Naturland e.V.

Kampagne www.oekobauer-gesucht.de soll weitere Umsteller für Öko-Landbau gewinnen

2000 nl bayern 250Ergolding – Die große Nachfrage nach regionalen Bio-Produkten bewegt immer mehr Bauern zur Umstellung auf ökologischen Landbau. 2015 kamen allein in Bayern 147 neue Naturland Betriebe hinzu, darunter auch der Betrieb von Bernhard Pollner. Bei einem Fototermin auf dem Hof in Ergolding begrüßte der Naturland Landesvorsitzende Hubert Heigl Pollner am Dienstag als 2000. Naturland Mitglied in Bayern. Zugleich stellte Heigl die Kampagne www.oekobauer-gesucht.de vor, deren Ziel es ist, weitere Bauern für eine Umstellung auf ökologischen Landbau zu gewinnen.

„Die Rahmenbedingungen für eine Umstellung sind derzeit so gut wie lange nicht, gerade hier bei uns in Bayern”, sagte Heigl bei der Übergabe des Naturland Hofschilds an den neuen Mitgliedsbetrieb.

Naturland Mitgliederversammlung Bayern: Heigl fordert Umschichtung von EU-Mitteln

Hubert Heigl 250Naturland mahnt, das aktuell dynamische Wachstum des Öko-Landbaus nicht durch falsche politische Signale wieder aufs Spiel zu setzen. „Gerade in Bayern erleben wir derzeit, dass endlich wieder deutlich mehr Bauern auf Öko umstellen, sagte der Naturland Landesvorsitzende Hubert Heigl auf der Mitgliederversammlung der bayerischen Naturland Bauern am Montag (29.2.) in Eggolsheim. Jetzt komme es darauf an, auf Bundesebene dafür zu sorgen, dass diese erfolgreiche Politik nicht aufgrund fehlender Mittel schon im Keim erstickt werde.

„Berlin muss die Bremse lösen, sonst droht der bayerische Bio-Boom seinen Schwung zu verlieren“, sagte Heigl. Er forderte die Bundesregierung auf, endlich ihren Widerstand gegen eine größere Umschichtung der EU-Direktzahlungsmittel aus der ersten Säule aufzugeben, zugunsten der Mittel für Agrarumweltmaßnahmen in der zweiten Säule.

Zahlreiche Auszeichnungen für Naturland Betriebe auf der BIOFACH 2016

biofach2015 250pxNaturland zählt im Februar 2016 erstmals mehr als 3.000 Mitgliedsbetriebe in Deutschland. Nach einem überdurchschnittlichen Wachstum in 2015 konnte der Öko-Verband auch im Januar wieder mehr als 90 neue Naturland Bäuerinnen und Bauern in seinen Reihen begrüßen.

„Naturland wächst, regional und weltweit. Dass dabei in Deutschland inzwischen mehr als 3.000 Betriebe ihre Zukunft in der Naturland Gemeinschaft sehen, ist ein starkes und wichtiges Signal zum Abschluss der BIOFACH“, sagte Naturland Geschäftsführer Steffen Reese am Samstag auf der Messe in Nürnberg.

Naturland auf der Fish International 2016 in Bremen

FI16 Banner250Nachhaltiger Fisch mit entsprechender hochwertiger Auslobung gewinnt im Lebensmitteleinzelhandel zunehmend an Bedeutung. Gerade beim wichtiger werdenden Ausbau der heimischen Fischproduktion spielt die Nachhaltigkeit der Erzeugung eine wichtige Rolle. Naturland ist der ideale Partner, um dieses wachsende Segment zu bedienen.

Seit Mitte der 1990er Jahre hat sich Naturland zum wichtigsten Öko-Standard für die Aquakultur entwickelt und zertifiziert seit 2009 zudem auch nachhaltige Fischereien. Auf der Fish International, der Fachmesse für Fisch und Seafood in Bremen, ist Naturland mit einem Stand am Hotspot Traceability vertreten (Halle 5 F21).

