Naturland e.V.

Naturland und LBV appellieren an die Agrarminister:innen der Bundesländer

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Gräfelfing/Hilpoltstein – Die Zeit zu handeln ist jetzt: Die Reform der Gemeinsamen Europäischen Agrarpolitik (GAP) muss sich an den Zielen des Green Deals der EU-Kommission ausrichten. Das kann nur mit einem Kurswechsel bei der Umsetzung der GAP auf nationaler Ebene gelingen, appellieren Naturland und LBV an die Agrarminister:innen der Bundesländer vor deren Sonderkonferenz am Freitag (5.2.).

Videotrailer zu E-Mail-Kampagne #wirlebenArtenvielfalt online

Hubert Heigl lbv kampagne 250pxGräfelfing/Hilpoltstein – Der Green Deal der EU-Kommission muss zum Leitbild der neuen Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) in Europa werden. „Wir brauchen endlich eine grundlegende Wende hin zu einer Agrarpolitik, die Artenvielfalt, Umwelt und Klima schützt und bäuerlichen Betrieben eine Zukunft gibt“, fordern Naturland und der LBV (Landesbund für Vogelschutz) mit Blick auf den Protest unter dem Motto „Wir haben es satt!“, der am Wochenende vor dem Kanzleramt in Berlin stattfindet. „Der Green Deal muss in den Strategieplan Deutschlands zur nationalen Umsetzung der GAP eingearbeitet werden“, unterstreichen der LBV-Vorsitzende Norbert Schäffer und Naturland Präsident Hubert Heigl.

Naturland und LBV sind Teil des bundesweiten Verbändebündnisses „Meine Landwirtschaft“, das am Samstag (16. Januar) mit der „Aktion Fußabdruck“ in Berlin für die Agrarwende und gegen Artenschwund, Höfesterben und Tierfabriken protestiert. Um sich dem Protest Corona-konform auf Distanz anzuschließen, schicken dieser Tage tausende Menschen stellvertretend ihre Fußabdrücke und Forderungen nach Berlin, wo diese am Samstag vor dem Kanzleramt eindrucksvoll in Szene gesetzt werden.

Öko-Betrieb Hof Eselsmühle aus Hessen mit dem CeresAward ausgezeichnet

Rinderhalter Hoffarth TJR 5597 25022.12.2020 Lohra – Beim diesjährigen CeresAward, der Wahl zum Landwirt des Jahres, wurde Felix Hoffahrt aus dem mittelhessischen Lohra zum besten Rinderhalter 2020 gekürt. Die Juroren waren vor allem vom gesamtbetrieblichen Konzept auf dem Naturland Hof Eselsmühle überzeugt, denn Öko-Bauer Hoffarth hat seinen Betrieb auf mehrere Standbeine gestellt.

Neben Angusrindern züchtet er Welsh Cob-Ponys, hält Pensionspferde und Puten, betreibt Ackerbau und vermarktet sein Fleisch selbst.

Naturland und LBV zum Treffen des EU-Agrarrats am 15./16. Dezember

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Gräfelfing/Hilpoltstein – Die Situation von Natur, Klima und Landwirtschaft ist nach wie vor dramatisch. Das massive Artensterben schreitet ungehindert voran, die Folgen der Klimakatastrophe werden jeden Tag existenzbedrohender und zugleich kämpfen viele Landwirt:innen um ihre wirtschaftliche Existenz. „Die Instrumente, um dem Artensterben Einhalt zu gebieten, dem Klimawandel zu begegnen und einer bäuerlich-ökologischen Landwirtschaft eine Zukunft zu geben, sind bekannt und erprobt. Wir müssen Sie jetzt mit der Gemeinsamen Europäischen Agrarpolitik (GAP) weiter in die Breite bringen“, fordern LBV-Vorsitzender Dr. Norbert Schäffer und Naturland Präsident Hubert Heigl.

