Naturland e.V.

Großer Bahnhof auf dem Naturland Hofgut Habitzheim: Die hessische Landwirtschaftsministerin Priska Hinz überreichte am Dienstag (12. April) das Bundesverdienstkreuz am Bande an Dr. Felix Prinz zu Löwenstein, Vorsitzender des Branchenverbands BÖLW und langjähriges Naturland Präsidiumsmitglied. Die Ministerin, die das Bundesverdienstkreuz in Vertretung von Bundespräsident Joachim Gauck überreichte, würdigte Löwenstein als „die deutsche Stimme des ökologischen Landbaus“.

Daneben hob Hinz das vielfältige weitere Engagement Löwensteins hervor, etwa als Entwicklungshelfer und als Autor von Büchern zum Thema Öko-Landbau und Welternährung. Löwenstein selbst betonte in seiner Dankesrede, die Auszeichnung zeige, dass der Öko-Landbau in der Gesellschaft angekommen sei und als wertvoller Impulsgeber für die Zukunftsfähigkeit der Landwirtschaft breite Anerkennung finde.

Neue Gentechnik-Verfahren wie CRISPR*, mit denen in die Genetik von Pflanzen und Tieren eingegriffen wird, müssen als Gentechnik eingestuft werden und gemäß dem Vorsorgeprinzip einer Risikoprüfung und Kennzeichnung unterliegen. Das fordert ein breites Bündnis von Verbänden sowie die 67.000 UnterzeichnerInnen des Aufrufs „Freifahrtschein für neue Gentechnik-Verfahren? Das machen wir nicht mit, Herr Minister Schmidt!“

Staatssekretär Robert Kloos nahm die Unterschriften am 17. März in Berlin entgegen. Der Appell wurde von 27 Verbänden aus der konventionellen und ökologischen Landwirtschaft, Pflanzenzüchtern, Lebensmittelhandwerk, Umwelt- und Verbraucherschutz unterstützt.

Ökolandbau zeigt, wie Landwirtschaft ohne Herbizide funktioniert

Felix Loewenstein 250Der umstrittene Herbizidwirkstoff Glyphosat soll nach Willen der EU-Kommission weitere 15 Jahre zugelassen werden. Auch die Abgeordneten von CDU/CSU und SPD im Bundestag sprachen sich nicht gegen Glyphosat aus. Kommende Woche sollen die EU-Mitgliedsstaaten über eine Zulassungsverlängerung entscheiden – weitgehend ohne Mengen- oder Anwendungsbeschränkung. „Wer für Glyphosat stimmt, torpediert den notwendigen Umbau der Landwirtschaft Richtung Nachhaltigkeit“, kommentierte Felix Prinz zu Löwenstein, Vorsitzender des Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW) und langjähriges Naturland Präsidiumsmitglied, diese sich abzeichnende Entwicklung am Freitag (4.3.) in Berlin.

Im Koalitionsvertrag hatten CDU/CSU und SPD noch angekündigt, nachhaltige Pflanzenschutzverfahren zu stärken. „Wir erwarten deshalb von Landwirtschaftsminister Schmidt sich im Sinne des Vorsorgeprinzips gegen weitere 15 Jahre Glyphosat auf den Äckern auszusprechen“, unterstrich der BÖLW-Vorsitzende.

BOELW Vorstand Plagge Loewenstein Roeder 250Der Spitzenverband der ökologischen Lebensmittelwirtschaft wird mit Kontinuität und neuen Impulsen weitergeführt. Bei der Vorstandswahl am 11. November in Berlin bestätigte die Mitgliederversammlung das langjährige Naturland Präsidiumsmitglied Felix Prinz zu Löwenstein mit großer Mehrheit als Vorsitzenden des Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW).

Jan Plagge, Bioland-Präsident und seit 2011 Vorstand mit Schwerpunkt Landwirtschaft im BÖLW, wurde – ebenfalls mit großer Mehrheit – im Amt bestätigt. Der Schwerpunkt Handel und Verarbeitung wird künftig von Elke Röder, Geschäftsführerin Bundesverband Naturkost Naturwaren (BNN), im dreiköpfigen BÖLW-Vorstand vertreten.

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Der Bund muss mehr Geld in die Forschung zum Öko-Landbau investieren. Der Agrarhaushalt 2016 enthalte zwar auch einige richtige Ansätze, greife jedoch insgesamt zu kurz, kritisierte Felix Prinz zu Löwenstein, Vorsitzender des Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW), den Entwurf, den der Haushaltsausschuss des Bundestags am Mittwoch (4.11.) in Berlin verabschiedet hat.

„Das Ziel 20 Prozent Öko-Landbau, das in der deutschen Nachhaltigkeitsstrategie festgelegt ist, wird unerreichbar, wenn nicht schon heute 20 Prozent der Forschungsmittel in den Öko-Bereich fließen. Davon sind wir weit entfernt“, unterstrich das langjährige Naturland Präsidiumsmitglied Löwenstein.

Felix Loewenstein 250Die EU-Agrarminister in Brüssel debattieren am Donnerstag (22.10.) darüber, ob bestimmte Züchtungsverfahren, die künstlich in die DNS der Pflanzen eingreifen, als Gentechnik eingeordnet werden oder nicht.

„Landwirtschaftsminister Christian Schmidt muss in Brüssel auf eine korrekte Umsetzung des Gentechnikrechts dringen, das den Schutz der menschlichen Gesundheit und der Umwelt in den Mittelpunkt stellt. Wirtschaftliche Interessen sind nicht Gegenstand des Gesetzes und haben bei dieser Frage nichts zu suchen“, sagt Felix Prinz zu Löwenstein, Vorsitzender des BÖLW und langjähriges Naturland Präsidiumsmitglied, mit Blick auf die Vorlage, die Deutschland in die Debatte einbringen wird.

Richtige Ernährung will gelernt sein: Deshalb trägt die bundesweite Aktion BIO-Brotbox dazu bei, das gute alte Pausenbrot wieder populär zu machen – natürlich komplett in Öko-Qualität. In München und den umliegenden Landkreisen wird die BIO-Brotbox seit zehn Jahren vom ›Naturland Fair Partner Hofpfisterei organisiert. Insgesamt 30.000 ABC-Schützen an 420 Schulen haben dort am Donnerstag wieder eine der blauen Brotboxen nebst Trinkflasche bekommen.

Naturland unterstützt die Initiative im Münchener Raum, wo die Naturland Zentrale ihren Sitz hat. Und so findet sich auch im Jubiläumsjahr in jeder Box der Hofpfisterei wieder eine knackig-frische Karotte in Naturland Qualität.

250 BioHoffest2014 StrohhueStroh-Hüpfburg auf dem Potsdamer Platz (Quelle: FÖL)Der September ist traditionell der Monat der Hoffeste. Landauf, landab öffnen Naturland Bauern ihre Hoftore und laden Verbraucher ein, sich zu informieren, zu schlemmen und zu feiern. Doch nicht nur auf dem Land, auch in der Stadt dreht sich mancherorts alles um Öko.

In München lockt am 12. und 13. September das Festival „BioErleben“ auf den Odeonsplatz vor der Feldherrnhalle. Und am Wochenende darauf (20. September) wird in Berlin am Potsdamer Platz das große „Brandenburger BioFest“ gefeiert. In beiden Fällen ist auch Naturland mit einem eigenen Stand mit Kinderprogramm vertreten.