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Naturland International

Öko-Landbau weltweit

Naturland fördert den Öko-Landbau weltweit. Die Naturland Bäuerinnen und Bauern erzeugen ein breites Sortiment wertvoller Produkte: Kaffee aus Mexiko und Peru, Olivenöl aus Griechenland, Tee von indischen Berghängen, Ananas und andere tropische Früchte aus Uganda, Gewürze aus Sri Lanka. Die ökologische Landwirtschaft sichert kleinbäuerliche Existenzen und fördert die nachhaltige Bewirtschaftung der oft fragilen Öko-Systeme. Aktuell bewirtschaften rund 54.000 Naturland Bauern und Bäuerinnen weltweit eine Fläche von über 400.000 Hektar. 

Mit 1,14 Milliarden Euro erzielte der Faire Handel in Deutschland 2015 einen neuen Rekordumsatz. Eine Ursache dafür sind neue Käufergruppen, die zu fair gehandelten Produkten greifen. Das gab das Forum Fairer Handel, der Verband des Fairen Handels in Deutschland, auf seiner Jahrespressekonferenz am Donnerstag (25.08.) in Berlin bekannt.

Naturland ist Mitglied im Forum Fairer Handel, das sich als die politische Stimme der Fair-Handels-Bewegung in Deutschland versteht.

Heiveld Gruppe 250Seit vielen Jahren bauen in Südafrika Kleinbauern der Kooperative Heiveld Rooibos-Tee nach Naturland Richtlinien an. Seit Ende 2015 unterstützt ein Zusammenschluss mehrerer Partner die Rooibos-Kooperative dabei, die 2.549 ha große Blomfontein-Farm zu kaufen.

Heiveld benötigt Unterstützung, um das Land ihrer Vorfahren zu erwerben und so zur Existenzsicherung vieler Familien beizutragen, nachhaltigen Bio-Rooibos-Tee anbauen zu können und die einmalige Landschaft und Artenvielfalt erhalten zu können. Für die Kleinbauern von Heiveld ist der Landkauf ein bedeutender Schritt in eine selbstbestimmte Zukunft. Schon jetzt ist enorm viel gesammelt worden.

Naturland Fair auf der Fair Handels Messe Bayern in Augsburg

FairHandelsMesseBayern250Immer mehr Label weisen Produkte als nachhaltig aus. Echte Nachhaltigkeit entsteht aber nur dann, wenn Produkte ökologisch erzeugt und fair gehandelt wurden. Beides vereint Naturland Fair seit 2010 in einem Zeichen. Wie das konkret wirkt, von Lateinamerika über die Türkei bis ins Voralpenland, macht Naturland auf der Fair Handels Messe Bayern am 15. und 16. Juli in Augsburg erlebbar.

Wie Nord und Süd zusammenkommen und welchen konkreten Nutzen die Erzeuger davon haben, zeigt sich an einem Produkt wie den Naturland Fair zertifizierten schokolierten Haselnüssen der Fair-Handelsgenossenschaft dwp eG. Auf der Fair Handels Messe Bayern beleuchtet Naturland u.a. dieses Beispiel und zeigt die ganze Vielfalt öko-fairer Produkte aus Nord und Süd.

Naturland fordert zum Welttag der Schokolade am 7. Juli ein Umdenken im Kakaoanbau

Kakaobauer klein bearbeitet 1116 Tafeln Schokolade verdrückt jeder Deutsche im Durchschnitt pro Jahr. Gerade einmal rund zweieinhalb Tafeln davon sind Öko und Fair. Die Kleinbauern, die über 90 Prozent des weltweit erzeugten Kakaos anbauen, leben zumeist in bitterer Armut. Schlagzeilen wie süße Schokolade und bittere Bohnen haben die Verbraucher aufgeschreckt und daher wird Schokolade immer häufiger mit verschiedenen konventionellen Nachhaltigkeitssiegeln beworben. Eine wirkliche Alternative bietet aber nur der ökologische Anbau in Verbindung mit fairem Handel.