Böden zentral für Klimaschutz und Artenvielfalt – Naturland und LBV fordern echten Systemwechsel in der Agrarpolitik

Erde 350 iStock 000010068472SmallGesunde Böden sind die Grundlage unseres Lebens. Sie spielen eine entscheidende Rolle für unsere Ernährung, für den Klimaschutz und auch für die Sicherung der Artenvielfalt. Daher fordern Naturland und LBV zum Weltbodentag am 5. Dezember dazu auf, die Bewahrung und Förderung gesunder Böden zu einer zentralen Aufgabe der europäischen Agrarpolitik zu machen.
Mit der gemeinsamen bundesweiten Kampagne #wirlebenArtenvielfalt auf der Seite www.wirsindzukunft.earth laden Naturland und der LBV die Verbraucher*innen ein, das dringend notwendige, grundlegende Umsteuern in der Gemeinsamen Agrarpolitik der EU (GAP) direkt bei Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner einzufordern.

Gemeinsame Kampagne von Naturland und LBV bindet Verbraucher:innen in die Rettung der Artenvielfalt und einer enkeltauglichen Landwirtschaft ein

artenvielfalt button 25026.11.2020 Gräfelfing/Hilpoltstein – Intakte Ökosysteme sind mehr als schöne Landschaften. Sie versorgen uns mit sauberem Trinkwasser, gesunden Böden und Räumen zur Entspannung. Ihre natürliche Vielfalt bildet die Grundlage unseres Lebens. Sie zu erhalten und dem dramatischen Artensterben vor unserer eigenen Haustür etwas entgegenzusetzen, ist eine dringliche Aufgabe, die Landwirtschaft und Naturschutz, Politik und Gesellschaft nur gemeinsam bewältigen können und müssen.

„Dem Artensterben muss endlich Einhalt geboten und die Zukunft einer bäuerlich-ökologischen Landwirtschaft in Europa gesichert werden. Dafür braucht es ein grundlegendes Umsteuern der Politik“, fordern Naturland Präsident Hubert Heigl und Dr. Norbert Schäffer, Vorsitzender des Landesbund für Vogelschutz (LBV).

Hahnenaufzucht statt „In Ovo“-Selektion - Delegiertenversammlung beschließt Fahrplan für Komplettausstieg aus dem Kükentöten

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Gräfelfing – Bei Naturland soll in Zukunft zu jeder Legehenne auch der dazugehörige Bruder aufgezogen werden. Mit einem entsprechenden Beschluss hat die Naturland Delegiertenversammlung ein klares Signal gegen das Kükentöten und die „In Ovo“-Selektion und für eine ganzheitliche Öko-Hühnerhaltung nach Naturland Richtlinien gesetzt. „Als Öko-Verband ist es unser Anspruch, ganzheitliche Lösungen für das Problem des Kükentötens zu entwickeln. Diese Lösungen, an denen Naturland auch schon lange arbeitet, heißen Zweinutzungshuhn und Bruderhahn“, sagte Naturland Präsident Hubert Heigl.

„Jedes Tier hat einen Wert und deshalb wollen wir auf unseren Betrieben auch jedem Hahn seinen Platz geben“, unterstrich Heigl.

Naturland Online-Delegiertenversammlung: Löwenstein und Heigl fordern mehr Flexibilität in der GAP statt Bindung von Mitteln an die Flächenförderung

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Gräfelfing – Die Umsetzung des Green Deals der EU-Kommission muss ins Zentrum der weiteren Verhandlungen über die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) rücken. „Wir brauchen eine enkeltaugliche Landwirtschaft, die Umwelt, Artenvielfalt und den bäuerlichen Betrieben in Europa gleichermaßen eine Zukunft gibt. Dafür ist das, was bisher an Vorschlägen auf dem Tisch liegt, viel zu wenig“, sagte Dr. Felix Prinz zu Löwenstein, Vorsitzender des Öko-Dachverbands Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW), am Mittwoch zum Auftakt der zweitägigen Naturland Delegiertenversammlung.

„Wir haben ein ehrgeiziges Ziel beim Ausbau des Öko-Landbaus. Dafür müssen wir alle Spielräume nutzen, die die GAP bietet, um die Finanzierung dieses Ausbaus zu gewährleisten“, sagte Löwenstein.