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Naturland International

kenyan delegation 350Teilnehmer der kenianischen Delegation zu Besuch bei NaturlandZum Auftakt ihrer einwöchigen Deutschlandreise besuchten kenianische Vertreter der Trilateral Tilapia Cooperation die Naturland Zentrale in Gräfelfing zu einem fachlichen Austausch über nachhaltige Fischerei und ökologische Aquakultur. Auf Einladung von Bundesminister Dr. Gerd Müller bereiste die Delegation in Begleitung mehrerer GIZ-Mitarbeiter (Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit GmbH) insgesamt vom 26. November bis 4. Dezember verschiedene Anlaufstellen in Deutschland um sich mit Experten über unterschiedliche Aquakultursysteme sowie die Fischerei auszutauschen.

Das Naturland Fischerei- und Aquakultur-Team führte die Teilnehmenden bestehend aus Fischzüchtern und Verantwortlichen der Kenianischen Fischereibehörde sowie dem Bildungswesen in das Themengebiet Ökologische Aquakultur ein und gab einen Überblick über verschiedene Naturland zertifizierte Fischereiprojekte. Naturland organisierte die ersten drei Tage mit den Schwerpunkten Bildung, Forschung und Praxis und begleitete die Delegation. In diesem Rahmen wurden das Institut für Fischerei der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft mit den Außenstellen für Forellenteichwirtschaft in Starnberg und Karpfenteichwirtschaft in Höchstadt besucht. Auch wurden eine Forellenzucht und Garnelenproduktion besucht. Bei einer Rundfahrt konnte sich die Delegation einen Überblick über die historische Aischgründer Karpfenteichlandschaft verschaffen. Die Delegation, zeigte großes Interesse, und bekräftigten das Vorhaben die Ausbildung in Kenia auszubauen.

Die Trilateral Tilapia Cooperation ist eine Kooperation zwischen dem kenianischen Ministerium für Landwirtschaft, Viehhaltung und Fischerei, dem deutschen Bundesministerium für Entwicklung und Zusammenarbeit, vertreten durch die GIZ (Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit GmbH) und der Mashav, der Agentur für Internationale Zusammenarbeit der israelischen Regierung. Ziel der Kooperation sind der Umweltschutz sowie eine nachhaltige Nutzung des Victoriasees durch Schaffung alternativer Einkommensmöglichkeiten der rund um den See Bevölkerung. In den vergangenen fünf Jahren wurden über 8.000 Fischfarmer und 100 Fischfutter- und Jungfischproduzenten geschult.