„Nachhaltig ist Kakaoanbau erst dann, wenn das Anbausystem ökologisch ist und der Kakao fair gehandelt wird, so dass die Bauern von den paar Hektar Land, das sie haben, leben können. Alles andere ist Augenwischerei und führt Verbraucher in die Irre,“ betont Naturland Präsident Hans Hohenester anlässlich des Welttages der Schokolade am 7. Juli.

Podiumsdiskussion auf der Woche der Umwelt im Schloss Bellevue

Mango Preda 250Die Pläne der EU-Kommission für eine neue Regelung der Importe von Öko-Produkten aus Nicht-EU-Staaten gefährden erfolgreiche Öko-Kooperationen. „Öko-Exporte in die EU sind für viele unserer Bauern in den Partnerorganisationen des Südens eine wichtige Einkommensquelle im täglichen Kampf ums Überleben. Dahinter stehen vielerorts erfolgreiche Modelle partnerschaftlicher und sozialer Entwicklung, die jetzt von den Plänen der EU Kommission bedroht sind,“ sagte Naturland Geschäftsführer Steffen Reese auf einer Podiumsdiskussion zum Thema nachhaltiger Liefer- und Absatzketten.

Die Diskussion fand im Rahmen der Woche der Umwelt statt, zu der Bundespräsident Joachim Gauck zusammen mit der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) vom 07.-08. Juni 2016 in den Park von Schloss Bellevue eingeladen hatte. Am Beispiel von vier öko-fairen Projekten und Partnerschaften in Burundi, auf den Philippinen, in Costa Rica sowie Ägypten wurden dabei innovative Modelle internationaler und regionaler, sozial fördernder Zusammenarbeit aufgezeigt, die weit über gängige Zertifizierungs- und Labelling-Praktiken hinausgehen.

Tropische Früchte werden im deutschen Einzelhandel immer häufiger mit verschiedenen konventionellen Nachhaltigkeitssiegeln beworben. Aus Sicht der Menschenrechtsorganisation Oxfam ist das jedoch meist nichts anderes als „Etikettenschwindel im Supermarkt“. In der Studie „Süße Früchte, bittere Wahrheit“ kritisiert Oxfam die Produktionsbedingungen und den Pestizideinsatz auf Bananen- und Ananasplantagen in Costa Rica und Ecuador, die das Siegel der Rainforest Alliance tragen.

Naturland sieht sich durch die Oxfam-Studie einmal mehr darin bestätigt, dass nur Öko wirklich nachhaltig ist. Diese Einschätzung war erst kürzlich auch von den Prüfern der Stiftung Warentest bestätigt worden, die insgesamt sechs verschiedene Nachhaltigkeitssiegel bewertet hatten. „Den höchsten Standard setzt das Siegel Naturland Fair“, so das klare Fazit der Tester. Rainforest Alliance hingegen wurde von den Prüfern als das Siegel mit den geringsten Ansprüchen beurteilt: Es setze vor allem auf Produktionssteigerung, garantiere den Kleinbauern aber beispielsweise keine Mindestpreise oder Prämien.

Führungskräfte und Partner der „Grünen Innovationszentren in der Agrar- und Ernährungswirtschaft“ aus verschiedenen Ländern Afrikas und Indien waren am 12. Mai zu Gast bei Naturland. Der Besuch fand im Rahmen einer von der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH organisierten Konferenz über ökologischen Landbau statt.

Ziel war es u.a. Marktakteure, Vertreter des Öko-Sektors und der Forschung in Deutschland über die Grünen Innovationszentren zu informieren und zu vernetzen. Naturland war in der Konferenz zu Gast und richtete auch ein Besuchsprogramm in der Geschäftsstelle aus.

Am 10. Mai besuchte eine tunesische Delegation von Direktoren und Mitarbeitern des Landwirtschaftsministeriums und angegliederter Behörden Naturland. Der Besuch war Teil einer von der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH organisierten Delegationsreise zur nachhaltigen Landwirtschaft.

Finanziert vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) ist die GIZ gemeinsam mit dem tunesischen Landwirtschaftsministerium für die Umsetzung eines Programmes zur Förderung einer ökonomisch leistungsfähigen und ökologisch nachhaltigen Landwirtschaft in den Regionen Centre-Ouest und Nord-Ouest in Tunesien verantwortlich.