Naturland e.V.

Naturland, Bioland und Demeter: EU-Agrargelder jetzt zugunsten von Umwelt, Tier- und Klimaschutz umwidmen

Hans Hohenester 250Mainz/Darmstadt/Gräfelfing, 17. August 2016. Bioland, Demeter und Naturland fordern die Bundesregierung auf, jetzt 15 Prozent der Agrar-Direktzahlungen der 1. Säule zugunsten von Umwelt, Tier- und Klimaschutzmaßnahmen in die 2. Säule umzuschichten. Dieser Spielraum der Gemeinsamen EU-Agrarpolitik (GAP) muss genutzt werden, um die nationalen Umwelt-, Klima- und Nachhaltigkeitsziele zu erreichen und die Einkommen nachhaltig wirtschaftender Betriebe langfristig zu sichern.

Für eine Agrarwende hin zu mehr Nachhaltigkeit ermöglicht es die EU, 15 Prozent der Agrar-Direktzahlungen aus der 1. Säule für gezielte Agrarumweltmaßnahmen in die 2. Säule umzuschichten. In Deutschland werden bisher nur 4,5 Prozent umgewidmet. So verpasst die Bundesregierung bislang die Chance, wichtige Ziele ihrer Umwelt-, Klima- und Nachhaltigkeitsstrategien umzusetzen.

Landwirtschaftsministerin Priska Hinz zeichnet erfolgreiche Rinderzucht aus

hessen staatsehrenpreis 250Die hessische Landwirtschaftsministerin Priska Hinz besuchte den Naturland Betrieb Eselsmühle in Lohra, um den Betriebsleitern Claudia und Dieter Hoffarth persönlich den Staatsehrenpreis für eine besonders erfolgreiche Rinderzucht zu überreichen. „Die Tierzucht ist vorbildlich und der Betrieb ist in seiner vielseitigen Struktur ein innovativer ökologischer Betrieb und somit beispielhaft für den ökologischen Landbau in Hessen“, würdigte Priska Hinz die Arbeit der Familie Hoffarth.

Der Betrieb im Landkreis Marburg-Biedenkopf wird damit für sein langjähriges Engagement in der nachhaltigen Nutztierhaltung ausgezeichnet. Familie Hoffarth betriebt seit Anfang der 90er Jahre eine erfolgreiche Angus-Rinderzucht, die auf zahlreiche Prämierungen und Körungen zurückblicken kann.

Workshop auf Einladung von Naturland und der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL)

16 Forellenteichanlage 250Auf gemeinsame Einladung der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL) und Naturland diskutierten am Donnerstag, den 28. Juli, Experten aus Behörden, Verbänden, Forschungseinrichtungen und Öko-Kontrollstellen aus ganz Deutschland über die gegenwärtige Situation und drängende Zukunftsfragen im Bereich der Ökologischen Aquakultur.

Dabei ging es unter anderem um die problematischen rechtlichen Rahmenbedingungen, in der sich die Öko-Teichwirte durch die Revision der EU-Öko-Verordnung befinden und die Förderungen im Rahmen des Europäischen Meeres- und Fischereifonds (EMFF).

Internationaler Bioweinpreis: 51 Naturland Weine ausgezeichnet – Vier Mal Großes Gold

Bioweinpreis 250Die hohe Qualität von Naturland Weinen ist beim 7. Internationalen Bioweinpreis eindrucksvoll bestätigt worden. Gleich neun Naturland Weingüter waren in diesem Jahr ganz vorne mit dabei. Für ihre Weine konnten sie insgesamt 51 der begehrten Auszeichnungen einstreichen, darunter auch vier Mal die Spitzenprämierung Großes Gold. „Dieser große Erfolg bei einem der bedeutendsten internationalen Wettbewerbe für Öko-Wein ist Ausdruck des generell hohen Qualitätsniveaus der Naturland-Winzer“, sagte der Naturland Präsidiumsvorsitzende Hans Hohenester in Gräfelfing.

Der Internationale Bioweinpreis wird seit 2009 von der WINE System AG in Frasdorf ausgerichtet. In diesem Jahr bewertete die Jury aus professionellen Verkostern 1.063 Bio-Weine aus 23 Ländern der Erde. Davon kamen 465 Weine aus Deutschland.

