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Naturland International

Faires Frühstück bei Naturland – Erfolgreiches Treffen im Rahmen der Fairen Woche 2016

Akteure aus Politik, Handel und privaten Initiativen setzen sich für Fairen Handel ein.

Ökologischer Landbau und Fairer Handel leben von Vernetzung und starken Partnerschaften. Aus Anlass der diesjährigen Fairen Woche hat Naturland deshalb Akteure aus Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft aus der Region München am Dienstag (27.09.) zu einem gemeinsamen Fairen Frühstück eingeladen, um miteinander ins Gespräch zu kommen.

Gut 20 Vertreter von Kommunen, Unternehmen, Verbänden und privaten Initiativen folgten der Einladung in die Naturland Zentrale in Gräfelfing, darunter die Erste Bürgermeisterin von Gräfelfing, Uta Wüst, sowie Vertreterinnen des Referats für Gesundheit und Umwelt der Stadt München. Beide Kommunen sind als offizielle „Fairtrade-Towns“ in der Fair-Handels-Bewegung engagiert.

Naturland Geschäftsführer Steffen Reese wies in seiner Begrüßung darauf hin, dass erst durch die Verbindung von Ökologischem Landbau und Fairem Handel wirkliche Nachhaltigkeit entsteht. „Öko und fair sind Zwillinge, die zusammengehören. Das erwarten auch die Verbraucher“, unterstrich Reese. Genau deshalb engagiere sich Naturland als Öko-Verband schon seit über 30 Jahren auch im Fairen Handel. Dieses Engagement mündete 2010 in der Einführung der Naturland Fair Zertifizierung, die nicht nur Öko und Fair in einem Zeichen verbindet, sondern erstmals auch die Bauern im Norden in den Gedanken des Fairen Handels mit einbezieht.

Naturland Bäuerinnen aus Peru berichten von Wirkungen des Fairen Handels

Wie Öko-Landbau und Fairer Handel zur Verbesserung der Lebenssituation von Menschen in den Ländern des Südens beitragen, berichteten zwei Vertreterinnen der Naturland Kleinbauern-Kooperative Agropia aus Peru. In den Anden, bekannt als „Wiege der Ur-Kartoffeln“, bauen die 75 Kleinbauern in 4.000 Metern Höhe traditionelle Kartoffelsorten an, sogenannte „papas nativas“.

Dank der Mittel aus der Fair Prämie konnte eine eigene Anlage aufgebaut werden, in der die Kartoffeln seit diesem Jahr vor Ort zu Chips verarbeitet werden. Agropia macht sich damit unabhängig von Preisschwankungen und ein größerer Teil der Wertschöpfung bleibt bei den Erzeugern. Die Naturland Fair zertifizierten roten und blauen Kartoffelchips werden in Deutschland durch die Fair-Handelskooperative dwp eG in den Weltläden vertrieben.

Durch den Fairen Handel können z.B. immer mehr Mitglieder der Kooperative ihre Kinder auch auf weiterführende Schulen schicken, sagte Kleinbäuerin Espirita Guerrero Romero, die im Rahmen der Fairen Woche derzeit bundesweit von ihrer Arbeit berichtet. Die Geschäftsführerin der Kooperative, Yanet Giovana Garay Flores, betonte den partnerschaftlichen Aspekt des Fairen Handels: „Die Erfahrungen hier in Deutschland haben uns gezeigt, dass der Faire Handel weit mehr ist als nur ein Geschäftsmodell, nämlich ein gemeinsames Ideal, für das sich viele Menschen einsetzen.“

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