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Naturland International

Führungskräfte und Partner der „Grünen Innovationszentren in der Agrar- und Ernährungswirtschaft“ aus verschiedenen Ländern Afrikas und Indien waren am 12. Mai zu Gast bei Naturland. Der Besuch fand im Rahmen einer von der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH organisierten Konferenz über ökologischen Landbau statt.

Ziel war es u.a. Marktakteure, Vertreter des Öko-Sektors und der Forschung in Deutschland über die Grünen Innovationszentren zu informieren und zu vernetzen. Naturland war in der Konferenz zu Gast und richtete auch ein Besuchsprogramm in der Geschäftsstelle aus.

In Gräfelfing stellten die verschiedenen Abteilungen des Verbands wie International, Aquakultur und Zertifizierung und die Zeichen GmbH ihre Arbeit vor. Die Teilnehmer zeigten großes Interesse und im Laufe des Nachmittages entwickelten sich zahlreiche spannende Gespräche, besonders auch dazu inwieweit afrikanische Landwirte mit Produkten ihres Landes über Naturland Zugang zu Märkten gewinnen können, zum Beispiel mit Erdnüssen aus Malawi, Honig aus Äthiopien oder Kakao aus Kamerun. Auch im Fortbildungsbereich zeigten sich Optionen für konkrete Kooperationen. Hier waren die Gäste insbesondere an der Naturland Expertise in der Entwicklung interner Kontrollsysteme und der Umstellungsberatung bei tropischen Kulturen interessiert. Nach den Vorträgen bei Naturland gab es noch eine Führung in den nahe gelegenen Biomarkt. Hier konnten sich die Teilnehmer von dem großen Warenangebot und der starken Marktpräsenz des Naturland Zeichens überzeugen.

Hintergrund: Obwohl weltweit noch nie so viele Lebensmittel produziert wurden wie heute, leiden mehr als 800 Millionen Menschen an Hunger. Die Mehrheit der Hungernden sind Kleinbäuerinnen und Kleinbauern. „Grüne Innovationszentren in der Agrar- und Ernährungswirtschaft“ ist ein Programm der GIZ, welches das Einkommen kleinbäuerlicher Betriebe, die Beschäftigung und die regionale Versorgung mit Nahrungsmitteln in den ländlichen Zielregionen durch Innovationen in der Agrar- und Ernährungswirtschaft verbessern soll. Die Zentren arbeiten mit den Ministerien vor Ort und Programmen zu Bodenschutz und Ernährungssicherheit im Rahmen der Sonderinitiative „EINEWELT ohne Hunger“ zusammen. Außerdem fördern sie Wissensaufbau und Wissensverbreitung durch Beratung, Schulung und Fortbildung sowie den Zugang zu Krediten für Innovationen.