Naturland e.V.

Naturland Mitgliederversammlung Bayern mit Staatsminister Brunner als Gastredner
Landesvorstand Bayern 250Naturland fordert eine noch konsequentere Ausrichtung der Stallbauförderung in Bayern am Tierwohl. „Staatliche Investitionszuschüsse sollten grundsätzlich nur noch dann gewährt werden, wenn der neue Stall die gesetzlichen Vorgaben für die Bio-Tierhaltung einhält“, sagte der bayerische Naturland Landesvorsitzende Hubert Heigl auf der Landesmitgliederversammlung des Öko-Verbands in Kloster Scheyern (Landeskreis Pfaffenhofen). Das sei gut für's Tierwohl und erleichtere es konventionellen Tierhaltern, auch den letzten Schritt zu gehen und tatsächlich auf Öko umzustellen.

„Der Einstieg ist geschafft, die Richtung stimmt, wir dürfen jetzt nur nicht auf halbem Wege stehen bleiben“, appellierte Heigl an Landwirtschaftsminister Helmut Brunner. Der Minister hatte zuvor als Gastredner u.a. die Rolle von Naturland bei der Entwicklung des Öko-Landbaus gewürdigt.

168.500 Euro Preisgeld für fünf Naturland Betriebe

Preistrger ABBI 250Der erste Platz beim Nabu-Förderpreis „Boden gut machen“ geht in diesem Jahr an den BioHof NaTyrell in Nordrhein-Westfalen. Auch auf den weiteren Plätzen sind mehrere Naturland Betriebe vertreten. Insgesamt gehen in diesem Jahr 5 der 18 Auszeichnungen an Naturland Betriebe, deren Umstellung nun mit knapp 170.000 Euro gefördert wird.

Die von der Alnatura Bio-Bauern-Initiative (ABBI) unterstützten Förderpreise wurden am Donnerstag (16.02.) auf der BIOFACH in Nürnberg vergeben. Der Wettbewerb unterstützt Betriebe, die frisch auf Öko-Landbau umgestellt haben, bei der Finanzierung der Umstellung und will damit den Anteil ökologisch bewirtschafteter Flächen in Deutschland steigern.

Bundesminister Schmidt besucht Naturland Fair Partner Original Food auf der BIOFACH

Biofach Rundgang BM Schmidt 250Die Verbindung von Ökologischem Landbau und Fairem Handel schafft Zukunft. Davon konnte sich Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt am Mittwoch (15.02.) am Naturland Gemeinschaftsstand auf der BIOFACH in Nürnberg überzeugen. Dort besuchte der Minister den Naturland Fair Partner Original Food.

Das Unternehmen aus Freiburg hat in Äthiopien, der Urheimat des Kaffees, ein innovatives und verantwortungsvolles Wildkaffeeprojekt aufgebaut, das nachhaltiges Wirtschaften mit effektivem Waldschutz verbindet. Rund 6.500 Naturland Kleinbauern sammeln die wild wachsenden Kaffeekirschen in den als UNESCO-Biosphärenreservat anerkannten Regenwäldern der Region Kafa. Weitere Kooperativen in der Nachbarregion Sheka befinden sich derzeit in der Umstellung.

Kundgebung am Brandenburger Tor: NABU und Naturland fordern gemeinsam neue Agrarpolitik

WHES PotsdamerPlatzAuftaktkundgebung auf dem Potsdamer Platz18.000 Menschen haben am Samstag in Berlin für eine umfassende Agrarwende demonstriert. Dabei forderten Naturland und der Naturschutzbund Deutschland (NABU) gemeinsam eine neue Agrarpolitik, die konsequent an den Leistungen der Bauern für Umwelt- und Tierschutz ausgerichtet ist.

„Es gibt eine Alternative zur Ausbeutung unserer Böden und Tiere. Wir Öko-Bauern machen tagtäglich erfolgreich vor, dass landwirtschaftliche Praxis, Umwelt- und Tierschutz keine Gegensätze sind, sondern einander ergänzen“, sagte Naturland Präsidiumsmitglied Hans Bartelme bei der Abschlusskundgebung auf der Bühne vor dem Brandenburger Tor.

