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Naturland International

Im Fokus: SDG 14 zum Tag der Ozeane am 8. Juni

thorupstrand grossDie Ozeane liefern Nahrung, Rohstoffe und Energie, sind wichtig für den Transport und Lebensgrundlage von Millionen von Menschen. Besonders wichtig ist die klimaregulierende Funktion der Weltmeere. Aber Verschmutzung und Überfischung gefährden die Meere und ihre lebenswichtigen Funktionen.

Das nachhaltige Entwicklungsziel (SDG) 14 fordert deshalb die Ozeane, Meere und Meeresressourcen im Sinne nachhaltiger Entwicklung, zu erhalten und nachhaltig zu nutzen. Dabei ist eine Forderung, die Fischerei effektiv zu regulieren und Überfischung, illegale, nicht gemeldete und unregulierte Fischerei sowie destruktive Fischereimethoden zu beenden. Davon sind die meisten Länder aber in der Praxis noch weit entfernt.

Naturland Wildfisch-Zertifizierung

Dass es auch anders geht, zeigen die Naturland Wildfisch zertifizierten nachhaltigen Fischereien. Die Fischer der Thorupstrand Fischereigenossenschaft gehen direkt vom Strand auf Fischfang. Einen Hafen sucht man hier vergebens. Eine landbasierte Winde zieht die in der Tradition der Wikinger gebauten Schiffe ins Wasser und zurück auf den Strand. Das kleine Küstendorf liegt im äußersten Nordwesten von Dänemark. Mit besonders nachhaltigen Fangmethoden wie Stellnetzen und Snurrewaden (Danish Seine) mit großen Maschenweiten wird vorrangig auf Kabeljau und Scholle gefischt. Dabei entfernen sich die Schiffe kaum weiter als 25 Seemeilen von der Küste und sind so innerhalb eines Tages mit ihrem frischen Fang zurück am Strand. In einem flexiblen System teilen die Fischer die Quoten jährlich untereinander auf. Auch die Mengen sind klar reguliert.
Die Naturland Wildfisch Richtlinien bieten die notwendigen Rahmenbedingungen um Fischereien mittels Bewirtschaftungssystemen so nachhaltig zu regulieren, dass die Fischbestände sich erholen können und gleichzeitig nachhaltig bewirtschaftet werden. Zerstörerische Fangpraktiken werden dabei konsequent ausgeschlossen.
Öko-Aquakultur enlastet Wildfischbestände

Auch die Öko-Aquakultur nach Naturland Standards entlastet die Wildfischbestände nicht nur dadurch, dass Zuchtfisch Wildfisch ersetzt, sondern insbesondere auch durch die strengen Regeln für die Fütterung des Zuchtfischs, da die Herkunft der Futtermittel einen entscheidenden Teil zum Meeresschutz beiträgt. Bei Naturland stammen Fischmehl und Fischöl aus Resten der Verarbeitung von Speisefischen und nicht wie sonst üblich aus industrieller Fischerei eigens zur Futterproduktion. Eine weitere Entlastung erwartet man sich zudem durch die Erschließung alternativer Proteinquellen beim Aquakulturfutter. Siehe dazu auch die neuen Naturland Richtlinien zur Insektenproduktion.