Naturland e.V.

„Dresdner Erklärung“: Öko-Erzeugerverbände werfen Schmidt mangelnde Glaubwürdigkeit vor

Felix Loewenstein 250Der Agrarhaushalt der Bundesregierung für das kommende Jahr ist aus Sicht der Öko-Branche von mangelndem Ehrgeiz und fehlenden Zukunftsperspektiven geprägt. Der Entwurf, der vom Bundeskabinett verabschiedet wurde, biete „keine Antworten auf die Krise der deutschen Landwirtschaft“, kritisierte Felix Prinz zu Löwenstein, BÖLW-Vorsitzender und langjähriges Naturland Präsidiumsmitglied. Die im BÖLW zusammengeschlossenen Öko-Erzeugerverbände verabschiedeten am Donnerstag (7. Juli) in Dresden eine gemeinsame Erklärung zu dem Haushaltsentwurf.

Darin werfen die Verbände, darunter Naturland, Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt mangelnde Glaubwürdigkeit in seinem Engagement zur Ausweitung des Öko-Landbaus vor. Hintergrund ist, dass Schmidt zwar einerseits eine „Zukunftsstrategie Ökologischer Landbau“ angekündigt hat, um das Ziel von 20 Prozent Öko-Landbau zu erreichen, genau dafür aber nun im Haushalt keine neuen Mittel zur Verfügung stellt, obwohl der Agraretat insgesamt um 300 Millionen Euro ansteigen soll.

Starkes Signal für den Schutz von Menschen- und Arbeitsrechten weltweit

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20.000 Menschen haben in den vergangenen Wochen in Briefen an Bundeskanzlerin Merkel verbindliche menschenrechtliche Sorgfaltspflichten für deutsche Unternehmen im Ausland gefordert. Die Briefaktion fand im Rahmen der Kampagne „Mensch. Macht. Handel. Fair.“ des Forum Fairer Handel und des Weltladen-Dachverbandes statt. 

„Die Einführung einer verbindlichen unternehmerischen Sorgfaltspflicht ist längst überfällig. Das Thema genießt allgemein einen starken Rückhalt in der Bevölkerung“, betont Armin Massing, Geschäftsführer des Forum Fairer Handel, dem auch Naturland als Mitgliedsverband angehört.

Naturland unterstützt Kinderprogramm beim Tollwood-Festival in München

Tollwood2016 250Unter dem Motto „Dein blaues Wunder!” widmet sich das Münchener Kulturfestival Tollwood in diesem Sommer dem Meer als Quelle allen Lebens. Passend dazu dreht sich auch im Kinderprogramm des Festivals, das von Naturland als offiziellem Partner unterstützt wird, alles rund um die Ozeane.

Das Sommer Tollwood 2016 findet vom 29. Juni bis 24. Juli im Münchner Olympiapark Süd statt. Das Kulturfestival mit bio-zertifizierter Gastronomie versteht sich als Forum für Ökologie und Umweltbewusstsein. Naturland unterstützt bereits seit 2008 das Tollwood Kinderprogramm.

Öko-Pionier und Naturland Partner der ersten Stunde

HR.STOCKER 250Siegfried Stocker (Foto: privat)Mehl, Wasser und Salz, dazu vielleicht ein paar Gewürze: Mehr braucht ein gutes Brot nicht. Bereits Ende der 1970er Jahre formulierte Siegfried Stocker den Anspruch, dass die Brote der Münchner Hofpfisterei nur aus möglichst naturbelassenen Rohstoffen zu backen seien. Das bedeutete für ihn schon damals auch die Förderung des Anbaus von ökologischem Getreide in der Region.

Damit war Siegfried Stocker seiner Zeit weit voraus. Seine damals mutige Entscheidung, die Hofpfisterei auf Öko umzustellen, gab einen wesentlichen und bis heute fortdauernden Impuls für die positive Entwicklung des Öko-Landbaus in Bayern und weit darüber hinaus.

