Naturland Kaffeeproduzent aus Uganda zu Besuch bei Naturland Milchbauer in Oberbayern

Naturland Bauern Maniragaba Schlickenrieder 250

Zwei Bauern, zwei Kontinente, eine gemeinsame Überzeugung: Die Zukunft unserer Ernährung liegt in der Verbindung von Öko-Landbau und Fairem Handel. Darüber waren sich Stanley Maniragaba, Betriebsleiter der Naturland Kaffeekooperative Ankole Coffee Producers‘ Co-operative Union (ACPCU) in Uganda, und Georg Schlickenrieder, Naturland Milchbauer aus Oberbayern, schnell einig. Im Rahmen der diesjährigen Fairen Woche besuchte Maniragaba seinen Naturland Kollegen Schlickenrieder am Montag (18.09.) auf dessen Betrieb in Otterfing.

Beim Hofrundgang tauschten sich die beiden Öko-Erzeuger über die jeweiligen Perspektiven aus, die sie auf und durch den Fairen Handel haben. „Durch den Fairen Handel können wir unseren Farmern einen guten Preis zahlen. Nur so können sie es sich leisten, ihre Kinder zur Schule zu schicken“, sagte Stanley Maniragaba.

"Wir haben es satt"-Demo 2017 vor dem Bundestag

Wie wir Landwirtschaft betreiben, ist in höchsten Maße umwelt- und klimarelevant, die Zukunft der Tierhaltung beschäftigt Bauern wie Verbraucher gleichermaßen und viele landwirtschaftliche Betriebe sorgen sich um ihre wirtschaftliche Zukunft. Eigentlich genügend Stoff für politische Auseinandersetzung im Wahlkampf, sollte man meinen.

Doch ein Blick in die Wahlprogramme der Parteien zeigt: Die Frage, wie unsere Landwirtschaft und unser Ernährungssystem in Zukunft aussehen sollen, spielt bei der Bundestagswahl 2017 nur eine untergeordnete Rolle.

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Zum aktuellen Stand der Revision der EU-Öko-Verordnung

EU Flagge 250Seit nun mehr drei Jahren ringen EU-Parlament, Ministerrat und EU-Kommission um ein neues Bio-Recht, ohne dabei eine wirkliche inhaltliche Verbesserung der EU-Öko-Verordnung erreicht zu haben. In dieser Zeit ist es nicht gelungen, aus einer schlechten Vorlage der EU-Kommission einen praxistauglichen Gesetzesvorschlag zu entwickeln, der die Entwicklung des Öko-Landbaus stärkt und nicht schwächt.

Lange sah es ganz danach aus, als würde die neue Verordnung gänzlich scheitern, da man in den wesentlichen Punkten nicht in der Lage war, einen Kompromiss zu erzielen. Ende Juni 2017 schloss der Trilog zwischen EU-Parlament, Ministerrat und EU-Kommission dann aber doch mit einem Kompromiss ab. Das lag freilich nicht zuletzt daran lag, dass der strittigste Punkt – die Einführung von eigenen Grenzwerten für Pestizide in Bio-Produkten – vorerst vertagt wurde.

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Auf fast jeder Milchpackung prangt das Bild glücklicher Kühe, doch die Wirklichkeit sieht schon lange anders aus. Aus der Milchviehwirtschaft ist eine milliardenschwere Industrie geworden, die dafür sorgt, dass der Milchkonsum weltweit konstant ansteigt.

Der am 21. September in deutschen Kinos anlaufende Dokumentarfilm DAS SYSTEM MILCH wirft einen Blick hinter die Kulissen der Milchindustrie und zeigt eindringlich die Konsequenzen für Menschen, Tiere und Umwelt auf und stellt dar, welche Verantwortung Politik und Verbraucher in einer globalisierten Welt tragen.

Faire Woche 2017 vom 15. bis 29. September

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Unter dem Motto „Fairer Handel schafft Perspektiven“ startet am Freitag die diesjährige Faire Woche (15. – 29. September). Bundesweit machen mehr als 2.000 Veranstaltungen den Fairen Handel erlebbar. Ein Höhepunkt der Fairen Woche sind die Produzentenreisen, bei denen auch Naturland Bäuerinnen und Bauern von ihrer Arbeit und ihren Erfahrungen mit dem Fairen Handel berichten.

Für Naturland gehören Ökologischer Landbau und Fairer Handel untrennbar zusammen. „Öko-Landbau ist umwelt- und gesundheitsverträglich und damit fair zu Mensch, Tier und Natur“, sagt Hubert Heigl, Präsident des Öko-Verbandes Naturland, mit Blick auf die Faire Woche. Gerade die Kleinbauern im globalen Süden werden Dank Öko-Landbau unabhängig von teurer Agro-Chemie. Der Faire Handel wiederum sorgt dafür, dass sie von ihrer Arbeit leben können.

Naturland bringt Öko-Kompetenz in der Entwicklungszusammenarbeit ein

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Gräfelfing – Naturland begrüßt das klare Bekenntnis von Entwicklungsminister Dr. Gerd Müller zum Öko-Landbau. „Die ökologische und sozial orientierte Landwirtschaft ist der Schlüssel zur Bekämpfung von globalen Umweltproblemen, Hunger und Armut. Es ist gut, dass diese Erkenntnis aus dem Weltagrarbericht 2008 künftig auch die Entwicklungspolitik der Bundesregierung prägen soll“, sagte Naturland Geschäftsführer Steffen Reese am Montag in Gräfelfing.

Reese reagierte damit auf eine Ankündigung von Bundesminister Müller, wonach die innovativen Methoden des ökologischen Landbaus in der Entwicklungspolitik in Zukunft eine zentrale Rolle spielen sollen.