunehmend vom Verbraucher wahrgenommen.

Die Fachberatung für Naturland ist Projektpartner im „Modellhaften Demonstrationsnetzwerk Erbse/Bohne“ - kurz: DemoNetErBo -, das sich zum Ziel gesetzt hat, Anbau und Verarbeitung beider Kulturen in Deutschland zu unterstützen sowie Nachfrage und Angebot zusammenzubringen. Dazu werden modellhaft konventionelle und ökologische Wertschöpfungsketten für die Kulturen Erbse und Bohne gezeigt. Das Demonstrationsnetzwerk fördert den Wissensaustausch zwischen Praxis, Forschung und Beratung. 

Irene Jacob und Werner Vogt-Kaute von der Fachberatung für Naturland sind für den Aufbau und die Betreuung der überregionalen Wertschöpfungsketten im ökologischen Landbau verantwortlich. Weitere Projektbeteiligte sind unter anderem der Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen (LLH), die Fachhochschule Südwestfalen, das FiBL Deutschland und die Bioland Beratung GmbH. 

weisse erbse 350Weißblühende Erbse (Foto: Irene Jacob)

Auf Feldtagen, Seminaren und Vortragsveranstaltungen können sich konventionell und ökologisch wirtschaftende Betriebsleiter/-innen in Anbau und Verwertung von Erbsen und Bohnen weiterbilden und ihre Erfahrungen austauschen. Zu den Vorteilen dieser heimischen Körnerleguminosen zählen neben ackerbaulichen Gesichtspunkten auch die gentechnikfreie, regional basierte Fütterung mit Eiweißkomponenten.

Das Projekt begann im Frühjahr 2016 und läuft bis Ende Dezember 2020. Das DemoNetErBo ist Teil der Eiweißpflanzenstrategie des Bundes und wird gefördert durch das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL).

Weitere Informationen: www.demoneterbo.agrarpraxisforschung.de