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Naturland International

Auf der diesjährigen BIOFACH in Nürnberg hat Naturland gleich 15 internationale Mitglieder für ihr langjähriges Engagement für den Öko-Landbau ausgezeichnet. Diese beständigen Mitgliedschaften stehen für Vertrauen, anhaltendes gegenseitiges Interesse und Wertschätzung und zeigen, dass der Öko-Landbau nicht nur ökologisch, sondern auch ökonomisch nachhaltig ist.

Samabeong Tea Estate, Darjeeling, Tea Promoters (India) unterzeichnete vor 25 Jahren einen Vertrag mit Naturland. Das markierte zugleich den Beginn des ökologischen Teeanbaus in Indien.

Sechs weitere Teegärten von Tea Promoters India (TPI) sind in diesem Jahr seit 15 Jahren bei Naturland. Ebenfalls seit 15 Jahren im Verband ist die Small Organic Farmers' Association (SOFA), die Tee und Gewürze in Sri Lanka anbauen, Santa Cruz y Las Nubes und die Union de productores de café orgánico Nueva Esperanza, die beide Kaffee in Mexiko ökologisch produzieren. Vor zehn Jahren stellten Kourellas S.A. in Griechenland, Carrier Gérard in Frankreich, Biouganda in Uganda, der Teegarten Darjeeling Organich Tea Estates Mullootar and Monteviot in Indien und die Sociedad de Productores Orgánicos de la Selva Lacandona in Mexiko auf ökologischen Anbau unter dem Naturland Logo um. Die Griechen produzieren verschiedene Käsesorten aus Schafs- und Ziegenmilch, Carrier Gérard stellt Obst-Säfte her, Biouganda verkauft frische und getrocknete Ananas, Bananen, Jackfrüchte, Mangos, Papayas und die Mexikaner produzieren Kaffee.

Marktzugang dank Naturland Zertifizierung

Die Jubilare stellen eine große Produktvielfalt in Naturland und zum Teil Naturland Fair Qualität bereit. Das Naturland Zeichen steht dabei für ökologischen Anbau und die Einhaltung der Naturland Sozialrichtlinien, die bei Naturland für alle Erzeuger und Verarbeiter weltweit bindend sind. Für die Erzeuger bietet das Naturland Zeichen zudem den Zugang zu Deutschland als wichtigstem Bio-Markt in Europa und dem zweitgrößten Bio-Markt weltweit.

Dafür sind auch marktrelevante Produktionsmengen nötig. Gerade bei den internationalen Betrieben handelt es sich oft um Kooperativen, bei denen mehrere Kleinbauern gemeinsam verwaltet sind. Das spart zum einen Verwaltungskosten, auf der anderen Seite werden damit Mengen gesammelt, die einen Marktzugang und somit Export nach Europa erst ermöglichen. In der Sociedad de Productores Orgánicos de la Selva Lacandona beispielsweise sind rund 570 Naturland Kaffeebauern organisiert, die gemeinsam etwa 650 ha bewirtschaften.

Naturland leistet Aufbauarbeit in Kleinbauernkooperativen

Naturland hat hier viel Aufbauarbeit und Unterstützung geleistet. Ausbildung in Imkerei ist die Basis für Bestäubungsleistung auf den eigenen Flächen, Eigenversorgung und ein weiteres Standbein. Im Rahmen eines Frauenprojekts wird auch Kaffee für den lokalen Markt geröstet. Der Export wiederum ermöglicht einen wirtschaftlichen Fortschritt und eine ökologische Bewirtschaftung vor Ort. Dem Konsumenten in Deutschland eine leckere Produktvielfalt.

Naturland gratuliert ganz herzlich seinen langjährigen Mitgliedern und bedankt sich für die vertrauensvolle Zusammenarbeit.