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Naturland International

Süd Indien3 250x166(Aachen, Bad Honnef, Berlin, Bielefeld, Bonn, Gräfelfing, Hamburg, Hamm, Köln, Wuppertal, 19. November 2018) – Heute entscheidet die Vollversammlung der Vereinten Nationen nach sechs Jahren der Beratung über die UN-Erklärung für die Rechte von Kleinbauern und -bäuerinnen und anderen Menschen, die in ländlichen Regionen arbeiten.

Ein breites Bündnis von 15 zivilgesellschaftlichen Organisationen fordert die Bundesregierung dazu auf, für die Annahme der Erklärung zu stimmen. Die Erklärung stärkt die Rechte von besonders diskriminierten, ausgegrenzten und in ihrer Existenz bedrohten Gruppen auf dem Land, die einen Großteil der Welternährung sichern.

Naturland zum Welternährungstag am 16. Oktober 2018:

Mais PG 250x166Gräfelfing – Die Zahl der Hungernden steigt und im Kampf gegen den Klimawandel sind bislang nicht einmal die Ziele der Weltgemeinschaft ausreichend. Diese zwei Nachrichten der vergangenen Woche machen aus Sicht des Öko-Verbands Naturland den engen Zusammenhang zwischen Landwirtschaft, Ernährungssicherung und Klimawandel deutlich.

„Wir müssen gegen beides zusammen vorgehen: den Hunger und den Klimawandel“, fordert deshalb Naturland Präsident Hubert Heigl zum Tag der Welternährung am 16. Oktober.

Weltweites Bienensterben: Bienenhaltung in Mexiko durch illegalen Gensoja-Anbau bedroht – Brief der Honigimporteure an mexikanischen Präsidenten

Bienensterben Klein

Gräfelfing  – Das weltweite Bienensterben ist eine der bedrohlichsten Folgen der industriellen Landwirtschaft. Der Einsatz von Pestiziden bedroht die Bienen ebenso, wie der generelle Zustand der Agrarlandschaften. Diese sind auch in Deutschland immer leerer geräumt und bieten kaum noch Lebensraum für Bienen und andere Insekten.

„Statt Agro-Chemie brauchen wir generell wieder mehr ökologische Vielfalt auf unseren Wiesen und Feldern“, fordert Hubert Heigl, Präsident des Öko-Verbands Naturland, zum Weltbienentag am 20. Mai. Das gelte umso mehr im internationalen Rahmen, wo Bienen und Artenvielfalt zusätzlich durch Agro-Gentechnik und den damit einhergehenden massiven Pestizideinsatz bedroht sind.

4. Weltkakao-Konferenz in Berlin – Gegendemo angekündigt

Kakaobauer Kamerun klein

Gräfelfing / Berlin – Für über fünf Millionen Kleinbauern, die Mehrheit davon aus Westafrika, ist Kakao die Haupteinnahmequelle. Um ihr Schicksal geht es, wenn sich vom 22.-25. April in Berlin rund 1.500 Akteure der Kakaobranche zur 4. Weltkakao-Konferenz treffen. Naturland fordert die Konferenzteilnehmer auf, ihre Verantwortung ernst zu nehmen und konkrete Entscheidungen zugunsten der Kleinbäuerinnen und Kleinbauern zu treffen.

„Wer Hunger, Armut und missbräuchliche Kinderarbeit im Kakaosektor beenden will, muss für existenzsichernde Einkommen der Kakaoproduzenten sorgen. Das geht nur mit fairen Mindestpreisen und Planungssicherheit durch langfristige Lieferverträge, die die Kleinbauern und ihre Familien vor den extremen Preisschwankungen auf dem Weltmarkt für Kakao schützen“, sagte Naturland Präsident Hubert Heigl im Vorfeld der Konferenz.

