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Naturland International

Besuch GIC grossVertreter, Manager und Partner der Grünen Innovationszentrum zu Besuch bei Naturland Am Dienstag, den 25. Juli, besuchte eine Gruppe von 25 Vertretern, Managern und Partnern der Grünen Innovationszentren die Naturland Geschäftsstelle in Gräfelfing. Naturland arbeitet bislang mit dem Grünen Innovationszentrum in Kamerun an der Umstellung einer Kakao-Kooperative.

Die Zentren sind ein Programm des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ). Sie zielen darauf ab, die Einkommen kleinbäuerlicher Betriebe, die Beschäftigung und die regionale Versorgung mit Nahrungsmitteln in den ländlichen Zielregionen durch Innovationen in der Agrar- und Ernährungswirtschaft zu steigern. Die Zentren fördern die Einführung und Verbreitung von Innovationen entlang verschiedener Wertschöpfungsketten - vom Feld bis auf den Teller. Sie sind dabei nicht an konventionelle landwirtschaftliche Methoden gebunden und können auch den ökologischen Anbau in ihren Ansatz verfolgen. Der Besuch war Teil eines Exposure Seminars über ökologischen Landbau und Fairen Handel, das von der GIZ (Deutsche Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit) organisiert worden war. Die Teilnehmer waren größtenteils Projektmanager und Partner, die in ihren Ländern mit den Grünen Innovationszentren kooperieren und besonderes Interesse an ökologischen Wertschöpfungsketten zeigen. Sie kamen aus Togo, Kamerun, Äthiopien, Ghana, Benin und Malawi.

Steffen Reese, Geschäftsführer von Naturland, empfing die Besucher und unterstrich das Naturland Interesse, den Ausbau der ökologischen Landwirtschaft in Afrika voranzutreiben, ob exportorientiert oder bei der Entwicklung lokaler Ökomärkte. Im Anschluss gaben Naturland Experten der verschiedenen Abteilungen (Naturland Fair, Soziale Verantwortung, International, Zertifizierung) sowie der Naturland Zeichen GmbH Einblicke in die Verbandsarbeit. Außerdem informierten sie die Gäste über die speziellen Anforderungen an eine Zertifizierung nach den Naturland Richtlinien. Ein besonderer Schwerpunkt lag auf den Sozialrichtlinien und der Naturland Fair Zertifizierung.Das Interesse war sehr vielfältig und ging von Fragen nach den konkreten Zertifizierungskosten über Exportmärkte für Öko-Kakao bis hin zur Entwicklung lokaler Märkte für verarbeitete Öko-Sojabohnen.

Im Anschluss an die Vorträge nahmen die Besucher an einer Führung in einem Bioladen in der Nachbarschaft teil. Die afrikanischen Gäste waren von der großen Auswahl der angebotenen Artikel und der hohen Marktpräsenz des Naturland Logos sehr beeindruckt.

Deutschland unterstützt die Entwicklung der 14 Grünen Innovationszentren in der Agrar- und Ernährungswirtschaft - davon liegen 13 in Afrika und eines in Indien. Sie sind Teil der Sonderinitiative „EINEWELT ohne Hunger“.