Umsteller brauchen Rechtssicherheit: EU-Öko-Verordnung sinnvoll weiterentwickeln
Naturland Geschäftsführer Steffen ReeseNaturland verzeichnet im zweiten Jahr in Folge deutliche Zuwächse bei Mitgliedsbetrieben und Fläche. Neben einem erneut starken Wachstum in Deutschland konnte der Öko-Verband in 2016 auch international zulegen, wobei vor allem die Entwicklung in Europa überdurchschnittlich positiv ausfiel. Insgesamt bewirtschaften aktuell 43.000 Naturland Bäuerinnen und Bauern in 46 Ländern der Erde eine Fläche von über 277.000 Hektar. Das sind rund 5.000 Bäuerinnen und Bauern mehr als vor einem Jahr. Die Fläche legte um 4,7 Prozent zu.

In Deutschland fielen die Zuwächse mit einem Flächenwachstum um 9,4 Prozent auf rund 165.000 Hektar erneut überdurchschnittlich gut aus. Dazu kommen noch rund 54.000 Hektar nach Naturland Richtlinien bewirtschaftete Waldfläche. Die Zahl der deutschen Naturland Betriebe stieg um 213 auf nun 3.127 (plus 7,3 Prozent).

Herausragende Führungspersönlichkeit des Öko-Landbaus

hans hohenester sw 250Der Öko-Landbau war sein Beruf und seine Berufung. Seit 26 Jahren Öko-Bauer und Naturland Mitglied, hat Hans Hohenester den Verband als Präsidiumsvorsitzender und in zahlreichen weiteren Ämtern entscheidend geprägt. Auch die Entwicklung des ökologischen Landbaus insgesamt hat er, vor allem in Bayern, wesentlich mit vorangebracht. Nach schwerer Krankheit ist Hans Hohenester am Sonntag im Alter von 59 Jahren im Kreise seiner Familie verstorben.

Dr. Felix Prinz zu Löwenstein, Vorsitzender des Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW) und 16 Jahre lang gemeinsam mit Hans Hohenester Mitglied im Naturland Präsidium, würdigte den Verstorbenen als herausragende Führungspersönlichkeit des ökologischen Landbaus. „Als praktischer Landwirt hat er in hohem Maße Authentizität und Glaubwürdigkeit unserer Bewegung verkörpert“, sagte Löwenstein.

Bundesminister Schmidt muss im EU-Ministerrat auf Aussetzen der Verhandlungen bestehen

EU Organic Logo Colour 250Bioland, Demeter und Naturland begrüßen den Stopp der Verhandlungen zur EU-Ökoverordnung durch das Europäische Parlament. Damit setzt Berichterstatter Martin Häusling das richtige Signal, betonen die drei wichtigsten Bio-Verbände unisono.

Die Verbände fordern nun Bundeslandwirtschaftsminister Schmidt auf, auch im EU-Agrarministerrat am kommenden Montag (12. Dezember) dem Verordnungsvorschlag die Rote Karte zu zeigen.

Naturland und Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft kritisieren Gesetzentwurf

Naturland gegen GVO 250Die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft und Naturland fordern die Bundesregierung auf, den Anbau genetisch manipulierter Pflanzen auf ihrer Kabinettssitzung am 2. November bundeseinheitlich zu verbieten. Das von Bundeagrarminister Schmidt vorgelegte Gesetz sieht vor, dass neben dem Bundeslandwirtschaftsministerium fünf weitere Ministerien einem Anbauverbot für gentechnisch veränderte Pflanzen zustimmen müssen.

Wenn sich die sechs Ministerien darauf nicht einigen, kann der Bund nur noch mit Zustimmung des Bundesrates ein nationales Verbot erlassen, oder er überlässt es allein den Bundesländern, jeweils für ihr Gebiet Anbauverbote zu erlassen. „Minister Schmidt macht sich hier einen schlanken Fuß, indem er die Verantwortung für ein Anbauverbot auf die Bundesländer abwälzt, dadurch droht Deutschland ein Gentechnik-Flickenteppich zu werden“, warnt die Bundesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft und Naturland Bäuerin Gertraud Gafus.