IFOAM Organics International, Naturland und FiBL stärken Öko-Kompetenz in ausgewählten Grünen Innovationszentren

Bauer im Gemüsefeld 250Der verbesserte Zugang zu Wissen und Innovationen des Öko-Landbaus haben großes Potenzial, die Ernährungssicherheit zu verbessern und die Produktivität kleinbäuerlicher Betriebe in Afrika und Indien wirtschaftlich, ökologisch und sozial nachhaltig zu steigern. Mit dieser Zielsetzung unterstützen der Öko-Weltdachverband IFOAM Organics International, das Forschungsinstitut für biologischen Landbau (FiBL) und der Naturland - Verband für ökologischen Landbau e.V. in einem gemeinsamen Projekt derzeit neun ausgewählte Grüne Innovationszentren in der Agrar- und Ernährungswirtschaft (GIAE).

Die Grünen Innovationszentren sind Teil der Sonderinitiative „EINEWELT ohne Hunger“ und werden durch die Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) in insgesamt 14 Ländern umgesetzt.

Mexikanische Delegation sucht Unterstützer in Deutschland - Besuch bei Naturland

Maya Imkerinnen 250Illegaler Anbau von Gensoja in Mexiko bedroht die Existenz der indigenen Maya-Imker auf der Halbinsel Yukatan. Durch die zunehmende Ausbreitung der Sojafelder gerät unter anderem die Honigproduktion der Mayas in Gefahr. Fast die Hälfe des mexikanischen Export-Honigs geht nach Deutschland, das weltweit an der Spitze des Pro-Kopf-Verbrauchs an Honig liegt.

Eine Delegation von Maya-Imkerinnen besuchte am Mittwoch (27.09.) die Naturland Zentrale in Gräfelfing, um von ihrem schwierigen Kampf zu berichten. Manfred Fürst, Leiter der internationalen Abteilung bei Naturland sagte den mexikanischen Gästen die weitere Unterstützung des Verbands zu. Nicht zuletzt gebe es auch einige Naturland Imker auf Yukatan, unterstrich Fürst, der zugleich Koordinator des IFOAM Apiculture Forum ist, der weltweiten Vereinigung der Öko-Imker.

Öko-faire Nord-Südprodukte schaffen Perspektiven – Hofrundgang und Molkereibesuch

Bananenbauern treffen Milchbauern 250

Deutsch-ecuadorianisches Öko-Treffen auf dem Großrachlhof in Grassau: Im Rahmen der Fairen Woche haben die beiden Naturland Bananenbauern Marcelo Matute und Yhony Yanzaguano am Mittwoch (27.09.) ihre bayerischen Kollegen Miriam und Jakob Sichler besucht.

Die einen kultivieren Bananen im tropischen Ecuador, die anderen produzieren Milch im Voralpenland. Doch die drei Öko-Bauern verbindet mehr, als man auf den ersten Blick vielleicht meinen würde. Alle drei sind Mitglied bei Naturland, alle drei sind genossenschaftlich organisiert und die Rohstoffe, die sie erzeugen, werden in der Molkerei Berchtesgadener Land zu einem rundum öko-fairen Joghurt verarbeitet.

Naturland Kaffeeproduzent aus Uganda zu Besuch bei Naturland Milchbauer in Oberbayern

Naturland Bauern Maniragaba Schlickenrieder 250

Zwei Bauern, zwei Kontinente, eine gemeinsame Überzeugung: Die Zukunft unserer Ernährung liegt in der Verbindung von Öko-Landbau und Fairem Handel. Darüber waren sich Stanley Maniragaba, Betriebsleiter der Naturland Kaffeekooperative Ankole Coffee Producers‘ Co-operative Union (ACPCU) in Uganda, und Georg Schlickenrieder, Naturland Milchbauer aus Oberbayern, schnell einig. Im Rahmen der diesjährigen Fairen Woche besuchte Maniragaba seinen Naturland Kollegen Schlickenrieder am Montag (18.09.) auf dessen Betrieb in Otterfing.

Beim Hofrundgang tauschten sich die beiden Öko-Erzeuger über die jeweiligen Perspektiven aus, die sie auf und durch den Fairen Handel haben. „Durch den Fairen Handel können wir unseren Farmern einen guten Preis zahlen. Nur so können sie es sich leisten, ihre Kinder zur Schule zu schicken“, sagte Stanley Maniragaba.