Naturland e.V.

Internationale Grüne Woche in Berlin: Naturland erstmals in zwei Messehallen vertreten

IGW klein 250

Berlin – Naturland steht seit jeher für die Verbindung von Öko-Landbau und Fairem Handel. Dass diese Verbindung mehr ist als nur ein Trend, wird auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin in diesem Jahr in besonderer Weise deutlich. Vom 19. bis 28. Januar ist Naturland erstmals gleich in zwei Hallen der Messe vertreten. 

Zum einen in der Bio-Halle (1.2b), wo ein Höhepunkt wieder das Kinder- und Jugendprogramm mit Lern- und Mitmachspielen rund um den Öko-Landbau sein wird. Zugleich wird Naturland aber auch in der Halle „EINEWELT ohne Hunger ist möglich“ (5.2) präsent sein, die vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) organisiert wird.

GAP-Pläne der EU-Kommission vorgestellt - Naturland warnt vor Fortsetzung alter Fehler

Hubert Heigl 250Naturland warnt angesichts der am Mittwoch in Brüssel vorgestellten Leitlinien der EU-Kommission für die künftige Gemeinsame Agrarpolitik der EU (GAP) vor einer Fortsetzung der Fehler der Vergangenheit. „Statt den Fokus der GAP künftig klar auf mehr Umwelt-, Klima und Tierschutz zu legen, spricht EU-Kommissar Hogan wieder einmal vor allem vom Export“, kritisierte Naturland Präsident Hubert Heigl am Donnerstag auf der Delegiertenversammlung des Öko-Verbands in Gräfelfing.

„Das wäre genau die Politik, die schon bisher dazu geführt hat, dass jedes Jahr Tausende Höfe in ganz Europa aufgeben müssen, während die Belastung unseres Trinkwassers, das Artensterben und die Klimakrise immer weiter voranschreiten.“ Heigl fordete stattdessen neue Agrarpolitik, die Landwirte künftig konsequent für ihre öffentlichen Leistungen honoriert.

Naturland fordert klares Votum von Bundesminister Schmidt im Europäischen Rat

Naturland Präsident Heigl 250Nach dem klaren Votum des Europäischen Parlaments für einen endgültigen Glyphosat-Ausstieg muss jetzt auch das Bundeslandwirtschaftsministerium seinen Widerstand gegen ein Verbot des Ackergifts aufgeben. „Die Zeit ist reif, das Totalherbizid endlich komplett aus dem Verkehr zu ziehen. Das muss nun auch Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt einsehen“, sagte Naturland Präsident Hubert Heigl am Dienstag in Gräfelfing.

Heigl fordert den Bundesminister auf, bei der Abstimmung am Mittwoch im Europäischen Rat ebenfalls klar für den Ausstieg zu votieren. „Christian Schmidt muss jetzt endlich Farbe bekennen. Die Bundesregierung darf den Ausstieg nicht noch einmal durch ihre Enthaltung blockieren, sondern muss sich an die Seite von Frankreich, Italien und der Mehrheit der EU-Mitgliedsstaaten stellen, die alle für einen Ausstieg sind“, forderte der Naturland Präsident.

Nachhaltige Seelachsfischerei Naturland Wildfisch zertifiziert

kutterfisch j v cölln 250Seelachs ist hierzulande einer der beliebtesten Speisefische. Er eignet sich bestens für die Weiterverarbeitung und wird daher vielfach als frisches und gefrorenes Filet im Handel angeboten. Allerdings gilt der Fisch in den meisten Fanggebieten als überfischt und damit als bedroht. In der nördlichen Nordsee und im Skagerrak ist der Bestand dagegen stabil. Dort ist nun erstmals eine Seelachsfischerei gemäß den Naturland Wildfisch Richtlinien zertifiziert.

