Fairer Handel legt 13 Prozent zu - Umfrage bestätigt: Immer mehr Menschen kaufen fair ein

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Mit fast 1,5 Milliarden Euro Umsatz und einem Plus von 13 Prozent setzt der Faire Handel in Deutschland seinen Wachstumskurs fort. Eine aktuelle Verbraucherbefragung zum Fairen Handel bestätigt: Immer mehr Menschen kaufen fair ein. Das teilte das Forum Fairer Handel im Rahmen seiner Jahrespressekonferenz am 17. Juli in Berlin mit.

Andrea Fütterer, Vorstandsvorsitzende des Forum Fairer Handel, appelliert: „Es gilt weiterhin, noch stärker gegen die Ursachen des ungerechten Welt-handels zu wirken. So benötigen Kaffeebäuer*innen angesichts von sinkenden realen Einkommen und den Folgen des Klimawandels mehr Unterstützung – durch fairen Konsum, aber auch durch gesetzliche Regelungen.“ Naturland ist Mitglied im Forum Fairer Handel, das sich als die politische Stimme der Fair-Handels-Bewegung in Deutschland versteht.

Gleich zwei internationale Öko-Weinpreise beweisen: Naturland Winzer erzeugen Weine auf Spitzen-Niveau. Bei den diesjährigen Öko-Weinwettbewerben "Amphore" und dem "internationalen bioweinpreis" holten Naturland Weine in mehreren Kategorien Gold, Silber und Bronze.

Beim Wettbewerb "Amphore" in Paris konnten die Naturland Weingüter am Stein sowie Sander überzeugen. Beim internationalen bioweinpreis wurden Weine der Naturland Weingüter Bausewein, Forsthof, LaSelva, Schlossgut Hohenbeilstein, Wittmann und Zang ausgezeichnet.

Immer mehr Menschen in Deutschland kaufen faire Produkte. Das zeigt eine aktuelle Verbraucherbefragung zum Fairen Handel. Aber die Fair-Handels-Bewegung will mehr als die Förderung eines fairen Konsums. Sie setzt sich insgesamt für mehr Gerechtigkeit im Welthandel ein.

Die Verbraucherbefragung zeigt auch, dass auch diese politischen Anliegen einen enormen Rückhalt in der Bevölkerung genießen. Am wichtigsten ist den Menschen die Forderung nach mehr Klimagerechtigkeit. Der Aussage „Die Hauptverursacher des Klimawandels müssen für mehr Klimagerechtigkeit die sogenannten Enwicklungsländer bei der Anpassung an die Folgen des Klimawandels unterstützen“ stimmten insgesamt 87 % zu.

Deutscher Nachhaltigkeitspreis

Der Naturland Hof Icken in Sievern (Niedersachsen) ist für den Deutschen Nachhaltigkeitspreis 2019 nominiert. Der Naturland Betrieb ist einer von insgesamt 16 Nominierten in der Kategorie kleine und mittlere Unternehmen, wie die Stiftung Deutscher Nachhaltigkeitspreis e.V. in Düsseldorf mitteilte.

Neben dem Naturland Mitgliedsbetrieb der Familie Icken sind auch zwei Naturland Partnerunternehmen unter den diesjährigen Nominierten: die Milchwerke Berchtesgadener Land Chiemgau e.G. und die Brauerei Neumarkter Lammsbräu aus der Oberpfalz.

„Bio-Fisch in der Mittagspause“ findet auch bei den Mitarbeitern der dpa großen Anklang

Bild News Aktionstag dpa HH

Auch der 2. Bio-Fisch Aktionstag, den die Naturland Zeichen GmbH im Rahmen des Projekts „Bio-Fisch in der Mittagspause“ am 13. Juni 2018 organisierte und der langfristig Partnerschaften zwischen Kantinen der Bio-Städte sowie Erzeugern und Lieferanten von Bio-Fisch stärken soll, war ein voller Erfolg. Kantine mal anders: neben einem leckeren Bio-Fisch Gericht bekamen die Mitarbeiter vor Ort wertvolle Experten-Tipps, Ratschläge zum Bio-Fisch Einkauf und Rezeptideen.

Die Mittagspause war noch nicht vorbei, da war der irische Bio-Lachs in der dpa-Kantine schon ausverkauft. Küchenchef Thomas Lassen freute sich über vielfaches Lob zu seinem Gericht – den Bio-Fisch kombinierte er mit feinen Bio-Kartoffeln.

Mit 162 Litern pro Kopf ist der Kaffeekonsum in Deutschland hoch. Doch Kleinbauern und Kleinbäuerinnen, die den Großteil des weltweiten Kaffees produzieren, profitieren oft nicht davon. Der Faire Handel will die Lebensbedingungen der Menschen am Anfang der Lieferkette verbessern sowie Ausbeutung und Umweltzerstörung verhindern.

Daher begrüßen das Forum Fairer Handel und TransFair den Vorstoß von Bundesminister Dr. Gerd Müller, fairen Kaffee von der Kaffeesteuer zu befreien. Die Idee einer Förderung fairen Kaffeekonsums durch steuerliche Anreize ist nicht neu. Sie hat jedoch durch einen entsprechenden Vorstoß von Bundesentwicklungsminister Gerd Müller Anfang April 2018 an politischer Aktualität gewonnen.