Naturland e.V.

Naturland zur 21. UN-Klimakonferenz vom 30. November bis 11. Dezember in Paris

Hans Hohenester 250Der ökologische Umbau der Landwirtschaft muss ein zentraler Bestandteil der Strategie im Kampf gegen den Klimawandel werden. „Konventionelle Landwirtschaft und exzessiver Fleischkonsum sind für mehr als ein Viertel der weltweiten Treibhausgasemissionen verantwortlich. Dass es auch anders geht, macht der Öko-Landbau seit Jahrzehnten erfolgreich vor“, sagte Hans Hohenester, Öko-Landwirt und Naturland Präsidiumsvorsitzender, am Dienstag (24.11.) in Gräfelfing mit Blick auf die anstehende UN-Klimakonferenz in Paris.

„Wenn wir dieses Potenzial endlich konsequent nutzen, kann die Landwirtschaft einen maßgeblichen Beitrag zum Erreichen der Klimaschutzziele beitragen“, unterstrich Hohenester.

40 Naturland Höfe als Demonstrationsbetriebe für Öko-Landbau ausgezeichnet

Demobetriebe Oekolandbau 250„Bio live erleben!“ – unter diesem Motto öffnen bundesweit Öko-Höfe ihre Tore und zeigen Besucherinnen und Besuchern die Vielfalt des ökologischen Landbaus und wie er in der Praxis funktioniert. Ausgewählt werden diese „Demonstrationsbetriebe Ökologischer Landbau“ alle vier Jahre vom Bundeslandwirtschaftsministerium.

In diesem Jahr freuen sich insgesamt 242 Öko-Betriebe über die Auszeichnung, darunter 40 Naturland Höfe. Acht der ausgewählten Naturland Betriebe wurden erstmals in das Netzwerk aufgenommen.

Gemeinsam für eine praxisgerechte Neufassung der EU-Öko-Verordnung

eu dass lammsbraeu 250Agrarpolitisches Gespräch mit Susanne Horn (l.), Albert Deß (3.v.l.) und Hans Hohenester (2.v.r.) auf Naturland Hof Stephan (Quelle: Naturland)Die Generalbevollmächtige von Neumarkter Lammsbräu und AöL-Vorstand Susanne Horn und Naturland Präsidiumsvorsitzender Hans Hohenester sind sich mit dem Europaabgeordneten und agrarpolitischen Sprecher der EVP-Fraktion Albert Deß einig: Die Neufassung der EU-Öko-Verordnung darf auf keinen Fall zu Lasten der bayerischen Öko-Branche gehen.

„Die positiven Entwicklungen der letzten 25 Jahre dürfen jetzt nicht durch eine praxisuntaugliche Neufassung der EU-Öko-Verordnung gefährdet werden“, warnte der Naturland Präsidiumssvorsitzende. Statt beispielsweise die bewährte Prozesskontrolle des Öko-Landbaus unnötig in Frage zu stellen müsse der Öko-Landbau durch geeignete Maßnahmen weiter gestärkt werden

Naturland fordert eine Ausweitung des Fruchtfolgeprogramms für Hessen

Ferber Hinz Foerster 250Christoph Förster (r.) und Umweltministerin Priska Hinz 2014 auf der Hessischen Staatsdomäne Marienborn (Quelle: Naturland)„Je mehr Wetterextreme wir erleben, umso mehr müssen wir auf unsere Böden achten“, kommentiert Rainer Vogel, Naturland Landwirt aus Nidderau, das trockenste Frühjahr in der Wetterau seit dem Beginn der Wetteraufzeichnungen. Kombiniert mit dem heißen Juli 2015 lässt sich aktuell bei der Ernte sehr gut beobachten, dass je nach Bodenqualität und Bodenverdichtung die Erträge von gut durchschnittlich bis zum Totalausfall variieren können.