Bundesweite Kampagne fordert verbindliche Regeln für Unternehmen

2016 WLT Briefkasten 250Anlässlich des Weltladentages am 14. Mai rufen mehr als 400 Weltläden und Aktionsgruppen in ganz Deutschland zu einer Brief-Aktion an Bundeskanzlerin Merkel auf. Sie fordern einen verbindlichen Schutz der Menschen- und Arbeitsrechte weltweit.

Täglich werden weltweit Menschen- und Arbeitsrechte verletzt. Diverse Unternehmen sind entlang ihrer Produktionsketten direkt oder indirekt an Menschenrechtsverletzungen im Ausland beteiligt. Bislang fehlt es international und in Deutschland an verbindlichen menschenrechtlichen Sorgfaltspflichten für Unternehmen.

Felix Löwenstein zum Gutachten des Sachverständigenrats für Umweltfragen

Felix Loewenstein 250Blauer Brief für die Bundesregierung: Der Sachverständigenrat für Umweltfragen (SRU) kritisiert die deutsche Agrarpolitik als „Negativbeispiel“ auf dem Weg zu einem nachhaltigen Umbau der Industriegesellschaft. „Das schlechte Zeugnis für die deutsche Agrarpolitik überrascht nicht“, kommentiert Felix Löwenstein, Vorsitzender des Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW) und langjähriges Naturland Präsidiumsmitglied, das Gutachten der Wissenschaftler, das am Dienstag (10.5.) in Berlin vorgestellt wurde.

Aus Sicht der Umwelt-Sachverständigen schädigt insbesondere der wachsende Einsatz von Pestiziden lebenswichtige Ressourcen wie die Artenvielfalt – in der Kulturlandschaft unter anderem Feldvögel, Bienen, Hummeln, Amphibien oder Wildkräuter. Laut SRU sollten deshalb nicht-zukunftsfähige Systeme wie die hochindustrielle Landwirtschaft mithilfe geeigneter Instrumente und Maßnahmen schrittweise zurückgedrängt werden. Für die Verringerung des Pestizid-Einsatzes schlägt das Gremium die Einführung einer Abgabe auf chemisch-synthetische Pflanzenschutzmittel, Monitoring, Beratung, pestizidfreie Pufferzonen und Refugien sowie die Ausweitung des Ökolandbaus vor.

Anlässlich der Unterzeichnung des Pariser Klimaabkommens in New York appellieren über 40 Organisationen, darunter auch Naturland, an die Bundesregierung, die nationalen Klimaschutzziele zu verschärfen und dies gesetzlich festzuschreiben. Für das Jahr 2050 müsse das deutsche Klimaschutzziel auf mindestens 95 Prozent weniger CO2 im Vergleich zu 1990 angehoben werden.

Der vorgestellte Klimaschutzplan 2050 beinhaltet einen Maßnahmen-Katalog zur CO2-Reduzierung, der auch die Landwirtschaft mit einbezieht. Zu den geforderten Maßnahmen gehören unter anderem die Förderung des ökologischen Landbaus und eine Reduzierung der Tierbestände.

Essen aus artgerechter Tierhaltung für München, dafür setzt sich das Aktionsbündnis „Artgerechtes München“ ein. Vom 10. - 12. April machte das Aktionsbündnis mit der Kunstinstallation „Alles hat ein Ende… (nur die Wurst hat keins)“ mitten auf dem Münchener Marienplatz auf sich aufmerksam. Anlass der Aktion war eine Sitzung des Gesundheitsausschusses des Stadtparlaments zum Thema „Artgerechte Tierhaltung“. 

Ziel des Bündnisses ist, dass sich die Landeshauptstadt München per Stadtratsbeschluss dazu verpflichtet, zukünftig nur noch Produkte einzusetzen bzw. zuzulassen, die nachweislich aus artgerechter Tierhaltung stammen.