130 Traktoren führen große „Wir haben es satt“-Demonstration in Berlin an

WHES Demonstranten1 250Bei eisigen Temperaturen haben am 16. Januar in Berlin 23.000 Bauern und Verbraucher gemeinsam für eine umfassende Agrarwende demonstriert. Angeführt von 130 Traktoren aus ganz Deutschland forderten sie einen Kurswechsel in Richtung einer Landwirtschaft, die Bauern eine Zukunft gibt, damit sie ihrer Verantwortung gegenüber Tieren, Umwelt und Klima gerecht werden können.

„Es geht uns allen gemeinsam darum, wie eine Perspektive für die Landwirtschaft und die Gesellschaft zu entwickeln ist“, sagte Naturland Geschäftsführer Steffen Reese während der Demonstration: „Der Öko-Landbau bietet hier mehr als nur eine Alternative. Öko und Fair sind das System der Zukunft.“

276 neue Betriebe allein in Deutschland

Hans Hohenester 250Gräfelfing/Berlin – Nach zwei eher verhaltenen Jahren kann Naturland wieder ein deutliches Betriebs- und Flächenwachstum verzeichnen. In Deutschland liegen die Zuwächse prozentual sogar im zweistelligen Bereich. 2015 stieg die Zahl der deutschen Naturland Betriebe gegenüber dem Vorjahr um 10,5 Prozent auf über 2.900 Bauernhöfe, wie der Öko-Verband im Vorfeld der Internationalen Grünen Woche (IGW) mitteilte. Bei der Fläche betrug das Wachstum knapp elf Prozent auf gut 150.000 Hektar. Dazu kommen noch etwa 54.000 Hektar nach Naturland Richtlinien bewirtschafteter Waldfläche.

„Neben der aktuellen Krise im konventionellen Milchmarkt, die viele Bauern zum Umstellen bewogen hat, ist diese positive Trendwende auch ein Ergebnis der verbesserten Förderbedingungen in den Bundesländern“, kommentierte der Öko-Bauer und Naturland Präsidiumsvorsitzende Hans Hohenester die Zahlen.

Hohenester würdigt Verdienste des langjährigen Naturland Präsidiumsmitglieds

Felix Loewenstein 250Naturland gratuliert seinem langjährigen Präsidiumsmitglied Dr. Felix Prinz zu Löwenstein zur Verleihung des Verdienstkreuzes am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland durch Bundespräsident Joachim Gauck. „Felix Löwenstein ist seit vielen Jahren eine der prägendsten Persönlichkeiten für Naturland wie auch für die gesamte Öko-Branche. Es erfüllt mich persönlich mit großer Freude, dass sein herausragendes Engagement für den ökologischen Gedanken nun mit dem Bundesverdienstkreuz belohnt wird“, sagte der Naturland Präsidiumsvorsitzende Hans Hohenester am Donnerstag (03.12.) in Gräfelfing.

Hohenester würdigte insbesondere auch die Verdienste Löwensteins als Gründungsvorsitzender des Branchenverbands BÖLW. „Wenn die Ziele des Öko-Landbaus heute allgemein anerkannt sind als ein gesamtgesellschaftliches Anliegen, so ist dies zu einem ganz erheblichen Teil auch Felix Löwenstein zu verdanken", unterstrich der Naturland Präsidiumsvorsitzende.

Hohenester 2015 250Verantwortung nicht auf die Verbraucher abwälzen

Naturland fordert von der Politik in Bund und Ländern endlich eine klare Linie auf dem Weg zu einer nachhaltigen und tiergerechten Landwirtschaft. „Wir brauchen eine ganzheitliche Agrarwende, keine Teillösungen mit immer neuen Siegeln für verschiedene Einzelaspekte“, sagte Hans Hohenester, Öko-Bauer und Naturland Präsidiumsvorsitzender, auf der Delegierten-versammlung des Öko-Verbands in Gräfelfing. „Denn tatsächlich wird damit immer nur die Verantwortung auf den Verbraucher abgewälzt, während sich am System selbst nicht wirklich etwas ändert“, kritisierte Hohenester.

Als Beispiel für eine solche Teillösung nannte Hohenester den Vorschlag des Wissenschaftlichen Beirats Agrarpolitik der Bundesregierung (WBA) für ein mehrstufiges staatliches Tierschutzlabel.