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Naturland International

Naturland und GEPA unterstützen ugandische KaffeebäuerInnen

Uganda 250x166KleinbäuerInnen weltweit leiden zum großen Teil schon heute unter den Auswirkungen des Klimawandels. Auch wenn Öko-Bauern oft besser gerüstet sind, weil zum Beispiel der Anbau in Agroforstsystemen Klimaextreme bis zu einem gewissen Grad abpuffern kann, gibt es auch dort Herausforderungen.

Unsere KollegInnen Manfred Fürst und Anne Hessenland sind zurzeit im Südwesten von Uganda, bei der Ankole Coffee Producers Cooperative Union (ACPCU). Vor Ort mit dabei ist auch Veselina Vasileva, politische Referentin der GEPA. Naturland und GEPA unterstützen die Kaffeegenossenschaft seit 2018 bei der Beratung der KaffeebäuerInnen um mit den jetzt schon spürbaren und noch kommenden Herausforderungen des Klimawandels umzugehen. Über 30 BäuerInnen, Berater und VertreterInnen des Managements von ACPCU sind zu einem viertägigen Workshop zusammengekommen. 

Die vulkanischen Böden und der Öko-Anbau lassen die Kaffeepflanzen zwar gut gedeihen, doch Kaffee-Ertrag und die Qualität hängen auch stark vom Regen ab und auf den ist immer weniger Verlass in der Region. Wenn es zu viel regnet werden die Kaffeesträucher anfällig für Pilze oder andere Krankheiten, zu wenig Regen hemmt das Wachstum der Pflanzen. Der Öko-Bewirtschaftung unter Schattenbäumen kommt eine wichtige Rolle zu.

Uganda2 350x233In Gruppenarbeit werden Anbaukalender erarbeitet Viertägiger Workshop erfolgreich gestartet

Am ersten Workshoptag erarbeiteten die BäuerInnen zusammen mit dem Beraterteam und Management von ACPCU Anbau- und Klimakalender der verschiedenen Regionen. An Hand dieser Kalender können die verschiedenen saisonalen klimatischen Bedürfnisse der Kaffeepflanze den vorherrschenden Klimaereignissen gegenübergestellt werden. Das ist hilfreich um die größten klimabedingten Probleme im Kaffee herauszuarbeiten. Heftige Regenfälle, Stürme und Hagelunwetter und zu lange Trockenzeiten auf der anderen Seite führen zu den unterschiedlichsten Problemen. Besonders dramatisch sind dabei das Auftauchen bisher nicht gekannter Krankheiten und Schädlinge, die Abnahme der Bodenfruchtbarkeit und damit verbunden geringer Kaffeeerträge und Qualitäten.

Im weiteren Verlauf des Workshops wird es darum gehen, Lösungsansätze in der landwirtschaftlichen Praxis zu definieren und dann gemeinsam zu erarbeiten wie diese in die Breite getragen werden können, sprich wie die Beratungsarbeit von ACPCU noch ausgebaut und verbessert werden kann.

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