Naturland e.V.

Bayerische Naturland Mitgliederversammlung in Kloster Andechs

MV Bayern 250Naturland Präsident Hubert Heigl forderte die designierte Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner auf, die aktuelle Wachstumsdynamik im Öko-Markt zu nutzen und konsequent Politik für eine bessere, umwelt- und klimaverträglichere Landwirtschaft zu machen. 

„20 Prozent Öko bis 2030 sind ein realistisches, aber kein besonders ambitioniertes Ziel. “, sagte Heigl auf der bayerischen Naturland Mitgliederversammlung am Mittwoch in Kloster Andechs mit Blick auf den Koalitionsvertrag von Union und SPD.

dwp und Naturland begrüßen Anerkennung des Fairen Handels im Norden durch die WFTO

Naturland Fair Biofach 2018Öko und Fair in Nord und Süd: Dieser umfassende Anspruch, den Naturland als Öko-Verband mit seiner Naturland Fair-Zertifizierung von Anbeginn verfolgt hat, gewinnt immer mehr Unterstützer. Diese Bilanz zogen Naturland Geschäftsführer Steffen Reese und der Geschäftsführer der Fairhandelsgenossenschaft dwp eG, Thomas Hoyer, auf einer gemeinsamen Pressekonferenz im Rahmen der Weltleitmesse für Bio-Lebensmittel, BIOFACH, die am Samstag in Nürnberg zu Ende ging.

Reese und Hoyer hoben in diesem Zusammenhang unter anderem die jüngsten Entwicklungen bei der World Fair Trade Organisation (WFTO) hervor.

Rund 25 Prozent mehr Naturland Bauern und Fläche weltweit
Naturland auf der Biofach 2018Zur Biofach 2018 kann Naturland mit hervorragenden Zahlen aufwarten: Das anhaltend gute Wachstum der vergangenen Jahre hat 2017 noch einmal zusätzlich an Fahrt aufgenommen – in Deutschland und weltweit. Aktuell wirtschaften 54.000 Bäuerinnen und Bauern in 52 Ländern der Erde nach Naturland Richtlinien – 26,4 Prozent mehr als noch vor einem Jahr.

Auch die landwirtschaftliche Fläche legte um 23,8 Prozent auf knapp 343.000 Hektar zu. Dazu kommen noch 54.000 Hektar ökologische Waldwirtschaft, so dass insgesamt nun fast 400.000 Hektar Land nach Naturland Richtlinien bewirtschaftet werden. Damit unterstreicht Naturland seine Rolle als einer der weltweit führenden Öko-Verbände.

Gemeinschaftsstand Naturland & Partner unter dem Motto „Öko fürs Wir“

biofach 250Naturland präsentiert sich 2018 gleich dreimal neu auf der BIOFACH: an neuem Standort, in neuem Erscheinungsbild und mit vielen neuen Partnerbetrieben. Unter dem Motto „Öko fürs Wir“ zeigt Naturland sich als wichtiger Impulsgeber für die Entwicklung des Öko-Landbaus.

Am Naturland Gemeinschaftsstand in Halle 6 nehmen 61 Aussteller teil, fast 25 Prozent mehr als vor einem Jahr. Insgesamt sind mehr als 200 Naturland Partner auf der Messe vertreten.

Internationale Grüne Woche in Berlin: Naturland erstmals in zwei Messehallen vertreten

IGW klein 250

Berlin – Naturland steht seit jeher für die Verbindung von Öko-Landbau und Fairem Handel. Dass diese Verbindung mehr ist als nur ein Trend, wird auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin in diesem Jahr in besonderer Weise deutlich. Vom 19. bis 28. Januar ist Naturland erstmals gleich in zwei Hallen der Messe vertreten. 

Zum einen in der Bio-Halle (1.2b), wo ein Höhepunkt wieder das Kinder- und Jugendprogramm mit Lern- und Mitmachspielen rund um den Öko-Landbau sein wird. Zugleich wird Naturland aber auch in der Halle „EINEWELT ohne Hunger ist möglich“ (5.2) präsent sein, die vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) organisiert wird.

GAP-Pläne der EU-Kommission vorgestellt - Naturland warnt vor Fortsetzung alter Fehler

Hubert Heigl 250Naturland warnt angesichts der am Mittwoch in Brüssel vorgestellten Leitlinien der EU-Kommission für die künftige Gemeinsame Agrarpolitik der EU (GAP) vor einer Fortsetzung der Fehler der Vergangenheit. „Statt den Fokus der GAP künftig klar auf mehr Umwelt-, Klima und Tierschutz zu legen, spricht EU-Kommissar Hogan wieder einmal vor allem vom Export“, kritisierte Naturland Präsident Hubert Heigl am Donnerstag auf der Delegiertenversammlung des Öko-Verbands in Gräfelfing.

„Das wäre genau die Politik, die schon bisher dazu geführt hat, dass jedes Jahr Tausende Höfe in ganz Europa aufgeben müssen, während die Belastung unseres Trinkwassers, das Artensterben und die Klimakrise immer weiter voranschreiten.“ Heigl fordete stattdessen neue Agrarpolitik, die Landwirte künftig konsequent für ihre öffentlichen Leistungen honoriert.

Naturland fordert klares Votum von Bundesminister Schmidt im Europäischen Rat

Naturland Präsident Heigl 250Nach dem klaren Votum des Europäischen Parlaments für einen endgültigen Glyphosat-Ausstieg muss jetzt auch das Bundeslandwirtschaftsministerium seinen Widerstand gegen ein Verbot des Ackergifts aufgeben. „Die Zeit ist reif, das Totalherbizid endlich komplett aus dem Verkehr zu ziehen. Das muss nun auch Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt einsehen“, sagte Naturland Präsident Hubert Heigl am Dienstag in Gräfelfing.

Heigl fordert den Bundesminister auf, bei der Abstimmung am Mittwoch im Europäischen Rat ebenfalls klar für den Ausstieg zu votieren. „Christian Schmidt muss jetzt endlich Farbe bekennen. Die Bundesregierung darf den Ausstieg nicht noch einmal durch ihre Enthaltung blockieren, sondern muss sich an die Seite von Frankreich, Italien und der Mehrheit der EU-Mitgliedsstaaten stellen, die alle für einen Ausstieg sind“, forderte der Naturland Präsident.

Nachhaltige Seelachsfischerei Naturland Wildfisch zertifiziert

kutterfisch j v cölln 250Seelachs ist hierzulande einer der beliebtesten Speisefische. Er eignet sich bestens für die Weiterverarbeitung und wird daher vielfach als frisches und gefrorenes Filet im Handel angeboten. Allerdings gilt der Fisch in den meisten Fanggebieten als überfischt und damit als bedroht. In der nördlichen Nordsee und im Skagerrak ist der Bestand dagegen stabil. Dort ist nun erstmals eine Seelachsfischerei gemäß den Naturland Wildfisch Richtlinien zertifiziert.

Ziel ist es, diesen Bestand kontrolliert nachhaltig zu befischen und so zu erhalten. Dazu erarbeitete der Verband mit Fischereiexperten und Umweltschützern projektspezifische Bewirtschaftungsauflagen. Die Weiterverarbeitung der Fische erfolgt gemäß den Naturland Öko-Richtlinien.