Naturland zeigt ökologischen Landbau auf den DLG-Feldtagen vom 14. bis 16. Juni in Haßfurt

DLG Feldtage 250Wie ökologischer Pflanzenbau in der Praxis erfolgreich funktioniert, das zeigt Naturland interessierten Fachbesuchern auf den DLG-Feldtagen auf dem Gut Mariaburghausen im unterfränkischen Haßfurt. Auf mehreren Demo-Parzellen können verschiedene ökologische Sortenversuche und neue Anbaustrategien begutachtet werden.

Naturland ist der einzige Öko-Verband unter den Ausstellern bei den DLG-Feldtagen. „Es ist wichtig, dass wir als erfahrene Öko-Bauern auch auf stark konventionell geprägte Messen gehen, um den Öko-Landbau voran zu bringen“, erläutert Naturland Fachberater Werner Vogt-Kaute, der vor Ort als Ansprechpartner für die Fachbesucher zur Verfügung steht: „Nur so kommen wir zu der dringend notwendigen Ausweitung der Öko-Anbaufläche in Deutschland.“

Preissenkungen bei Aldi zeigen Notwendigkeit einer grundlegenden Agrarwende

250 web weidende kheAls unsanften Weckruf für Politik und weite Teile der konventionellen Landwirtschaft wertet Naturland die erneute Preissenkung für Milchprodukte beim Discounter Aldi. „46 Cent für den Liter Milch im Laden sind ein unanständiger Preis, der unsere konventionellen Berufskollegen hart trifft und den Verbrauchern das falsche Signal sendet, dass es immer noch billiger geht“, sagte der Öko-Bauer und Naturland Präsidiumsvorsitzende Hans Hohenester am Mittwoch in Gräfelfing.

Tatsächlich zeige dieser Preiskrieg aber vor allem eines: „Eine Landwirtschaft, die vor allem auf Intensivierung der Produktion, Betriebswachstum und Export setzt, führt in die Sackgasse,“ betonte Hohenester. Die aktuelle Entwicklung auf dem Milchmarkt zeige dies in besonderer Deutlichkeit.

Naturland Delegierte fordern Erhalt des Vorsorgeprinzips in Umwelt- und Verbraucherschutz

Hans Hohenester 250Naturland sieht sich durch die von Greenpeace veröffentlichten TTIP-Dokumente in der Befürchtung bestätigt, dass das geplante Freihandelsabkommen den Umwelt- und Verbraucherschutz in Europa auf lange Sicht erheblich gefährdet. Dies wird vor allem deutlich im offenbar massiven Drängen der USA, das europäische Vorsorgeprinzip auszuhöhlen und durch das amerikanische Risikoprinzip zu ersetzen, welches in erster Linie den Interessen der Industrie dient.

„Das Vorsorgeprinzip muss der Maßstab bleiben! Nur unsere heutigen Standards in Sachen Umwelt- und Verbraucherschutz festzuschreiben, wie Politiker von Schwarz-Rot in Berlin inzwischen eilfertig versprechen, reicht nicht. Wir müssen vielmehr auch in Zukunft noch in der Lage sein, diese Standards weiterzuentwickeln”, sagte Hans Hohenester, Öko-Bauer und Naturland Präsidiumsvorsitzender, auf der Delegiertenversammlung des Öko-Verbands am Dienstag in Gräfelfing.

Kampagne www.oekobauer-gesucht.de soll weitere Umsteller für Öko-Landbau gewinnen

2000 nl bayern 250Ergolding – Die große Nachfrage nach regionalen Bio-Produkten bewegt immer mehr Bauern zur Umstellung auf ökologischen Landbau. 2015 kamen allein in Bayern 147 neue Naturland Betriebe hinzu, darunter auch der Betrieb von Bernhard Pollner. Bei einem Fototermin auf dem Hof in Ergolding begrüßte der Naturland Landesvorsitzende Hubert Heigl Pollner am Dienstag als 2000. Naturland Mitglied in Bayern. Zugleich stellte Heigl die Kampagne www.oekobauer-gesucht.de vor, deren Ziel es ist, weitere Bauern für eine Umstellung auf ökologischen Landbau zu gewinnen.

„Die Rahmenbedingungen für eine Umstellung sind derzeit so gut wie lange nicht, gerade hier bei uns in Bayern”, sagte Heigl bei der Übergabe des Naturland Hofschilds an den neuen Mitgliedsbetrieb.