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Naturland International

News Mexiko 350

Im November und Dezember führte Naturland in Mexiko zwei Veranstaltungen zum Thema Qualitätssicherung durch. Naturland ist in Mexiko seit den 90er Jahren aktiv. Die 3.200 Naturland Bauern kultivieren neben Kaffee auch Agaven, Chia und Orangen. Weiterhin sind in Mexiko über 45.000 Bienen-Völker Naturland zertifiziert. 

Die regionale Mitgliederversammlung der Naturland Betriebe in Chiapas fand am 02. Dezember in San Cristóbal de las Casas statt. Ein wichtiges Thema des Treffens war die Bedeutung der Diversifizierung im Kaffeeanbau. Hier stellte Peter Gänz die Richtlinienanforderungen von Naturland heraus, die zur Diversifizierung der Schattenbäume klare Vorgaben machen. Die 15 Repräsentanten der Kleinbauernkooperativen aus der Region Chiapas bestätigten die Vorteile des diversifizierten Kaffeeanbaus bezüglich Artenvielfalt, Krankheitsdruck, Klimaanpassung und Düngerwirkung. Zum Thema Düngung wird Naturland im Jahr 2020 wieder Workshops zur Herstellung von hausgemachten Bio-Flüssigdüngern anbieten. In Sachen Qualitätssicherung erarbeiteten die Teilnehmer Vorschläge wie in der Praxis das Risiko von Abdrift noch weiter verringert werden kann und wie im Warenfluss jegliche Kontamination vermieden werden kann.

Bei der jährlichen Inspektoren-Schulung der Kontrollstelle Certimex am 28. und 29. November in Oaxaca war die Risikobewertung von Kontaminationsgefahren in Ökoprodukten, der Schwerpunkt der diesjährigen Fortbildungsveranstaltung. Nach den Einführungsreferaten von Dr. Jochen Neuendorff/GfRS (Gesellschaft für Ressourcenschutz mbh) und Peter Gänz/Naturland analysierten die rund 30 Teilnehmer wo speziell in der Wertschöpfungskette von Kaffee möglicherweise ein Risiko von Pestizidkontamination bestehen könnte. Gemeinsam wurden konkrete Vorschläge erarbeitet um die internen Kontrollsysteme der Kooperativen weiterzuentwickeln.