Landwirtschaftsministerin Priska Hinz zeichnet erfolgreiche Rinderzucht aus

hessen staatsehrenpreis 350Landwirtschaftsministerin Priska Hinz (li.) überreicht den Staatsehrenpreis an Claudia und Dieter Hoffarth (Foto: Naturland) Lohra – Die hessische Landwirtschaftsministerin Priska Hinz besuchte den Naturland Betrieb Eselsmühle in Lohra, um den Betriebsleitern Claudia und Dieter Hoffarth persönlich den Staatsehrenpreis für eine besonders erfolgreiche Rinderzucht zu überreichen. Der Betrieb im Landkreis Marburg-Biedenkopf wird damit für sein langjähriges Engagement in der nachhaltigen Nutztierhaltung ausgezeichnet.

Seit 1991 bewirtschaften Dieter und Claudia Hoffarth die Eselsmühle in Lohra schon ökologisch, seit 2008 auch nach den ökologischen Richtlinien von Naturland. Damals stellten Hoffarths die Zuchtsauenhaltung ein und begannen mit der Zucht und Haltung von Angus-Mutterkühen. Angus-Rinder sind dafür bekannt, dass sie sehr umgänglich sind und anspruchslos in der Fütterung. Dazu sind sie genetisch hornlos, leichtkalbig, frühreif und besitzen eine hohe Milchleistung. Vor allem ihr Fleisch wird unter Gourmets besonders geschätzt, denn es ist zart und wunderbar marmoriert. Bei der Haltung achten Hoffarths besonders darauf, dass die Tiere artgerecht leben und sich viel bewegen können und gutes, selbstangebautes Futter erhalten. „Unsere Tiere sollen langsam wachsen und werden nicht mit Kraftfutter gemästet. Die Kälber bleiben acht bis neun Monate bei den Müttern und werden von deren Milch und Gras ernährt“, erklärt Dieter Hoffarth.


Für ihre besondere Leistung in der Zucht und nachhaltigen Nutztierhaltung wurden Claudia und Dieter Hoffarth jetzt mit dem Hessischen Staatsehrenpreis für Rinderzucht ausgezeichnet. Die hessische Landwirtschaftsministerin Priska Hinz ließ es sich nicht nehmen, den Ehrenpreis persönlich zu übergeben. „Die Tierzucht ist vorbildlich und der Betrieb ist in seiner vielseitigen Struktur ein innovativer ökologischer Betrieb und somit beispielhaft für den ökologischen Landbau in Hessen“, würdigte Priska Hinz die Arbeit der Familie Hoffarth. Insbesondere die tierzüchterischen Erfolge, die sich in den vielen erfolgreichen Körungen auf Tierschauen, darunter mehrfache Landessiegerkühe, Europasiegerinnen, hoch gekörte Bullen, Siegerbulle und Hessenchampion, widerspiegeln, seien ein ausschlaggebendes Kriterium für die Verleihung des Staatsehrenpreises gewesen.


Mit der Verleihung des Staatsehrenpreises werden herausragende Leistungen und Aktivitäten von Züchtern honoriert, die in der Vergangenheit in besonderer Weise zur positiven Entwicklung der organisierten Tierzucht in Hessen beigetragen haben. Dies gilt vor allem für die Weitergabe des in der Herdbuchzucht erreichten hohen züchterischen Standards an die breite Landeszucht. Die ausgezeichneten Zuchtbetriebe tragen damit zu einer nachhaltigen Verbesserung der tierischen Erzeugung in Hessen bei. Das hessische Landwirtschaftsministerium verleiht die Staatsehrenpreise dabei nach einem festgelegten Vergaberhythmus für die Bereiche Pferde-, Rinder-, Schaf-, Ziegen- und Schweinezucht.

 

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