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Naturland International

Am 13. September nahm eine Delegation von 10 Frauen und 15 Männern aus den Ländern Benin, Kamerun, Äthiopien, Ghana, Kenia, Malawi, Mali, Nigeria, Togo und Tunesien an einem halbtägigen Fortbildungs-Workshop bei Naturland in Gräfelfing teil.

Dort gaben verschiedene Naturland Fachleute Einblicke in die Verbandsarbeit und informierten die Gäste auch über die speziellen Anforderungen an eine Zertifizierung nach dem Naturland Richtlinien. Hierbei lag ein besonderer Schwerpunkt auf den Sozialrichtlinien und der Naturland Fair Zertifizierung. Ein weiterer inhaltlicher Schwerpunkt war die Entwicklung lokaler Öko-Märkte im Kontext von Bauern und Bauerngruppen. Insbesondere diskutiert wurde die Stärkung von Bauerngruppen und die Durchführung von Marktanalysen im Rahmen von Zertifizierungs- und PGS-Systemen.

Die 25 Postgraduierten waren TeilnehmerInnen eines Weiterbildungskurses zum Thema „Landwirtschaftliche Wertschöpfungsketten“ der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf (HSWT). Rund die Hälfte der interessierten Gäste arbeitet an afrikanischen Universitäten, der andere Teil arbeitet im Umfeld der Grünen Innovationszentren. Die Grünen Innovationszentren sind Teil der Sonderinitiative „EINEWELT ohne Hunger“ des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) und werden in den Partnerländern von der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) umgesetzt.

Naturland sieht in dem verbesserten Zugang zu Wissen und Innovationen des Öko-Landbaus großes Potenzial, um die Produktivität kleinbäuerlicher Betriebe in Afrika und Indien wirtschaftlich, ökologisch und sozial nachhaltig zu steigern. Mit dieser Zielsetzung kooperiert der Verband auch mit den Grünen Innovationszentren in der Agrar- und Ernährungswirtschaft (GIAE) im Rahmen eines gemeinsamen Projekts des Forschungsinstituts für biologischen Landbau (FiBL) und dem Öko-Weltdachverband IFOAM in Afrika und Indien.