Ein ausgeklügeltes Fruchtfolgesystem und der Einsatz bodenschonender Technik baut Humus auf und gibt den Pflanzen die Chance, auch aus tieferen Bodenschichten Wasserreserven zu erreichen. Naturland fordert deshalb eine Neuauflage des Fruchtfolgeprogramms in Hessen, um alle Landwirte zu mehr Vielfalt auf dem Acker zu bewegen.

Naturland begrüßt Nein zu Öko-Grenzwerten – Weitere zentrale Probleme bleiben bestehen

Hans Hohenester 250Ein Schritt in die richtige Richtung, aber noch lange kein Durchbruch: Mit ihrer Einigung auf eine gemeinsame Position zur Reform der EU-Öko-Verordnung haben die europäischen Agrarminister einige der gravierendsten Fehler des Kommissionsentwurfs getilgt. Grund zur Entwarnung gibt es aber nicht.

„Das Nein des EU-Agrarrats zur Einführung von öko-spezifischen Grenzwerten verhindert zwar das Schlimmste. Andere zentrale Probleme wie die Frage der Kontrollen oder die Regelung von Importen bleiben aber bestehen“, sagte der Öko-Bauer und Naturland Präsidiumsvorsitzende Hans Hohenester am Mittwoch in Gräfelfing.

Europaabgeordneter Manfred Weber zum politischen Austausch auf dem Naturland Betrieb Hohenester

Hohenester empfängt WeberNaturland Präsidiumsvorsitzender Hans Hohenester und der Vorsitzende der EVP Fraktion im Europaparlament Manfred Weber fordern die europäischen Agrarminister zu einer Weichenstellung für mehr Öko-Landbau auf. Der Europaabgeordnete Weber besuchte an diesem Freitag den Naturland Präsidiumsvorsitzenden und Öko-Bauer Hohenester auf dessen Betrieb in Altdorf, Landkreis Landshut.

„Der Öko-Landbau leistet einen unverzichtbaren gesellschaftlichen Beitrag, indem er für gesunde Böden, mehr Artenvielfalt und eine lebenswerte Umwelt sorgt“, betonte Manfred Weber, Europaabgeordneter und Vorsitzender der EVP Fraktion. „Eine Überarbeitung der EU-Öko-Verordnung muss das Ziel haben, den Öko-Landbau auf eine bessere Basis zu stellen(...)"

Gemeinsame Pressemitteilung von Naturland, Bioland, Demeter und Biokreis

tierwohl2Naturland, Bioland, Demeter und Biokreis setzen erstmals gemeinsames Kontrollverfahren um - Wie es den Tieren auf den Betrieben der Öko-Verbände Bioland, Demeter, Naturland und Biokreis geht, erfasst detailliert der letztes Jahr eingeführte Tierwohl-Check. Kontrolleure überprüfen anhand von Schlüssel-Indikatoren z.B. den Zustand des Gefieders bei Geflügel, die Verschmutzung von Rindern oder Verlustraten in der Aufzucht. Ziel ist es, das Wohl der Tiere auf Bio-Betrieben sicherzustellen und weiter zu verbessern.

Die Verbände hatten ein über die EU-Kontrolle hinausgehendes System der Tierwohlkontrolle erarbeitet und im ersten Durchlauf 2014 erprobt.

Naturland auf der „Milano Fair City“ in Mailand

2015 Milano Fair City 250 Gräfelfing/Mailand – Die internationale Fair Trade Gemeinschaft trifft sich vom 28.-31. Mai 2015 in Mailand. Auf der „Milano Fair City“ stellen rund 200 Produzenten, Verarbeiter und Importeure aus 30 verschiedenen Ländern aus und geben dem Fairen Handel ein Gesicht.

Naturland stellt an Stand C05 in der Halle Cattedrale mit Naturland Fair die Verbindung zwischen Fair und Öko her und rückt damit zwei zentrale Säulen einer nachhaltigen an Mensch und Natur ausgerichteten Wirtschaftsweise in den Fokus.