Die Sieger im bundesweiten Wettbewerb „BodenWertSchätzen“ stehen fest. 19 „Leuchtturmprojekte“ sind von einer Fachjury aus den insgesamt knapp 160 Bewerbungen für das Finale in der Deutschen Bundesstiftung Umwelt in Osnabrück nominiert worden. Im Themenfeld „Landbewirtschaftung“ fiel der mit 5000 € dotierte 1. Platz auf den Naturland Betrieb der Familie Lex im bayerischen Bockhorn, die ihren Hof seit 35 Jahren nach ökologischen Richtlinien bewirtschaften.

Die Jury überzeugte vor allem die funktionierende Vermarktung und die Veranstaltung des Schulklassenprogramms "Erforsche die VIELFALT auf einem Biohof". Darin werden Schüler spielerisch an das Thema "biologische Vielfalt" in Verbindung mit Ökolandbau und gesunder Ernährung herangeführt.

Betriebsleiter Lorenz Lex stellte Ende der Siebziger Jahre aus gesundheitlichen Gründen seine Ernährung auf gesunde Vollwertkost um und entschied sich für die Umstellung auf Ökolandbau für den gesamten Hofbetrieb. Seit Gründung des Naturland Verbandes 1982 wirtschaftet der Hof nach dessen Richtlinien. In den 1980er Jahren wurde der Betrieb um eine Mühle und eine Getreidereinigungsanlange mit Dinkel-Entspelzung erweitert. Mittlerweile werden neben den Kulturen für den Hofladen auch viele verschiedene Saatgutvermehrungen angeboten, die über die Naturland Marktgesellschaft verkauft werden. Groß- und Einzelhandel sowie Verarbeiter werden mit den hofeigenen Produkten beliefert. Der Biohof Lex gehört auch dem vom Bundeslandwirtschaftsministerium gegründeten Netzwerk "Demonstrationsbetriebe für ökologischen Landbau" an, das besonders vorbildliche Betriebe auszeichnet.

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Die Hauptpreise im Wettbewerb "BodenWertSchätzen" in den insgesamt fünf Kategorien gingen nach Bayern, Nordrhein-Westfalen, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Berlin. Mit Sonderpreisen wurden Projekte aus Berlin, Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen und Hamburg geehrt. Preisträger und Platzierte freuen sich über insgesamt 75.000 Euro, die der Rat für Nachhaltige Entwicklung (RNE) und die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) ausgelobt haben. Für die Generalsekretäre Dr. Heinrich Bottermann (DBU) und Prof. Dr. Günther Bachmann (RNE) ist dies ein Signal weit über den Bodenschutz hinaus. Gesellschaftliche Kreativität und Engagement zeigten neue Lösungen für den Umweltschutz auf, stellten sie bei der Preisübergabe fest.