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Naturland International

2015 Öko Imker Mexiko 350

Mexikanische Behörden haben Monsanto die Zusage zum Anbau von 253.000 Hektar gentechnisch veränderten Soja auf der Yucatan-Halbinsel gegeben. Über 15.000 indigene Kleinimker, darunter einige Naturland Imker, sind in ihrer Existenz gefährdet. Noch ist Zeit zu Handeln: Über den tatsächlichen Anbau entscheidet am 28. Oktober das Oberste Gericht. Erteilen Sie der Agro-Gentechnik und Monsanto eine klare Absage und unterstützen Sie die Maya-Imker mit der Petition.

Als sechstgrößter Erzeuger und drittgrößter Exporteur weltweit ist Mexiko eines der bedeutendsten Erzeugerländer von Qualitätshonig. Der Großteil der mexikanischen Bienenvölker befindet sich auf der Yucatan Halbinsel zwischen dem Golf von Mexiko und der Karibik. Das Mayaland ist dünnbesiedelt und reich an natürlichen Wäldern.

In Deutschland hingegen können die heimischen Imker nur 20 Prozent des Verbrauchs an Honig decken. Der Rest wird aus dem Ausland importiert. So werden etwa 85 Prozent des mexikanischen Honigs nach Europa exportiert. Honig, der im Verdacht steht, mit gentechnisch veränderten Pollen kontaminiert zu sein, darf allerdings nicht nach Europa importiert werden. Damit gefährdet der Anbau von transgenem Soya die gesamte mexikanische Imkerei.

Und nicht nur das: Auch das Recht der Menschen auf eine unversehrte Umwelt ist bedroht. Zumal der Anbau von transgenem Soya einhergeht mit der Verwendung des Herbizids Glyphosat, das von der Weltgesundheitsorganisation im Jahr 2015 als wahrscheinlich krebserregend eingestuft worden ist. Weitere zu befürchtende Folgen sind eine beschleunigte Abholzung des letzten mexikanischen Urwalds sowie die Verunreinigung der Böden und des Grundwassers durch die Herbizide.

Petition der Imker erfolgsversprechend

Schon einmal konnten die Gegner des Gentechnikanbaus in Mexiko einen historischen Sieg feiern. Im Jahr 2012 hatte Naturland gemeinsam mit dem mexikanischen Forschungszentrum EcoSur und dem Forschungsinstitut für biologischer Landbau (FiBL) die Weltkonferenz für Öko-Imker in Mexiko abgehalten und dabei die Problematik gentechnisch veränderter Pflanzen thematisiert sowie in begleitender Pressearbeit in die Öffentlichkeit gebracht. Damals hatten die Imker mit ihrer Klage vor Gericht Erfolg und konnten den kommerziellen Anbau von gentechnisch verändertem Soya bis heute verhindern.

Viel Zeit bleibt nicht. Am 28. Oktober wird sich das Oberste Gericht mit ihrer Klage beschäftigen. Mit unserem Votum gegen Gentechnik wollen wir die mexikanischen Imker unterstützen und die Ablehnung Europas verdeutlichen. Schließen Sie sich an und erteilen Sie Monsanto eine Absage!  ›Zur Petition