Ziel ist es, diesen Bestand kontrolliert nachhaltig zu befischen und so zu erhalten. Dazu erarbeitete der Verband mit Fischereiexperten und Umweltschützern projektspezifische Bewirtschaftungsauflagen. Die Weiterverarbeitung der Fische erfolgt gemäß den Naturland Öko-Richtlinien.

Landwirtschaftsminister Brunner zeichnet besonders artgerechte Öko-Schweinehaltung aus

tierwohlpreis 250Der Bayerische Tierwohl-Preis für landwirtschaftliche Nutztierhalter geht in diesem Jahr an den Naturland Betrieb Zinner aus Schönau im Altmühltal. Das Betriebsleiterpaar Adelheid und Michael Zinner wird damit für sein langjähriges Engagement in der artgerechten ökologischen Schweinehaltung ausgezeichnet. Landwirtschaftsminister Helmut Brunner verlieh den Preis am Donnerstag im Staatsministerium in München.

„Familie Zinner hat als Vorzeigebetrieb in der Öko-Schweinehaltung Antworten für ihren Betrieb gesucht und gefunden, die auch für konventionelle Kollegen interessant sein können“, lobte Minister Brunner die Preisträger in seiner Laudatio.

Öko-Versuchsbetrieb Waldhof der Hochschule Osnabrück jetzt Naturland zertifiziert

HS Osnabrueck 250Der Öko-Versuchsbetrieb Waldhof der Hochschule Osnabrück ist ab sofort Mitglied beim Öko-Verband Naturland. Ziel des Beitritts ist eine stärkere Vernetzung von Agrarforschung und landwirtschaftlicher Praxis. Auf dem Waldhof werden die Hochschule und Naturland gemeinsam mit der Landwirtschaftskammer Niedersachsen (LWK) aktuelle Fragestellungen der Pflanzenproduktion bearbeiten.

Das praxisorientierte Versuchswesen (7 Hektar) auf dem Waldhof bildet solche aktuellen Fragestellungen des ökologischen Landbaus ab. Die Palette reicht von Untersuchungen zu Anbaustrategien ausgewählter Kulturpflanzen (z.B. Kartoffeln, Soja) über Sortenmischungen zur Verbesserung der Backqualität bis hin zum Einfluss des Mischfruchtanbaus auf die Brauqualität von Sommergerste.

JPF FFH 250Mit 1,3 Milliarden Euro erreichte der Faire Handel in Deutschland 2016 ein neues Umsatzhoch und setzt damit seinen Wachstumskurs fort. Doch der Druck auf Produzentinnen und Produzenten durch schwankende Weltmarktpreise, erschwerte klimatische Bedingungen sowie asymmetrische Machtverhältnisse im Welthandel verdeutlichen die Notwendigkeit der politischen Arbeit der Fair-Handels-Bewegung.

Das gab heute das Forum Fairer Handel, der Verband des Fairen Handels in Deutschland, auf seiner Jahrespressekonferenz bekannt. Naturland ist seit 2013 Mitglied im Forum Fairer Handel und lieferte Umsatzzahlen aus dem Fairen Handel in Europa.

BÖLW fordert: Schmidt und EU-Parlament müssen gegen Entwurf des neuen Bio-Rechts stimmen

EU Flagge 250 Im informellen Trilog zur Revision der EU-Öko-Verordnung haben sich die Verhandler gestern auf eine Abstimmungsvorlage für ein neues Bio-Recht geeinigt, die aktuell nur den Trilogpartnern bekannt ist.
Im Namen der BÖLW-Mitgliederversammlung in Berlin kommentiert der Vorsitzende des Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW), Felix Prinz zu Löwenstein: „Die Revision der EU-Öko-Verordnung ist nicht vorbei, denn eine Einigung im informellen Trilog bedeutet noch kein neues Bio-Recht. 28 EU-Mitgliedsstaaten und das gesamte EU-Parlament werden nun den Vorschlag der Verhandler beraten und darüber abstimmen."